Lindners Rücktritt offenbart den Auflösungsprozess der FDP
14.12.2011 | 11:27 Uhr 2011-12-14T11:27:44+0100
Noch vor Kurzem galt Christian Lindner als Supertalent in der FDP, nun ist er zurückgetreten. Sein hastiger Rücktritt offenbart das Offensichtliche: Die FDP befindet sich im Auflösungsprozess. Lindners Rücktritt hilft nicht, denn Parteichef Philipp Rösler bleibt in der Schusslinie. Ein Kommentar.
Wenn nicht alles täuscht, befindet sich die FDP gerade im Zustand der Auflösung. Generalsekretär Christian Lindner , eben noch als politisches Supertalent gefeiert, räumt seinen Posten. Damit fällt in der krisengeschüttelten Partei der letzte Abwehrring um den selbst schwer angeschlagenen Vorsitzenden Philipp Rösler. Nur sieben Monate nach der Demontage des Parteichefs Guido Westerwelle haben die Liberalen eine neue Personaldebatte am Bein.
Lindner als Partei-Manager muss sich vorwerfen lassen, den Mitgliederentscheid falsch eingeschätzt zu haben. Die Parteispitze war offenbar der Meinung, den Aufstand der Euro-Skeptiker in den eigenen Reihen klein halten zu können. Mit kleinen Nickeligkeiten wollte man die Basis-Initiative ins Leere laufen lassen. Das ist gründlich daneben gegangen. Hierfür muss Lindner nun geradestehen.
Christian Lindners Rücktritt bringt Parteichef Philipp Rösler nicht aus der Schusslinie
Doch damit ist Parteichef Rösler nicht aus der Schusslinie. Er hat mit seinem arroganten Vorpreschen, als er den Mitgliederentscheid schon Tage vor Ablauf der Einsendefrist eigenmächtig für gescheitert erklärte, viel an Vertrauen und Kredit in der eigenen Partei eingebüßt. Sein ungeschicktes Verhalten bietet zudem ein Ventil für all jene Unzufriedenen in der Partei, die ohnehin daran zweifeln, ob Rösler der richtige Mann ist, um die FDP aus der tiefsten Krise ihres Bestehens zu führen.
Es wird also eng auch für Rösler. Gegen einen baldigen Wechsel an der FDP-Spitze spricht derzeit, dass sich keine Alternative aufdrängt. Brüderle, Bahr, Niebel, Leutheusser-Schnarrenberger – sie alle wäre keine Persönlichkeiten, denen ein erfolgversprechender Neuanfang zuzutrauen wäre. Nebenbei: Man möchte gern wissen, was Guido Westerwelle sich gerade so denkt…

22:40
Lindner hat´s begriffen:
Wenn Du merkst, dass Du ein totes Pferd reitest, steig ab.
Rösler und die anderen werden es bis auf Brüderle bald auch merken, weil der merkt schon lange nix mehr. Mag am Wein liegen.
Die Lösung für die FDP kann doch jetzt nur sein: Selbstauflösung.
Die Herren und Damen Berufspolitiker, für die die FDP in den letzten Jahren am Leben gehalten wurde, kriegen doch problemlos ´nen neuen Job wenn sie nur halb so gut sind, wie sie immer tun.
18:23
Der FDP-Kindergarten mit Rösler, Lindner, Bahr, Vogel etc. ist weder haltbar,
noch wählbar…
17:25
Lindner ist das Bauernopfer für den unfähigen, klientelbedienenden Rösler, der damals versprach "liefern" zu wollen. Was hat er geliefert? Den Untergang der FDP. Und das finde ich hervorragend.
17:06
Wenn eine Partei mit dem Spruch "Wir sind die Partei der Besserverdiener" auftritt, ist der Begriff "Klientelpartei" wohl gerechtfertigt. Man soll Parteien ja nicht in Schubladen stecken, aber wenn sie es denn schon selbst tut....
16:51
Wenn eine Partei mit dem Spruch "Wir sind die Partei der Besserverdiener" auftritt, ist der Begriff "Klientelpartei" wohl gerechtfertigt. Man soll Parteien ja nicht in Schubladen stecken, aber wenn sie es denn schon selbst tut....
16:12
Lindner ist doch cleverer, als ich immer vermutet habe.
Wie heißt doch die alte indianische Weisheit: "Wenn du merkst, dass Du ein totes Pferd reitest, steige ab!"
Aber lustig, wie hier manche dem Lindner und seinen vermeintlichen Führungskompetenzen nachtrauern: Es scheint halt doch noch ein paar überzeugte (verblendete?) FDP-Wähler zu geben, nicht wahr Syndikus?
16:04
Die Klientelpartei FDP müsste sich ja eigentlich logischer Weise in KPD umbenennen, aber...
15:55
# 20 nichts darum geben, dass ist Syndikus.....die jetzige Regierung ist ihm heilig...egal welche Lobbyarbeit die zu laten der Steuerzahler fabrizieren.....und es wird wirklich Zeit , dass die FDP gemeinsam die Sachen packen und gehen.......
15:38
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15:25
Was soll denn der unentwegte Vorwurf mit der "Klientelpartei"? Man könnte genausogut argumentieten, dass die SPD Klientelpolitik für die Gewerkschaften (immerhin sind fast alle SPD-Bundestagsabgeordneten Gewerkschaftsmitglieder und der NRW-Arbeitsminister - ! - bekanntlich auch) betreibt, und dass die PDS-LINKE bzw. KPD als Klientelpartei für Transferleistungsbezieher und Politfunktionäre (schließlich ist der Sozialismus eine Staatsform, in der es am Ende nur den Politikern noch gut geht - siehe alle ehemaligen Ostblockländer) auftritt.
Wer dem politischen Ggner stets unterstellt, nur sachfremde Interessen zu vertreten, der verläßt den Breich des demokratischen Diskurses - so ist nämlich ein Kampf um die besseren Argumente nicht mehr möglich (den die KPD vermutlich ja auch gar nicht will, oder?). Übrigens: selbst die PDS-Linke hat in ihrem letzten Bundestagsprogramm unter Ziffer 2.7 (oder 2.9) selbst die Absenkung des USt-satzes nicht nur für Hotels, sondern darüber hinausgehend auch für Restaurants gefordert. So ganz einseitig zugunsten der Hotelbetreiber scheint die unsägliche USt-Absenkung also nicht gewesen zu sein (oder ist die PDS-LINKE auch von der ****gruppe gekauft worden?)
Hallo, Syndikus,
ich habe in diesem Forum schon oft mitgeteilt, daß KPDHagen schlicht und einfach meine Initialen (Klaus-P. Dietrich) und mein Wohnort Hagen sind. Politisch bin ich eher in der konservativen Ecke zu suchen. Dies nur zur Erläuterung