Länder fordern nach Maut-Verschiebung mehr Geld vom Bund

Die Pkw-Maut bringt vorerst kein frisches Geld in die Staatskasse. Ihre Einführung wurde wegen rechtlicher Bedenken der EU verschoben.
Die Pkw-Maut bringt vorerst kein frisches Geld in die Staatskasse. Ihre Einführung wurde wegen rechtlicher Bedenken der EU verschoben.
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Was wir bereits wissen
Nachdem Verkehrsminister Alexander Dobrindt die Pkw-Maut verschoben hat, werden aus einigen Ländern Rufe nach mehr Infrastruktur-Investitionen laut.

Berlin.. Nach der Verschiebung der Pkw-Maut fordern mehrere Ministerpräsidenten den Bund auf, mehr Geld in die Infrastruktur zu investieren. Der niedersächsische Regierungschef Stephan Weil (SPD) sagte der "Welt am Sonntag", der Bund solle "den Mitteleinsatz für die Infrastruktur auf das nun einmal notwendige Niveau erhöhen".

Pkw-Maut Die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) nannte es in derselben Zeitung völlig unstrittig, dass in die Infrastruktur investiert werden müsse. Die Frage, woher die fehlenden Mittel kommen sollten, müsse die Bundesregierung beantworten: "Wir brauchen auf jeden Fall rasch Klarheit."

EU geht wegen Pkw-Maut juristisch gegen Deutschland vor

Kramp-Karrenbauer forderte zugleich einen europaweiten Ansatz bei der Pkw-Maut. "Das Saarland ist als Grenzland besonders von der Maut betroffen. Deshalb hielten wir schon immer eine europäische Lösung für besser", sagte die CDU-Politikerin. Sie empfahl allerdings, auf das Urteil des Europäischen Gerichtshofs zu warten.

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) hat die Einführung der Pkw-Maut auf unbestimmte Zeit verschoben. Zuvor hatte die EU-Kommission offiziell bekanntgegeben, dass sie wegen europarechtlicher Bedenken juristisch gegen Deutschland vorgeht. Eigentlich wollte Dobrindt die Pkw-Maut im Laufe des kommenden Jahres starten. (dpa)