Von wegen Handy-Verbot! Bildungs-Politikerin fordert mehr Smartphone-Nutzung in der Schule

Die Vorsitzende der Kultusministerkonferenz (KMK) Claudia Bogedan.
Die Vorsitzende der Kultusministerkonferenz (KMK) Claudia Bogedan.
Foto: Maurizio Gambarini / dpa
Handys im Unterricht gelten vielen Lehrern als Tabu. Die Bildungsexpertin Claudia Bogedan will das ändern: Die Nutzung sei sinnvoll.

Berlin.  Die Vorsitzende der Kultusministerkonferenz (KMK), Claudia Bogedan (SPD), hat sich auch mit Blick auf vermehrte Handyverbote an Schulen für eine stärkere Nutzung privater Smartphones im Unterricht ausgesprochen.

„Alle besitzen ein Smartphone, warum sollen wir sie dann nicht auch in der Schule einsetzen?“, sagte die Bremer Bildungssenatorin der „Rheinischen Post“. „Natürlich nicht zum Spielen und zur Ablenkung, sondern um es sinnvoll zu nutzen.“ Medien sollten künftig in allen Fächern flächendeckend eine Rolle spielen.

„Unterricht stärker individualisieren“

Die Senatorin legt an diesem Donnerstag mit ihren Kollegen aus den anderen Ländern die Digitalstrategie der Kultusministerkonferenz vor. „Darin legen wir außerordentlichen Wert darauf, dass Bildung in der digitalen Welt ganz eng mit entsprechenden didaktischen Konzepten verknüpft ist“, sagte Bogedan.

Die Aneignung von Wissen bleibe analog oder digital immer der gleiche Vorgang. Aber die Digitalisierung erweitere die Möglichkeiten. „Mit neuen Medien können wir Unterricht beispielsweise stärker individualisieren“, sagte Bogedan. (dpa)