Krisengeschüttelte FDP verliert tausende Mitglieder
13.02.2012 | 12:26 Uhr 2012-02-13T12:26:43+0100
Berlin Die FDP hat neben dem Fall ins Bodenlose in Umfragen auch noch mit gewaltigem Mitgliederschwund zu kämpfen. Die Partei hat im vergangenen Jahr laut einer Umfrage acht Prozent ihrer Mitglieder verloren. Ganz im Gegensatz zu Grünen und Piraten, die sogar zulegen konnten.
Der Wechsel in der Führungsspitze hat der FDP nicht geholfen: Binnen eines Jahres verlor sie rund 5.400 Parteigänger, fast acht Prozent. Zum Jahreswechsel wies die Bilanz nach FDP-Angaben noch 63.123 Mitglieder auf. Die Grünen können dagegen zufrieden sein. Sie sind die einzige im Bundestag vertretene Partei, die noch neue Anhänger hinzugewinnt - im Laufe des vergangenen Jahres waren es rund 6.000 -, ein Zuwachs von fast elf Prozent auf 59.019 Mitglieder.
Im Aufwind ist auch die Piratenpartei. Sie knackte Anfang dieses Jahres die 20.000-Marke. 8.000 neue Mitglieder fanden 2011 den Weg zu den Piraten.
SPD und CDU liefern sich Kopf-an-Kopf-Rennen um Mitgliederverlust
CDU und SPD liefern sich trotz massiver Mitgliederverluste weiterhin ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den ersten Platz bei der Mitgliederstärke. Erstmals rutschten beide Parteien im vergangenen Jahr unter die 500.000-Marke. Zum Jahresende verzeichnete die CDU nach eigenen Angaben noch 489.896 Beitragszahler, 15.418 weniger als ein Jahr zuvor.
Die SPD kann aufgrund "technischer Probleme" ihren Mitgliederstand zum Jahresende noch nicht beziffern. Der Abstieg trifft die Sozialdemokraten in jedem Fall härter. Vor 20 Jahren hatte die SPD noch fast eine Million Mitglieder.
Wahlforscher erklärt Mitgliederschwund: Parteien sind nicht mehr attraktiv
Der allgemeine Mitgliederschwund sei erklärbar, sagt Klaus Peter Schöppner, Geschäftsführer des Meinungsforschungsinstituts TNS Emnid. "Die Parteien sind einfach nicht mehr attraktiv genug." Das Problem sei, dass die Parteien angesichts der Europäisierung der Politik verstärkt als machtlos erscheinen, sagt Schöppner. "Der Bürger hat den Eindruck, dass Politiker immer weniger bewegen können."
Außerdem werde Politik immer weniger verstanden. "Den Parteien fehlt ein klares Profil." Bei der SPD wisse der Bürger nicht, ob sie sich weiter nach links entwickle, die CDU irritiere durch eine Sozialdemokratisierung. (dapd)

19:02
In meiner Heimatkommune haben sich die letzten FDP-Abgeordneten inzwischen den freien Wählern angeschlossen! Die letzte Rettung.
17:27
Hatten die denn noch so viele?
sehr gut - lol
17:21
Wenn sie so weiter schrumpft haben die bald nur noch so viele Mitglieder wie die grünen. Die machen es vor, wie man ohne Programm und mit dummen Ideen neue Mitglieder begeistert.
Offenbar sind die Grünen aber für mehr Menschen wählbar - zumindest für die, die ihr Programm verstehen.
17:05
Die FDP verliert acht Prozent ihrer Mitflieder? Das kann ja nicht sein. So viele haben die doch gar nicht. ;-)
16:18
Und das ist gut so. Wer nur die Wirtschaft und Gutverdiener bedient, der hats nicht anders verdient. Sie hatten vergessen, dass das Bruttosozialprodukt von den Millionen der kleinen Arbeitern und Angestellten erwirtschaftet wurde. Weg mit solchen Nichtskönnern.
16:11
Die FDP hat besonders unter ihrer "Boygroup" zu leiden. Sie vergassen, dass das Bruttosozialprodukt überwiegend von den kleinen Arbeitern und Angestellten erwirtschaftet wurde und auch die Rentner Wähler sind. Nur die Wirtschaft zu bedienen rächt sich jetzt und das ist gut so.
14:17
Wer will schon eine Verliererpartei ohne Programm? Klientelbedienung genügt heute nicht mehr. Die FDP hat Arbeitnehmern, Rentnern und den Schwachen nichts zu bieten, aber das ist die große Mehrheit der Wähler. Darum ist diese Partei überflüssig. Das Ende ist vorprogrammiert.
13:17
Man darf gespannt sein ob die Boygroup im normalen Arbeitsleben zurecht kommt.
12:59
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