Kluge Ideen aus Hochschulen sollen schneller Jobs schaffen

Düsseldorf..  Die NRW-Landesregierung will die Gründung junger Unternehmen aus Hochschulen erleichtern. Kluge Ideen und neue Forschungsergebnisse sollen schneller in Patenten und Produktionen umgesetzt werden. Mit einem Programm von insgesamt 70 Millionen Euro aus EU- und Landesmitteln soll bis 2020 eine Gründerwelle angestoßen werden. „Zu oft fließt NRW-Kapital nach Berlin“, sagte Wirtschaftsminister Duin (SPD). Künftig sollen Investoren mit Erfindern aus Hochschulen direkt zusammen gebracht werden. Die Opposition kritisierte die „späte und unzureichende Gründungs-Initiative“.

Aus NRW-Hochschulen kamen zuletzt jedes Jahr etwa 350 Erfindungen mit rund 140 Patenten. Patent-Scouts sollen in der neuen Start-up-Initiative Brücken zwischen Erfindern und Anwendern schlagen. Duin räumte ein, dass die Neigung von Hochqualifizierten in NRW nicht besonders ausgeprägt sei, den Sprung in die Selbstständigkeit zu wagen. Die Quote der Selbstständigen liege in NRW mit 9 Prozent klar unter dem Bundesschnitt (11).