Knapp ein Drittel zu Beginn von Hartz IV langzeitarbeitslos
19.12.2012 | 13:57 Uhr 2012-12-19T13:57:46+0100
Berlin. Hartz IV beantragen bei weitem nicht nur Langzeitarbeitslose: Weniger als ein Drittel der neu hinzugekommenen Hartz-IV-Bezieher sei im Jahr davor überhaupt als jobsuchend registriert gewesen, hieß es in einer Studie des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).
Bei den meisten Beziehern von Arbeitslosengeld II ist einer aktuellen Untersuchung zufolge keineswegs Langzeitarbeitslosigkeit die Ursache für das Abrutschen in diese Sozialleistung. Lediglich weniger als ein Drittel der Betroffenen war unmittelbar vor dem Eintritt in den Hartz-IV-Bezug arbeitslos gemeldet, wie aus der am Mittwoch in Nürnberg veröffentlichten Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit hervorgeht. Dies sind jene Fälle, bei denen der Anspruch auf das Arbeitslosengeld I ausgelaufen ist.
Langzeitarbeitslosigkeit meist nicht der Grund für Hartz-IV-Bezug
Ein weiteres knappes Drittel der neuen Hartz-IV-Bezieher war vorher erwerbstätig, hatte aber zum Beispiel wegen kurzer Beschäftigungsdauer noch keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld I - und gilt somit nicht als langzeitarbeitslos. Die übrigen absolvierten eine schulische Ausbildung oder ein Studium, waren Hausfrau oder Hausmann oder wegen Krankheit nicht in der Lage zu arbeiten.
Oft liegen der Studie zufolge die Gründe für das Abrutschen in Hartz IV aber auch woanders: Nicht wenige der neuen Bezieher sind nach der Geburt eines Kindes oder der Trennung vom Partner auf finanzielle Hilfe vom Staat angewiesen. Für andere führt das Wegfallen von Einkünften wie Kindergeld oder Unterhalt dazu, dass sie nicht mehr genug Geld zum Leben haben und Hartz IV beantragen müssen. Langzeitarbeitslosigkeit sei weniger die Ursache für das Abrutschen in Hartz IV als vielmehr ein Phänomen, das sich nach Eintritt in den Bezug verfestige, lautet das Fazit der Arbeitsmarkforscher. (afp/dapd)

19:07
Für solch einen Staat soll man immer wieder motiviert sein? Arbeiten um gerade seinen Lebensunterhalt bestreiten zu können und vielleicht 200-300 Euro mehr im Monat zu haben? Damit man einmal im Jahr in Urlaub fahren kann oder an Weihnachten ne Gans gönnen? Während das ganze AusbeutergGesocks auf unsere Kosten machen kann was es will?
So blöd muss man mal sein! Man hat vergessen zu erwähnen, wie viele trotz Arbeit Hartz IV bekommen, weil die Löhne nicht mehr reichen um seine Fixkosten zahlen zu können, um zur Arbeit zu kommen oder wie viele nur bei Zeitarbeitsfirmen arbeiten, so lange sie gebraucht werden und dann wieder Hartz IV beziehen etc.
Man kann es drehen und wenden wie man will, die Wirtschaft macht mit diesen Leuten einen Riesen Reibach.Miese Löhne, schlechte Verträge, mieser Umgang, hoher Erwartungs- und Entlassungsdruck... Noch Fragen?
08:21
NRW..ca 700.000 arbeitslose und ca 250000 in Beschäftigungsmaßnahmen...was immer das sein soll, wahrscheinlich wertloses Bewerbungstraining, 1 € Jobs und Praktika!
21:52
von TVtotal | #5
Richtig, vielleicht liegt hier ja der Hund begraben.
http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/merkel-laeutet-ende-des-wohlfahrtsstaates-ein-9001265.php
Die Waz berichtet entweder gar nicht oder sehr zeitversetzt.
Das würde gegen die Selbstzensur verstoßen wenn WAZ und die anderen Blätter des Verlag darüber und in dem Stil berichten würde....
20:30
Armut ist von unserer Regierung gewollt!
17:55
Jetzt sind wir alle aber mal ganz erstaunt - aber sowas von erstaunt
16:16
Guter Trick: Die Leute werden in prekäre Arbeits-Schein-Verhältnisse geschickt, bei denen von vorne herein klar ist, das die Verträge nach ein paar Monaten auslaufen, damit sie anschließend nicht als Langzeitarbeitslose in die Statistik zurück kommen, wohl aber als Langzeit-arbeitsloser "bezahlt" werden, nämlich nach Hartz IV.
15:37
Warum darum so ein Bohei gemacht wird ist völlig unerklärlich.
15:27
"Weniger als ein Drittel der neu hinzugekommenen Hartz-IV-Bezieher sei im Jahr davor überhaupt als jobsuchend registriert gewesen, hieß es in einer Studie" eines der Arbeitsverwaltung in Nürnberg zugehörigen Instituts.
Jobsuchend registriert sind z. B. NICHT (!): Arbeitslose mit ALG I-Bezug die in Zwangsmaßnahmen verfrachtet sind.
I. d. R. ist es heute doch so, dass, sobald sich jemand arbeitsuchend meldet, diese Person in eine der unzähligen und unsinnigen Zwangsmaßnahmen, welche euphemistisch als "Qualifizierung" oder "Fortbidlung" dargestellt werden, gestopft werden. Somit ist diese große Gruppe komplett aus der Arbeitslosenstatistik elimeniert, aber dennoch weiter auf Arbeitsuche.
Kann man "I. d. R. " prozentual irgendwo nachlesen?