Laumann rechnet mit höheren Krankenkassenbeiträgen
20.09.2009 | 10:01 Uhr 2009-09-20T10:01:00+0200
Berlin. Nach Ansicht des NRW-Sozialministers Karl-Josef Laumann müssen Gesetzlich Krankenversicherte bald einen Zusatzbeitrag an die Kassen zahlen. Bundesgesundheitsministerin Schmidt (SPD) und Renate Künast (Grüne) werfen Union und FDP unterdessen vor, eine unsoziale Zweiklassenmedizin zu planen.
Gesetzlich Krankenversicherte müssen nach Ansicht des nordrhein-westfälischen Sozialministers Karl-Josef Laumann bald einen Zusatzbeitrag an die Kassen zahlen. Dies sei nur eine Frage der Zeit, sagte der CDU-Politiker der Zeitung «Die Welt». «Wir werden uns an diese kleine Prämie gewöhnen müssen», erklärte er. Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) und Grünen-Spitzenkandidatin Renate Künast warfen Union und FDP am Samstag vor, eine unsoziale Zweiklassenmedizin zu planen.
Laumann, der auch Chef des Arbeitnehmerflügels der CDU ist, fügte hinzu, die Prämie werde «in einer Schwarz-Gelben Koalition eine größere Rolle spielen, wenn wir nicht nur die sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnisse belasten wollen.» Er forderte außerdem mehr Spielraum der Bundesländer in der Gesundheitspolitik. «Die Länder müssen mehr Verantwortung bekommen und mehr Möglichkeiten, die Geldflüsse zu lenken.»
Kopfpauschalen anstelle solidarischer Finanzierung
Schmidt warf der CDU vor, sie wolle im Falle von Schwarz-Gelb mehr Kopfpauschalen an die Stelle der solidarischen Finanzierung der Gesundheitskosten setzen. Laumann mache erstmals deutlich, wohin für die CDU die Reise mit der FDP gehen solle: keine Beteiligung der Arbeitgeber, statt dessen mehr ungerechte Kopfpauschalen, bei denen der Geschäftsführer genau so viel bezahlen müsse wie die Verkäuferin. Dazu komme das erklärte Ziel der FDP, die bisherige gesetzliche Krankenversicherung abzuschaffen, und nur noch «existenzbedrohende» Risiken in einer privaten Versicherung abzusichern.
Schmidt monierte, in kurzer Zeit wäre «unser gutes Gesundheitssystem» nicht mehr wiederzuerkennen. Das sei mit der SPD nicht zu machen. Es bleibe bei der sozialen Begrenzung von Zusatzbeiträgen auf maximal ein Prozent. Zudem solle die volle paritätische Finanzierung des Beitrages zum Gesundheitsfonds wiederhergestellt werden, «und wir kämpfen für die Bürgerversicherung, in der alle Menschen solidarisch die Lasten tragen, und auch in Zukunft Spitzenmedizin für alle finanziert werden kann».
«Merkels Tarnkappe gelüftet»
Künast sagte: «Laumann lüftet Merkels Tarnkappe weiter. Das schwarz-gelbe Lügengebäude fällt zusammen.» Im Schaufenster hänge eine unbezahlbare Steuerentlastung, auf der Werkbank werde an höheren Abgaben geschmiedet. «Das ist ein falsches Spiel nach den Regeln rechte Tasche linke Tasche. Der Gesundheitsfond ist Flickschusterei, jetzt werden die Löcher sichtbar.» Es sei unsozial, höhere Einkommen entlasten zu wollen und dann faktisch die Kassenleistungen zu kürzen.
Es gehe um eine Richtungsentscheidung: Entweder freie Fahrt in die Zweiklassemedizin oder eine solidarische Bürgerversicherung, erklärte Künast. Bei Union und FDP werde der Geldbeutel über die medizinische Versorgung entscheiden, bei der Bürgerversicherung zähle der Mensch und nicht die ausstellbare Rechnung. (ap)

08:15
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07:33
Solange ein LAUmann Angst davor hat, dass Armut im Mittelstand ankommen könnte,
währenddessesn bereits eine Million in NRW arm sind,
und von LAUmann links liegen gelassen werden,
selbst die Schulspeisung von Kindern im Bundesrat von NRW abgelehnt wurde,
kann ein Laumann und eine Ruettgers von mir aus in den Jemen abgeschoben werden.
15:48
Aha, die Krankenversicherer haben eine neue Lobby - Laumann nennt diese sich. Wen hat man in den letzten Jahren so richtig abkassiert, den Versicherten.
14:26
Mit den SCHWARZGELBEN drankommen, dann gibt es sogar eien 4-Klassen Krankenkassen:
4. Renterkrankenkasse
3. Hartz-IV, Aufstocker und Normalverdienenden Krankenkasse
2. Besserverdienenden Krankenkasse
1. Reichenkrankenkasse.
Die Krankenkassen 1 und 2 bekommen sich Milliarden vom Staat, während man bei Krankenkasen 3 und 4 an allem spart...
13:16
Welche Lobbyisten haben den Laumann infiziert???
13:13
Ach Kritiker, das ich etwas kurz gesprungen.
Wenn z.B. ein Augenarzt pro Quartal knapp 19€ für einen Patienten bekommt. egal wie oft der Patient in der Tür steht und es bei anderen Ärzten ähnlich aussieht, frage ich mich, was denn noch so teuer ist? Die Medikamente?
Es hat mehrere Gründe:
1.) Die KVen fressen viel Geld weg - sollten ersatzlos abgeschafft werden.
2.) Kostenlose Familienversicherungen
3.) Dass sich die Beiträge nach dem Gehalt richten - gäbe es keine Beitragsbemessungsgrenze, wären auch Besserverdienende in der Solidargemeinschaft, aber die steigen aus verständlichen Gründen aus
4.) Privatversicherte kümmern sich darum, welche Kosten sie verursachen, weil sie in Vorleistung treten müssen, Tarife mit Selbstbehalt haben und/oder Rückerstattungen kriegen können.
@23
An BigMacs und Cola zerbricht mit Sicherheit kein ganzen Gesundheitssystem. Täte es das, wäre es eh nichts wert
12:52
Ich sehe andere Gründe für die leeren Kassen der gesetzlichen Krankenkassen:
1) Die Selbstbedienungsmentalität der Versicherten. Wenn ich soviel einzahle, muss ich so viel Leistungen wie möglich rausholen. Auch wenn sie nicht unbedingt erforderlich sind.
2) Wer weiß, was die ärtzlichen Leistungen im Einzelnen kosten? Können die Patienten prüfen, ob die Ärtze korrekt abgechnet haben?
3) Fragen die Patienten ihren Arzt, ob es preiswertere Medikamente gibt? Ist es nicht so, dass viele Medikamente bis zum Verfallsdatum im Arzneinittelschrank und dann entsorgt werden?
4) Ist es nicht so, dass viele Patienten sich mehr für die Gesundheit ihres Autos als für die eigene Gesundheit interessieren? Ist es nicht einfacher, bei Bluthochdruck nur Pillen zu schlucken, anstatt zuerst die Ernährung umzustellen und das Sitzfleisch regelmäßig zu bewegen?
5) Ist der technische Fortschritt in der Medizin wirklich ein Fortschritt?
Die Ausgaben im Gesundheitssektor werden in ZUkunft aus 2 Gründen steigen:
1) Der Anteil der älteren Menschen wächst.
2) Die Fastfood-Generation wird junge kranke Menschen produzieren. Von BigMacs und Cola, TV, Internet und Playstation bleibt man auf die Dauer nicht gesund. Die Allergien z.B. sind nicht nur auf die Umweltverschmuzung zurückzuführen.
Das System der Krankenkassen in seiner jetzigen Form ist auf die Dauer nicht finanzierbar.
Eine Möglichkeit, etwas zu ändern, ist, die Verantwortung für die eigene Gesundheit selber zu übernehmen, anstatt sie bei den Ärzten abzugeben.
12:18
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10:39
Wenn Komasaufen und Kiffen nicht abnehmen, ist das unvermeidlich.
09:59
Wann wird endlich der Druck auf die Pharmaindustrie erhöht, damit die Preise für Medikamente sinken? Sie sind die wahren Preistreiber an die keiner ran geht.