Lehrer über Ministerin Sommer verbittert
01.09.2008 | 19:37 Uhr 2008-09-01T19:37:50+0200"Sie redet fortwährend Gesamtschulen schlecht"
Düsseldorf. Nach ihrer Kritik an den Gesamtschulen ("Abi-light") reißen die Beschwerden über NRW-Schulministerin Barbara Sommer (CDU) nicht ab. Unter dem Titel "Es reicht" übergaben ihr am Montag Vertreter von GEW, Landeselternrat und Gesamtschul-Gesellschaft 16 000 Unterschriften. Sie fordern, die "fortgesetzte Diffamierung der Gesamtschulen" zu beenden und "unsere erfolgreiche Arbeit nicht länger schlecht zu reden".
Die Vereinigung der Gesamtschulleiter wirft Sommer in einem Brief vor, sie über- ziehe die Schulen "mit unausgegorenen Reformen und deren handwerklichen Mängeln, so dass landesweit in allen Schulen ein lange nicht gekannter Unmut herrscht". Nun unterschlage sie bewusst Erfolge der Gesamtschulen, um sie "schon jetzt ganz ungeniert zu Wahlkampfzwecken als Sündenbock zu missbrauchen". Gesamtschulen seien "selbstverständlich nicht fehlerfrei". Aber Sommers Hilfsangebote würden - teilweise - als "scheinheilig" empfunden.
Zumindest mit den Gesamtschul-Vertretern, die Sommer die Protestnote persönlich überreichten, sei man sich am Ende einig gewesen, "dass an den Gesamtschulen etwas getan werden muss", erklärte der Sprecher der Ministerin. Ziele seien Verbesserungen im Mathematik-Unterricht, bei der Lehrer-Fortbildung sowie kleinere Klassen.

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