Krank ist krank - der Arzt hat das letzte Wort!

Sollte die ärztliche Schweigepflicht für Angehörige sensibler Berufsgruppen gelockert werden? Die Diskussion über diese Frage gewinnt vor dem Hintergrund der Germanwings-Katastrophe an Fahrt. Foto: Patrick Pleul/dpa
Sollte die ärztliche Schweigepflicht für Angehörige sensibler Berufsgruppen gelockert werden? Die Diskussion über diese Frage gewinnt vor dem Hintergrund der Germanwings-Katastrophe an Fahrt. Foto: Patrick Pleul/dpa
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Was wir bereits wissen
Die Erkenntnisse über die psychischen Probleme und die früheren Selbstmord-Absichten des Germanwings Airbus-Copiloten haben eine Diskussion über die Lockerung der ärztlichen Schweigepflicht für sensible Berufe ausgelöst.

Nach dem Absturz des Airbus in den Alpen hatten sich Crews bei Lufthansa und Germanwings für fluguntauglich erklärt – und Verständnis geerntet. Um so tragischer, dass einer der ihren, obwohl höchstwahrscheinlich fluguntauglich, 149 Menschen in den Tod flog.


Auch, wenn die Schweigepflicht fundamental für das Vertrauen zwischen Patient und Arzt ist, muss die Katastrophe Anlass werden, nachzudenken, ob in bestimmten Berufen der Arbeitgeber informiert werden muss, falls ein Beschäftigter krankgeschrieben wird. Bei Menschen an der Grenze der Zurechnungsfähigkeit ist es besser, der Arzt entscheidet, ob er über die Krankschreibung informiert als dass der Erkrankte den gelben Schein zerreißt.


Wer will bei einem kranken Lokführer, Busfahrer, Taxichauffeur oder Piloten einsteigen? Ich jedenfalls nicht.