Das aktuelle Wetter NRW 20°C
Politik

Lehrer über Ministerin Sommer verbittert

01.09.2008 | 19:37 Uhr

"Sie redet fortwährend Gesamtschulen schlecht"

Düsseldorf. Nach ihrer Kritik an den Gesamtschulen ("Abi-light") reißen die Beschwerden über NRW-Schulministerin Barbara Sommer (CDU) nicht ab. Unter dem Titel "Es reicht" übergaben ihr am Montag Vertreter von GEW, Landeselternrat und Gesamtschul-Gesellschaft 16 000 Unterschriften. Sie fordern, die "fortgesetzte Diffamierung der Gesamtschulen" zu beenden und "unsere erfolgreiche Arbeit nicht länger schlecht zu reden".

Die Vereinigung der Gesamtschulleiter wirft Sommer in einem Brief vor, sie über- ziehe die Schulen "mit unausgegorenen Reformen und deren handwerklichen Mängeln, so dass landesweit in allen Schulen ein lange nicht gekannter Unmut herrscht". Nun unterschlage sie bewusst Erfolge der Gesamtschulen, um sie "schon jetzt ganz ungeniert zu Wahlkampfzwecken als Sündenbock zu missbrauchen". Gesamtschulen seien "selbstverständlich nicht fehlerfrei". Aber Sommers Hilfsangebote würden - teilweise - als "scheinheilig" empfunden.

Zumindest mit den Gesamtschul-Vertretern, die Sommer die Protestnote persönlich überreichten, sei man sich am Ende einig gewesen, "dass an den Gesamtschulen etwas getan werden muss", erklärte der Sprecher der Ministerin. Ziele seien Verbesserungen im Mathematik-Unterricht, bei der Lehrer-Fortbildung sowie kleinere Klassen.

Von Christoph Meinerz

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/1027223/create

Umfrage
Bürger sollen künftig häufiger gefragt werden, ob sie zu einer Organspende bereit wären. Können Sie sich vorstellen, Organspender zu werden?
 
Aktuelle Fotos und Videos
Karikatur vom Tage
Bildgalerie
Fotostrecke
Norbert Röttgen - Aufstieg und Fall
Bildgalerie
Rücktritt
David McAllister geht "baden"
Bildgalerie
Boot kentert
Triumph der Sozialisten
Bildgalerie
Frankreich
Aus dem Ressort
Streit um Pkw-Mautpläne von Verkehrsminister Ramsauer
Autobahn
Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) will eine Pkw-Vignette wie in der Schweiz oder Österreich einführen. Die Koalition solll das Thema am 4. Juni diskutieren. Allerdings sperrt sich die FDP bereits gegen das Vorhaben.
Foto 43 Kommentare 43
Vitali Klitschko will Bürgermeister von Kiew werden
Klitschko
Nach 2006 und 2008 will der Boxweltmeister erneut in den politischen Ring steigen - er tritt für seine eigene Partei mit dem schönen Namen "Der Schlag" an.