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Linke fordert gesetzliche Obergrenze für Dispo-Zinsen

03.02.2012 | 18:57 Uhr
Linke fordert gesetzliche Obergrenze für Dispo-Zinsen
Parteichef Klaus Ernst fordert eine Obergrenze für Dispo-Zinsen.

Berlin.   Fünf Prozent über dem Zinssatz der Zentralbank - einen höheren Satz sollen Banken nicht mehr verlangen dürfen. Aktuell dürfte ein Zinssatz von rund sechs Prozent nicht überschritten werden. Parteichef Klaus Ernst rechtfertigt die Forderung mit den hohen Gewinnen der Banken. Er spricht von "Wucher".

Die Linke fordert eine gesetzliche Obergrenze für Dispo-Zinsen. „Wir wollen, dass die Zinsen für Dispo-Kredite und Überziehungen gesetzlich auf fünf Prozentpunkte über dem Zentralbankzins gedeckelt werden. Das wäre aktuell ein Höchstzins von sechs Prozent“, sagte Parteichef Klaus Ernst dieser Mediengruppe.

Hintergrund sind die Durchschnittszinsen für Überziehungs- und Kreditkartenkredite. Nach der Zinsstatistik der Bundesbank sind sie zwischen Dezember 2010 und Dezember 2011 von 9,95 auf 10,29 Prozent gestiegen. Dabei lag der Leitzins der Europäischen Zentralbank EZB, zu dem sich Banken dort Geld leihen können, zeitgleich bei je einem Prozent. „Wenn sich eine Bank für ein Prozent Geld von der EZB leiht und dann von ihren Kunden zehn Prozent Zinsen bei Kontoüberziehung verlangt, dann darf man das Wucher nennen“, sagte Ernst.

Banken verteidigen Zinserhöhung

Der Bundesverband deutscher Banken verteidigte die Zinserhöhung damit, dass der Leitzins 2011 zweimal gestiegen war, bevor er im Dezember wieder auf ein Prozent zurückgegangen ist. Die Volks- und Raiffeisenbanken etwa würden sich kein Geld bei der EZB leihen, daher sei der Leitzins die falsche Referenzgröße, hieß es beim Bankenverband BVR.

Daniel Freudenreich

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Kommentare
04.02.2012
20:11
Linke fordert gesetzliche Obergrenze für Dispo-Zinsen
von Gievelsbiaerger | #46

Der Schweizerische Erdbeben Dienst (SED) hat daran bestimmt kein Interesse...

04.02.2012
17:40
Linke fordert gesetzliche Obergrenze für Dispo-Zinsen
von woelly | #45

Soll die Linke SED doch ihre eigene VEAGB (volkseigene Aluminiumgeld- Bank) aufmachen. Erfahrungen liegen doch reichlich vor. Kunde werde ich dort nicht!

04.02.2012
15:32
Linke fordert gesetzliche Obergrenze für Dispo-Zinsen
von utkiek | #44

@wohlzufrieden | #34: Hoch leben die Genossen Lafontaine und Ernst! Sie leben Hoch Hoch Hoch!!!!

04.02.2012
14:02
Linke fordert gesetzliche Obergrenze für Dispo-Zinsen
von predoc | #43

Kann dem Parteichef Klaus Ernst nur zustimmen ! AKTUELL bei der "Santanderbank" 15,5% Dispozinsen, wenn ich aber 20.000,- € für ein Jahr festlege, dann gibt mir die SANTANDER 1,5% !!! Aus diesem Grund bleibt mein Geld nicht mehr auf/in der Bank, sondern fristet zuhause im Tresor sein dasein...

04.02.2012
12:56
Niedrige Zinsen führen noch mehr in die Schuldenfalle!
von suendenbock | #42

Zinsen sind die Prämie für die Vermeidung der Zahlungsunfähigkeit, je dringender diese ansteht, um so höher sind die Zinsen. Wenn also Bürger ohne nennenswertes Einkommen hohe Dispokredite aufweisen, also ständig ihr Konto überziehen, dann werden sie garantiert insolvent, unabhängig ob der Zinssatz 5, 8 oder 12% beträgt, da an eine Tilgung nicht gedacht werden kann. Dass die Bürger mit geregeltem Einkommen den Dispo überziehen, z.B. für Anschaffungen, ist eher Dummheit, da sie sich über ihre Bank oder am Finanzmarkt problemlos ein Darlehen mit kurzer/mittlerer Laufzeit aufnehmen können, und somit die hohen Dispozinsen vermeiden.
Man weiß ja inzwischen, dass auch Staaten mit "Ratings" arbeiten müssen, und ihre Zinsen am Risiko ausgerichtet sind. Den Traumzinssatz von 1 % bekommen sie eben nicht, genausowenig Banken, wenn ihr Risiko für Zahlungsausfall zu hoch ist. Dies gilt genauso für Verbraucher: Hohes Ausfallrisiko = hohe Zinsen! Alles Andere ist Populismus in kann in die Kurzformel gepresst werden: Alles für mich ist O.K., für die Anderen eher schlecht!

1 Antwort
Linke fordert gesetzliche Obergrenze für Dispo-Zinsen
von damilo | #42-1

Wenn man sich verinnerlicht, wie unser Gelderschaffungssystem überhaupt funktioniert, dann stellt man schnell fest, dass das Quatsch ist, was sie da schreiben.
Einen Dispositionskredit kann ich sowieso nur in Anspruch nehmen, wenn ich ein geregeltes Einkommen vorweisen kann und ich werde bestimmt nicht garantiert Insolvent nur weil ich mein Konto überziehe...

04.02.2012
11:17
Linke fordert gesetzliche Obergrenze für Dispo-Zinsen
von spiritus2008 | #41

Auch wenn ich die Linken nicht mag, dieser Vorschlag ist durchaus richtig.Auch wenn es die Banken abstreiten, eine Abzocke ist es auf jeden Fall.Auf der anderen Seite sollte man aber bedenken, das zu niedrige Dispo Zinsen dazu reizen schneller das Konto zu überziehen. Das kann auch zu einer grösseren Verschuldung führen, aus der man schlecht wieder rauskommt. Auf der anderen Seite würde der Konsum in Deutschland angeregt. Das ganze ist ein zweischneidiges Schwert. Trotz allem ein Grund mal darüber nachzudenken!

4 Antworten
Linke fordert gesetzliche Obergrenze für Dispo-Zinsen
von EnigmaDO | #41-1

Was bringt es über eine Warnung durch hohe Zinsen nachzudenken? Viele, die nen Dispo nehmen, werden auch falsch beraten und sind mit der mathematischen Zinsrechnung einfach überfordert.

Es sollte ein Gesetz geben, das Dispokredite nur dann gewährt werden können, wenn wirkliche Notfälle passieren.

Linke fordert gesetzliche Obergrenze für Dispo-Zinsen
von Linker-Genosse | #41-2

@EnigmaDO | #41-

Zu: Es sollte ein Gesetz geben, dass Dispokredite nur dann gewährt werden können, wenn wirkliche Notfälle passieren.

Ab welcher Summe tritt in diesem Fall ein Notfall ein?
Wer kann dann das Konto überziehen?
Da liegt nämlich das Problem, weil Geringverdiener, Hartz4-Empfänger und Rentner mit niedrigem Einkommen, keinen Dispo erhalten.

Linke fordert gesetzliche Obergrenze für Dispo-Zinsen
von DKWF12 | #41-3

Mit dem Thema Dispo startet die Linke den Versuch, nachdem die bisherigen Wähler sich verabschiedet haben, neue Wählerschichten anzusprechen.

Linke fordert gesetzliche Obergrenze für Dispo-Zinsen
von DKWF12 | #41-4

Mit dem Thema Dispo startet die Linke den Versuch, nachdem die bisherigen Wähler sich verabschiedet haben, neue Wählerschichten anzusprechen.

04.02.2012
11:11
Linke fordert gesetzliche Obergrenze für Dispo-Zinsen
von Linker-Genosse | #40

Eine Beliebtheitsskale der deutschen Politiker für den Monat Januar:

http://de.statista.com/statistik/daten/studie/1817/umfrage/noten-fuer-spitzenpolitiker/

@DKWF12

Schauen Sie sich doch einmal diese Seite an:

http://www.evangelisch.de/themen/wirtschaft/deutsche-zweifeln-am-wirtschaftssystem57341

1 Antwort
Linke fordert gesetzliche Obergrenze für Dispo-Zinsen
von DKWF12 | #40-1

Mein Hinweis auf die falsche Zahlen des Kommentators, wkah, wird dort bestätigt.
Was wollen Sie mir nun eigentlich mitteilen?

04.02.2012
11:04
Die Bank nimmt die Spargelder der Kunden
von meigustu | #39

und verleiht sie an Kreditnehmer. So stellen sich die Bürger fälschlicherweise das Bankgeschäft vor. In Wirklichkeit schreibt eine Bank nur einen Betrag auf einen Zettel und beteiligt sich so an einer unkontrollierbaren Geldschöpfung.

Weil das nur im Chaos enden kann wünschen sich viele respektable Fachleute das Bankgeschäfte so organisiert werden wie die Bürger es sich vorstellen. Das Modell nennt sich Vollgeld.

04.02.2012
10:43
@ wkah | #28 falsche Prozentzahlen
von DKWF12 | #38

Wer mit falschen Zahlen, wie Sie in #24, etwas beweisen will, ist in jeder Fakultät unglaubwürdig.

2 Antworten
Linke fordert gesetzliche Obergrenze für Dispo-Zinsen
von Eduard79 | #38-1

Wissen Sie überhaupt, was eine Fakultät ist? Ihr Satz klingt nicht so....

Linke fordert gesetzliche Obergrenze für Dispo-Zinsen
von DKWF12 | #38-2

Eduard79 | #38-1

Mit Ihrem Versuch, die von der bayrischen Linken ausgearbeiteten Agiprop Methode umzusetzen, langweilen Sie mich.

Mit Unterstellungen, Verleugnungen, erfundenen Krankheitsbildern, (psychisch krank) wurde in 2 deutschen Diktaturen, 3.Reich und DDR, gearbeitet.
Versuche der Linkspartei, mit diesen Methoden nun auch in der Bundesrepublik Fuß zu fassen, sind, durch Gerichtsurteile, gescheitert.
Sie sollten dieses lesen:
Quelle:
http://www.demokratisch-links.de/rufmord-und-beleidigungen

Zitat:
Laut einem DL nun vorliegenden Urteil des Amtsgericht Saarlouis vom 20. 01. 2012 unter dem AZ: C 1557/11 / (13) wurde in einem Rechtsstreit zwischen dem 1. Vorsitzenden des Stadtverband Saarlouis, Mitglied des Kreisvorstand und Kreistagsabgeordneter der Partei DIE LINKE Josef Rodack nun zugunsten des Klägers Helmut Ludwig entschieden.
Dem Mandatsträger und Partei Funktionär der LINKEN ist es bei Strafandrohung einer höheren Geldsumme untersagt, die von Ihm ausgesprochenen Verleumdungen zu wiederholen. Herr Rodack hatte innerhalb einer parteiinternen Auseinandersetzung Helmut Ludwig öffentlich als geistesgestört bezeichnet.
Zitat Ende:

Üben Sie einfach Agiprop weiter.
Aber bedenken Sie:
Bis Sie dieses beherrschen, ist diese Partei Die Linke schon untergegangen.

04.02.2012
10:30
Blockierter Kommentar.
von Linker-Genosse | #37

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