Libysche Truppen treiben Rebellen in die Enge
15.03.2011 | 21:30 Uhr 2011-03-15T21:30:00+0100Bengasi. Die libyschen Rebellen kontrollieren noch immer die Stadt Adschdabija, die von Kampfflugzeugen sowie Schiffs-, Panzer- und Artilleriegeschützen angegriffen wurde. Ein Kampfflugzeug der Rebellen hat offenbar Kriegsschiffe der Regierung versenkt.
Die libyschen Rebellen kontrollieren nach eigenen Angaben noch immer die Stadt Adschdabija im Osten des Landes. „Adschdabija ist nach wie vor in der Hand der Revolutionäre“, sagte ein Sprecher des von den Rebellen gebildeten Nationalrats am Dienstag in Bengasi. Die libysche Armee habe Adschdabija aus großer Entfernung bombardiert. Armeeeinheiten hätten versucht, in die Stadt vorzurücken, doch die Rebellen hätten sie zurückgedrängt.
Adschdabija liegt etwa 160 Kilometer südlich der Rebellenhochburg Bengasi und gilt den Oppositionellen als Festung gegen die Truppen des Machthabers Muammar el Gaddafi. Am Dienstag und Montag hatten oppositionelle Rebellen und Gaddafi-treue Soldaten sich Kämpfe in Adschdabija geliefert. Die regierungstreuen Truppen griffen auch aus der Luft an.
Rebellen-Flugzeug versenkt libysche Kriegschiffe
Außerdem haben ein Kampfflugzeug und ein Hubschrauber der libyschen Rebellen einer Oppositions-Website zufolge zwei Kriegsschiffe der Regierung versenkt. Die Internet-Website Brniek berief sich am Dienstag auf einen namentlich nicht genannten Luftwaffen-Offizier auf dem Stützpunkt Benina in der von den Aufständischen gehaltenen Stadt Benghasi. Bei dem Flugzeug habe es sich um eine MiG-23 gehandelt. Die Schiffe seien nahe der Stadt Abdschabijah versenkt worden, die von Regierungstruppen eingenommen wurde. Es war unklar, von wo die Maschinen gestartet waren.
Der Luftwaffenstützpunkt nahe Benghasi wird von den Rebellen kontrolliert. Mehrere Luftwaffenoffiziere haben sich den Aufständischen angeschlossen.
Letzte Stadt westlich von Tripolis zurückerobert
Derweil treiben Gaddafi-treue Truppen die Aufständischen andernorts immer weiter in die Enge. Die wegen ihrer Waffen- und Munitionsdepots strategisch wichtige Stadt Adschdabija wurde am Dienstag von Kampfflugzeugen sowie Schiffs-, Panzer- und Artilleriegeschützen angegriffen. Swara, die letzte von den Aufständischen gehaltene Stadt westlich von Tripolis, nahmen die Regierungstruppen wieder ein; sie haben damit nun den gesamten Küstenstreifen zwischen der Hauptstadt Tripolis und der Grenze zu Tunesien unter ihrer Kontrolle.
Die internationale Gemeinschaft findet unterdessen keine gemeinsame Linie im Umgang mit dem libyschen Staatschef Muammar al Gaddafi. Beim Treffen der G-8-Außenminister in Paris einigten sich die Ressortchefs zwar darauf, dass der politische Druck auf Staatschef Mummar al Gaddafi erhöht werden müsse. Die Einrichtung einer Flugverbotszone blieb aber strittig. Nun soll sich der Weltsicherheitsrat erneut mit dem Thema befassen.
Der französische Außenminister Alain Juppé erklärte, er rechne noch in dieser Woche mit einer UN-Resolution. Allerdings räumte er ein, dass der von Frankreich und Großbritannien betriebene Vorstoß zur Einrichtung einer Flugverbotszone bislang keine breite Unterstützung gefunden habe. Bundesaußenminister Guido Westerwelle bekräftigte seine Skepsis und betonte, er wolle nicht, dass Deutschland dauerhaft in einen Krieg in Nordafrika hineingezogen werde.
Hilfslieferungen blockiert
In Adschdabija starteten die Regierungstruppen Überraschungsangriffe von zwei Seiten und rückten später mit Panzern und Mannschaftswagen in die Stadt ein. Das Staatsfernsehen berichtete, Adschdabija stehe wieder vollständig unter der Kontrolle des Regimes. Die Stadt war seit Beginn des Aufstands in der Hand der Regimegegner. Sollte sie in die Hände Gaddafis fallen, stünde dessen Streitkräften der direkte Weg nach Bengasi , Tobruk und zu den Ölfeldern im Süden offen. Die Rebellen fürchten die Einkesselung Bengasis.
Die Regimegegner sehen sich außerdem einer seit Tagen andauernden Blockade der von ihnen gehaltenen Stadt Misrata gegenüber. Ein Arzt sagte, Kriegsschiffe behinderten Hilfslieferungen. Es würden dringend Antibiotika und Hilfsmittel für Operationen benötigt. Misrata ist die drittgrößte Stadt des Landes und liegt rund 200 Kilometer südöstlich von Tripolis.
US-Außenministerin Hillary Clinton traf am Montagabend in Paris mit Vertretern der libyschen Opposition zusammen. Es habe ein offenes Gespräch gegeben „über Wege, wie die USA das libysche Volk in seinem Kampf gegen das Gaddafi-Regime unterstützen können“, sagte ihr Sprecher nach dem Treffen. Das Gespräch war das erste zwischen Vertretern der USA und der libyschen Opposition auf höchster Regierungsebene seit Beginn der Kämpfe.
Ölexport aus Libyen eingestellt
Der Ölexport aus Libyen ist mittlerweile vollständig zum Erliegen gekommen. Die Internationale Energieagentur (IEA) erklärte am Dienstag in Paris, Grund seien die Flucht ausländischer Ölarbeiter und die Einstellung der Produktion durch internationale Unternehmen.
Die Kämpfe in Libyen hatten den Ölpreis in der vergangenen Woche auf fast 107 Dollar pro Barrel ansteigen lassen, bevor der Preis nach dem schweren Erdbeben in Japan wieder zurückging. Analysten waren schon zuvor davon ausgegangen, dass in Libyen derzeit kaum noch Öl produziert wird. (afp/rtr/dapd)

14:03
Bahrain - Fünf Tote bei Räumung des Perlenplatzes
Bis zu fünf tote Zivilisten und hunderte Verletze soll es bei der gewaltsamen Räumung des Perlenplatzes in Manama, der Hauptstadt von Bahrain, durch Sicherheitskräfte gegeben haben. Oppositionelle sprechen von einem „Vernichtungskrieg“.
Auszug von Stimmen die hier posten
Warum hilft Europa nicht? Meine Güte, die Volksverdummung durch europäische Politik ist bald nicht mehr auszuhalten und schmerzt jeden einigermaßen intelligenten Menschen an Leib und Seele. Hinhaltetaktik damit Öl und Gas fließt - Blutzoll und Blutgeld womit wir tanken und heizen!!!!!!!!!!!!!
Es ist eine Schande was dort passiert. Und es scheint niemanden mehr zu interessieren.
Warum kneift der Sicherheitsrat.
Die versagte Hilfe ist eine Schande unserer Politiker und der NATO!!
usw usw
Und was ist mit Bahrain - wird hier auch gefordert oder erst wenn der 1000 und erste Tote gemeldet wird? Oder alles nur wildes Herumgebrülle weil Gaddafi der Bad-Boy der verlogenen westlichorientierten Gesellschaft ist und König Hamad bin Isa al Chalifa kräftig am Hintern herumgeschwänzelt wird weil die USA und Europa zur Zeit den Sttat Bahrain für ihre Interessen brauchen.
Lybische Rebellen greifen den Sttat an und der Staat schlägt zurück. Zwar heftig aber auch in Stutgart wurde hart durchgegriffen als dort demonstriert wurde.
Wer an der Schraube dreht muss sich später nicht wundern.
13:26
***Bahrain****-USA Stützpunkt....
Davon spricht keiner !!!
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13:24
Zu Kommentar 16 von GrafEngelbert , am 16.03.2011 um 13:07
OK !!!
Im IRAK die Mehrheit Schiiten, oder nicht !!!
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Aber was sollen da deutsche Soldaten ???
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13:07
@15 ! In Bahrain greifen nicht Ägypter sondern Saudis ein! Wahabitische Sunniten!
Und in Libyen gibt es so gut wie keibe Schiiten! Erstmal informieren...
12:45
In Libyen machen die Schiiten den Aufstand gegen Gaddafi.
In Bahrain machen auch die Schiiten den Aufstand, doch da greifen die Truppen der Ägypter gegen die Aufständigen ein.
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Begreifen die Kommentatoren eigentlich was da vor sich geht ???
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12:07
@12 reden sie nicht so einen Unsinn! Ihre tendenziösen Aussagen können sie sich sparen! Deutschland profitiert seit Jahren vom libyschen Öl und hat Gadaffis Terror und Stasi-Regime sogar ausgerüstet! Die Menschen in Bengasi als Islamisten abzustempeln ist billig und perfide! Unsere Bundesregierung, allen voran Merkel und Westerwelle geben ein jämmerliches Bild ab! Vor allem total unglaubwürdig wenn man es mit ähnlichen Szenarien (Bosnien, Kosovo - übrigens auch Moslems) vergleicht! Megapeinlich auch die EU-Außenbeauftragte Ashton! Die kann man wirklich einsparen!
12:07
Zu kommentar 11 von zauberlehrer , am 16.03.2011 um 10:32
Da müssen Sie schon zu Ende denken.
Bei Nichteinhaltung, muß dann auch militärisch eingegriffen werden und das heißt Krieg.
Wollen Sie also, daß deutsche Truppen in einem Libyenkrieg verwickelt sind ???
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10:52
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
10:32
Es genügte erst einmall überhaupt eine Flugverbots Zone einzurichten . Aber selbst dabei sind sich maßgebliche Regierungsvertreter nicht einig .
Große Klappe ,dicke Gehälter und was noch ???
10:15
Zu Kommentar 4 von feierabend , am 16.03.2011 um 07:41
Wollen Sie wirklich, daß deutsche Truppen in Libyen einmarschieren ???
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