Klug verteidigt, kein Promi-Bonus

Wegen Untreue, Kreditbetrug und Urkundenfälschung wird Gerd Niebaum, der ehemalige Präsident von Borussia Dortmund, verurteilt.
Wegen Untreue, Kreditbetrug und Urkundenfälschung wird Gerd Niebaum, der ehemalige Präsident von Borussia Dortmund, verurteilt.
Foto: Bernd Thissen/dpa/Archiv

Es gibt die ersten Stimmen, die beim milden Urteil gegen den früheren BVB-Präsidenten Gerd Niebaum von einem Promi-Bonus reden. Das ist falsch, denn die Bewährung hat der ehemalige Rechtsanwalt sich selbst zu verdanken.

Zu Beginn des Ermittlungsverhaltens hatte er die Schuld von sich gewiesen. Vor Gericht entschloss er sich dann doch zu einer klugen Verteidigung.

Ohne auf eine richtige Urteilsabsprache vertrauen zu dürfen, legte er ein Geständnis ab, zeigte zumindest Reue und zahlte im Vorfeld den Schaden zurück. Hätte ein Thomas Middelhoff derartige Einsicht vor Gericht gezeigt, er hätte sich Haftzeit ersparen können.

Beim ehemaligen Dortmunder "Sonnenkönig" Gerd Niebaum bleibt nur die Frage, warum er seinen Ruf derart beschädigt hat. Denn die Rückzahlung des Schadens zeigt, dass er so mittellos wohl doch nicht war.