Kreditwürdigkeit Griechenlands kurz vor Ramsch“-Status
09.04.2010 | 23:59 Uhr 2010-04-09T23:59:00+0200
Parais/Brüssel.Die Kreditwürdigkeit Griechenlands ist am Freitag erneut herabgestuft worden. die Rating-Agentur Fitch bewertete Griechenland auf die letzte Stufte vor der Ramsch-Anleihe herab. Laut einem Medienbericht steht die EU kurz vor der Einigung auf ein Hilfspaket.
Die Länder der Euro-Zone haben sich offenbar auf weitere Modalitäten für mögliche Hilfskredite an das hochverschuldete Griechenland geeinigt. Übereinkunft bestehe vor allem über die Zinshöhe, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Freitag aus Diplomatenkreisen. Athen geriet jedoch weiter in Bedrängnis, da die Ratingagentur Fitch die Kreditwürdigkeit des Landes auf die letzte Stufe vor der Ramsch-Anleihe herabstufte.
Fitch bewertet die langfristige Kreditwürdigkeit (Bonität) nach einer Mitteilung aus Paris nur noch mit der Note BBB- statt zuvor BBB+. Damit können griechische Staatsanleihen für risikofreudige Anleger zwar immer noch als investmentwürdig gelten, allerdings ist die letzte Stufe vor der Herabstufung zum „Junkbond“ (Ramsch-Anleihe) erreicht. Fitch begründete den Schritt mit den deutlich gestiegenen Risikoaufschlägen für griechische Staatsanleihen.
Die Risikoprämie war am Donnerstag auf ein Rekordhoch gestiegen. Mit 7,5 Prozent muss Griechenland nun etwa doppelt so hohe Zinsen zahlen wie Deutschland.
„Wir sind bereit einzugreifen“
Für mögliche EU-Hilfen solle Griechenland weniger als diesen Zinssatz zahlen müssen, „ohne dass dies ein Geschenk ist“, erfuhr AFP nach einem Treffen auf Expertenebene, bei dem eine Einigung auf Modalitäten von Hilfskrediten erzielt worden war. Die genaue Höhe des Zinssatzes blieb zunächst offen. Das Ende März von den Staats- und Regierungschefs verabschiedete Hilfspaket sieht eine Mischung aus bilateralen Hilfen der Euro-Länder und einem Kredit des Internationalen Währungsfonds (IWF) vor.
„Wir sind bereit einzugreifen, wenn Griechenland es verlangt“, bekräftigte EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy in einem Interview mit „Le Monde“ und drei weiteren europäischen Zeitungen. Konkretere Hilfszusagen erwartete er sich von dem informellen Treffen der Finanzminister der Euro-Länder am nächsten Donnerstag in Madrid.
Zugleich räumte der Belgier Versäumnisse ein. Dass Griechenland nun erneut an den Finanzmärkten unter Druck geraten sei, liege daran, dass Europa diese Vereinbarung noch nicht im Detail ausgearbeitet habe, sagte Van Rompuy.
Griechenland braucht 10 Milliarden Euro bis Ende Mai
Auch das Bundesfinanzministerium wiederholte die Bereitschaft der EU-Staaten, Griechenland im Notfall finanziell zu unterstützen. Das Sicherheitsnetz stehe bereit und werde „im Notfall kurzfristig angewandt“, sagte ein Ministeriumssprecher in Berlin. Allerdings brauche Griechenland bisher nach eigenen Aussagen keine Hilfe.
Das mit 300 Milliarden Euro verschuldete Griechenland benötigt bis Ende Mai mehr als zehn Milliarden Euro, um fällige Kredite abzuzahlen. Finanzexperten bezweifeln, dass sich Athen das nötige Geld an den Finanzmärkten besorgen kann. (afp)

11:35
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16:07
Zu 2 (kuba) und 5:
Die griechische Regierung hatte eine Erhöhung der Steuersätze angekündigt, obwohl es ihr bisher nicht gelungen ist, dem bereits bestehenden Steuerrecht Geltung zu verschaffen, mit anderen Worten, die Steuermoral der Griechen zu heben. Als Reformschritt sollte die Eubehörde EuroStat jetzt und künftig die Befugnis erhalten, die Kassenlage der Staaten der Eurozone zu prüfen. Davon sollte die Kredithilfe durch EU-Mitglieder abhängig gemacht werden. Alles andere fördert die Inflationsgefahr in der Eurozone zum Schaden der europäischen Sparer.
10:21
In Griechenland haben 2008 weniger als 10.000 Bürger mehr als 100.000€ Jahreseinkommen versteuert....
Im Märchenwald sind wir Daheim....,Die Eurozonis löhnen dafür, wie fein......
07:51
ICH BIN FÜR DIE WIDEREINFÜHRUNG DER
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00:40
Banken werden gerettet, Länder aber nicht.
Die HRE hat alleine 100 Mrd. € verschlungen, Griechenland bräuchte erstmal nur 10 Mrd. €.
Fitch hat vor der Finanzkrise die hochtoxischen Papiere mit Triple A bewertet, nach welchen Kriterien
bewerten die wohl ganze Volkswirtschaften.
Vermutlich machen die Zocker wieder Kasse, die Bevölkerung zahlt die Rechnung mit harten sozialen Einschnitten.
ach ja, Griechenland soll eisern sparen - aber nicht beim Rüstungshaushalt.
Deutschland würde gern noch 30 Euro-Fighter, Frankreich noch 6 Fregatten an Griechenland verkaufen.
oldizarw
23:16
Im übrigen sind sog. Rating-Agenturen eine völlige amerikanische Angelegenheit!
Es wird Zeit die Beurteilung von regionalen Euro-Zonen in europäische Hand zu legen!
Eine Abteilung der EZB könnte dies in die Hand nehmen!
Es besteht nämlich immer der Verdacht ,dass amerikanische Agenturen europäische Länder -hier Griechenland- nur deshalb zu einer bestimmten Zeit negativer bewerten, um von aktuellen Finanz-Schwierigkeiten des Dollar -Raumes wirkungsvoll abzulenken.
Wenn Griechenland bankrott ist ,dann ist es die USA aber schon lange ebenfalls!
22:39
Wo sind wir eigentlich in dieser Welt hingeraten, dass Bubis, die noch grün hinter den Ohren sind, ganze Volkswirtschaften und Staaten beurteilen dürfen? Diese Ratingagenturen sind doch ein Witz -- und ohne demokratische Legitimation noch dazu, denn mit ihrer Beurteilung bestimmen sie möglicherweise den Lauf der ganzen Politik dieser Staaten.