Kommunen schließen „Schrottimmobilien

Düsseldorf..  Städte in NRW machen zunehmend von dem Recht Gebrauch, sogenannte Schrottimmobilien für unbewohnbar zu erklären. So hat die Stadt Gelsenkirchen seit In-Kraft-Treten des neuen Wohnungsaufsichtsgesetzes vor rund einem Jahr bereits 14 Mal zu dieser Maßnahme gegriffen. Mit dem neuen Gesetz hat das Land den Kommunen ein Mittel in die Hand zu geben um gegen Immobilienbesitzer vorzugehen, die ihre Wohnungen überbelegen oder die Häuser stark vernachlässigen.

Die Wohnungsämter können bei Missständen Bußgelder von bis zu 50 000 Euro gegen den Eigentümer verhängen oder die Immobilie sogar für unbewohnbar erklären. Die Wohnungen müssen dann geräumt werden. In Köln und Duisburg haben die Städte seit April vergangenen Jahres jeweils drei Häuser für unbewohnbar erklärt. Dortmund und Bochum haben je eine „Schrottimmobilie“ geschlossen. Die Wohnungseigentümer müssen in diesen Fällen angemessenen Ersatzwohnraum zur Verfügung stellen.