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Lafontaine: Steinbrück ist "der Schlimmste der Agenda-Politiker"

01.10.2012 | 16:04 Uhr
Foto: /dapd/Patrick Sinkel

Der Linksfraktionschef im Saarland, Oskar Lafontaine, hat die Nominierung von Peer Steinbrück zum SPD-Kanzlerkandidaten bedauert. Die SPD habe ohnehin "drei Agenda-Männer an der Spitze" gehabt, sagte Lafontaine am Montag in Saarbrücken.

Saarbrücken (dapd). Der Linksfraktionschef im Saarland, Oskar Lafontaine, hat die Nominierung von Peer Steinbrück zum SPD-Kanzlerkandidaten bedauert. Die SPD habe ohnehin "drei Agenda-Männer an der Spitze" gehabt, sagte Lafontaine am Montag in Saarbrücken. Steinbrück sei der "Schlimmste der drei Agenda-Politiker", weil er davon überzeugt sei, "dass man Sozialabbau betreiben muss, um Wettbewerbsfähigkeit herzustellen". So sei davon auszugehen, dass Steinbrück bei einem Rentenniveau von 43 Prozent des Nettoeinkommens bleiben wolle.

Es sei "ein großes Trauerspiel", dass die SPD durch "strategisches verfehltes Taktieren auf Bundesebene" nichts zur Verbesserung des Sozialstaates auf den Weg bringe, kritisierte Lafontaine. Der SPD-Vorstand hat am Montag den früheren Bundesfinanzminister offiziell als Kanzlerkandidaten nominiert. Am 9. Dezember soll die endgültige Kür Steinbrücks auf einem Sonderparteitag folgen.

dapd

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Kommentare
02.10.2012
13:48
Für ein Zusammengehen von Linken und Piraten im Bundestagswahlkampf
von txxx666 | #1

Nachdem sich der designierte Kanzlerkandidat der immer wieder verräterischen Spezialdemokraten, laut Oskar Lafontaine "der Schlimmste der Agenda-Politiker", dezidiert gegen ein Bündnis mit den beiden (m.o.w.) fortschrittlichen Parteien im parlamentarischen Spektrum ausgesprochen hat, möchte ich Linken und Piraten dringend empfehlen, schon im Vorfeld der Bundestagswahl zusammenzuarbeiten und womöglich auch auf einer gemeinsamen Liste zu kandidieren - denn warum sollte im "Bund" nicht möglich sein, was in der hessischen Landeshauptstadt so trefflich funktioniert?!
http://misanthrope.blogger.de/stories/2134503/

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