Kurden fordern von Deutschen mehr Waffen

Erbil..  Im Kampf gegen die IS-Terrormiliz haben die nordirakischen Kurden Deutschland und die internationale Koalition zu mehr Waffenhilfe für ihre Peschmerga aufgerufen. Die kurdische Autonomieregierung habe Berlin eine Wunschliste überreicht, sagte der kurdische Peschmerga-Minister Mustafa Sajid Kadir in Erbil. Dort schlossen am Donnerstag 500 weitere kurdische Peschmerga ihre Ausbildung durch die Bundeswehr und andere Nationen ab.

Kadir erklärte, besonders die von Deutschland bisher gelieferte Panzerabwehrwaffe „Milan“ habe den Kurden gegen die Extremisten der Terrormiliz Islamischer Staates (IS) geholfen. „Je mehr wir davon haben, desto besser“, sagte er. Der IS sei eine globale Terrorgruppe. „Das ist ein gemeinsamer Krieg von uns allen.“

Das Training der Kämpfer durch die Bundeswehr sei „sehr erfolgreich und nützlich“, erklärte er weiter. „Wir sind hungrig nach Ausbildung. Wir profitieren von jedem Training.“

Das vierwöchige Ausbildungsprogramm der rund 500 Peschmerga endete mit einer Zeremonie. Die Kurden hätten sich hochmotiviert an dem Training beteiligt, sagte der Kommandeur der internationalen Ausbildung, der deutsche Oberst Jochen Schneider.