Laschet: Klärungsbedarf mit dem Finanzamt

An Rhein und Ruhr..  Nach der „Noten-Affäre“ hat CDU-Landeschef Armin Laschet wegen eines Fehlers in der Steuererklärung Probleme mit dem Finanzamt. Als Integrationsminister hatte Laschet den Erlös für ein Buch 2009 von seinem Verlag direkt an den gemeinnützigen Verein Coach e.V. in Köln überweisen lassen. Danach ließ er sich eine Spendenquittung ausstellen und machte den Betrag von 4000 Euro steuermindernd geltend. Laschet hat die Unterlagen inzwischen dem Finanzamt zur Prüfung übergeben und erklärt, dass er bislang davon ausgegangen sei, dass er korrekt gehandelt habe.

In der „Noten-Affäre“ kam die RWTH Aachen gestern zum Ergebnis, dass die rekonstruierten Zensuren von Laschet annulliert und die verloren gegangenen Klausuren neu geschrieben werden müssen. Laschet hatte am Vortag eingeräumt, dass er die eigenen Notizen für die Rekonstruktion der Noten weggeworfen habe. Im Wissenschaftsausschuss warf der SPD-Abgeordnete Karl Schultheis dem CDU-Politiker gestern vor, das Ansehen der Hochschulen geschädigt zu haben. Piraten-Fraktionschef Joachim Paul kritisierte, dass die SPD Laschets schweren Fehler für eine maßlose parteipolitische Kampagne nutzen wolle.