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Afghanistan

Kommission erklärt Karsai zum Wahl-Sieger

02.11.2009 | 13:57 Uhr

Kabul. Nach dem Rückzug von Herausforderer Abdullah Abdullah hat die afghanische Wahlkommision die für kommenden Samstag angesezte Stichwahl um das Präsidentenamt abgesagt und Amtsinhaber Karsai zum Sieger erklärt. Derweil ist UN-Generalsekretär Ban zu Gesprächen in Kabul eingetroffen.

UN-Generalsekretär Ban (l.) und Karsai-Rivale Abdullah Abdullah. Foto:afp

Die afghanische Wahlkommission hat die für den kommenden Samstag angesetzte Stichwahl ums Präsidentenamt abgesagt und Staatsoberhaupt Hamid Karsai zum Sieger erklärt. Das teilte der Vorsitzende der Unabhängigen Wahlkommission, Asisullah Lodin, am Montag in Kabul mit. Lodin hatte sich nach dem Rückzug des Oppositionskandidaten Abdullah Abdullah am Sonntag mit Verfassungsjuristen beraten.

Abdullah hatte zwar seine Kandidatur zurückgezogen, nicht aber zum Boykott der Stichwahl aufgerufen. Damit hatte er Karsai praktisch den Sieg überlassen. In Kabul heißt es, beide Politiker seien in Gesprächen über eine Regierungsbeteiligung. Ob eine Einigung in Reichweite ist, war zunächst nicht zu erkennen.

Die Wahl sagte er wenige Stunden nach dem überraschenden Eintreffen von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon in Kabul ab, der sich sowohl mit Präsident Hamid Karsai und Abdullah treffen wollte. Die UN erklärten, Ban wolle beide Seiten der fortdauernden Unterstützung durch die UN zur Entwicklung des Landes versichern. Der Generalsekretär will sich auch mit Mitarbeitern der UN-Mission treffen, die wiederholt Ziel von Anschlägen wurde. Am vergangenen Mittwoch waren bei einem Anschlag auf ein UN-Gästehaus in Kabul acht Menschen getötet worden, darunter fünf internationale Mitarbeiter der Vereinten Nationen. (ap)

DerWesten

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Kommentare
02.11.2009
22:47
Kommission erklärt Karsai zum Wahl-Sieger
von Atheist | #8

zu #5:
Dass ein Wahlbetrüger (gut, man kann auch abmildernd Wahllügner sagen) zum Wahlsieger wird, ist ja nun nichts Neues. Das kennen wir doch auch von unserem so hochgelobten Rechtstaat. Bei uns versprach man in Wahlkämpfen auch schon die tollsten Dinge, wohl wissend, dass früher oder später alles der Lüge überführt werden wird. Wie jüngst wohl auch wieder zu erwarten ist.
Dass aber das Spielchen, das derzeit in Afghanistan abläuft, von den westlichen Staaten auch noch gestützt und für in Ordnung befunden wird, das bleibt mir unverständlich.

02.11.2009
18:02
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von miriam.lessmann | #7

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02.11.2009
17:15
Kommission erklärt Karsai zum Wahl-Sieger
von Klappe zu Affe Tod | #6

Toll ein Wahlbetrüger wird Präsident,aber Hauptsache Amerikafreund.
Vermutlich ist die Wahl ganz im Sinne der UN gelaufen.

02.11.2009
17:09
Kommission erklärt Karsai zum Wahl-Sieger
von krüwalda | #5

Demokratische Wahl? Herzlichen Glückwunsch an den Kabuler OB zur Wiederwahl. (Und rauch nicht zuviel)

02.11.2009
16:55
Kommission erklärt Karsai zum Wahl-Sieger
von Ibis | #4

nicht aufregen!!

in spät. 10 J. ist das alles Geschichte und die Steinwüste versinkt wieder im Chaos.

Für unsere Soldaten wird es allerdings noch ein böser Alptraum über Jahre hin weg bleiben!!!

02.11.2009
16:16
Blockierter Kommentar.
von miriam.lessmann | #3

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

02.11.2009
14:34
Kommission erklärt Karsai zum Wahl-Sieger
von imaz | #2

So sieht also die Demokratie in einem vom
Westen befreiten Land aus.

Gratulation! Dafür lohnt es sich wirklich, dass noch
Tausende sterben oder verstümmelt werden.
Pfui Teufel.

02.11.2009
13:52
Kommission erklärt Karsai zum Wahl-Sieger
von kuba4711 | #1

Die afghanische Wahlkommission ,die zum Großteil aus Geldempfängern der Regierung Karsai zusammengesetzt ist ; diese Kommission sagt überraschender Weise die Stichwahl ab und erklärt Karsai zum Wahlsieger.
Damit ist das letzte Feigenblättchen einer angeblichen, demokratischen Regierung bzw. Entwicklung in Afghanistan dahingewelkt.
Uns Aussenminister Westerwelle hat ja noch vor kurzem die amerikanische Aussenministerin Clinton geehrt, indem er sie nachgeplappert hat.
Weiter so Guido ,und DU kannst dich als Regierungssprecher der Kabuler Stadtregierung bewerben.
Zwischen all den Drogenbaronen wird sich noch ein warmes Plätzchen für ihn finden lassen.

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