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Krawalle rund um den libanesischen Regierungssitz in Beirut

21.10.2012 | 16:53 Uhr

Nach einer Trauerfeier für die Opfer des tödlichen Anschlags in Beirut ist es in der libanesischen Hauptstadt zu Ausschreitungen gekommen. Mit Tränengas und Warnschüssen versuchten Soldaten am Sonntag, Hunderte aufgebrachte Demonstranten an der Erstürmung des libanesischen Regierungssitzes zu hindern.

Beirut (dapd). Nach einer Trauerfeier für die Opfer des tödlichen Anschlags in Beirut ist es in der libanesischen Hauptstadt zu Ausschreitungen gekommen. Mit Tränengas und Warnschüssen versuchten Soldaten am Sonntag, Hunderte aufgebrachte Demonstranten an der Erstürmung des libanesischen Regierungssitzes zu hindern. Wie der arabische Sender Al Dschasira berichtete, versuchte die Menschenmenge am Sonntag in den Serail, den Amtssitz von Ministerpräsident Nadschib Mikati, vorzudringen. Auf Bildern des Nachrichtensenders CNN war zu sehen, wie Verletzte weggetragen wurden.

Mehreren hundert Demonstranten gelang es, die Polizeiabsperrungen zu durchbrechen und bis auf 50 Meter an den Eingang zum Regierungssitz vorzudringen. Erst die Schüsse der Soldaten schienen sie zunächst zu stoppen. Einheiten der Armee schwärmten mit Schlagstöcken in den Straßen aus.

Die chaotischen Szenen in der Hauptstadt des Libanon ereigneten sich am Rande der Trauerfeierlichkeiten für den Geheimdienstchef Wissam al Hassan, der am Freitag gemeinsam mit sieben weiteren Menschen bei einem Bombenanschlag getötet worden war.

Die Demonstranten verdächtigten Syrien hinter dem Attentat zu stecken und warfen der Regierung von Ministerpräsident Mikati vor, zu enge Verbindungen zum Regime von Präsident Baschar al Assad zu unterhalten. Der Libanon stand in den vergangenen 30 Jahren zumeist unter Syriens politischem und militärischen Einfluss.

Der ehemalige libanesische Ministerpräsident Fuad Siniora rief dazu auf, Ruhe zu bewahren. "Die Anwendung von Gewalt ist inakzeptabel und zeigt nicht das Bild, das wir wollen", sagte er in einer Fernsehübertragung.

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dapd

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