Klimawandel-Folgen in Deutschland stark spürbar

Berlin..  Die Folgen des Klimawandels sind nach einem Regierungsbericht in Deutschland deutlich spürbar. So sei die Zahl der Tage mit Temperaturen über 30 Grad von drei auf acht pro Jahr gestiegen. Von diesen Hitzewellen seien unter anderem die Energieversorgung, die Landwirtschaft und die Gesundheitsvorsorge betroffen, heißt es in dem am Samstag erstmals vorgelegten „Monitoringbericht der Bundesregierung zur Anpassung an den Klimawandel“.

Steigende Temperaturen bergen demzufolge Gesundheitsrisiken, da die Hitze Menschen stark belasten kann. In Regionen Süddeutschlands hätten sich wärmeliebende Insekten wie die Tigermücke ausgebreitet, die Krankheiten wie Malaria oder Dengue-Fieber übertragen könnten. In der Landwirtschaft führten Extremereignisse wie Stürme, Starkregen, Hagel oder Trockenheit zu großen Qualitätsschwankungen und Ertragseinbußen. Hitzeperioden hätten 2003 und 2006 die Stromproduktion in Kraftwerken wegen Kühlwassermangels teils massiv eingeschränkt.

Bewährt habe sich der Aufbau eines Hitzewarnsystems, dank dessen sich Pflegeeinrichtungen besser auf Hitzeperioden einstellen könnten, heißt es im Bericht. In der Landwirtschaft würden neue Sorten erprobt, denen längere Trockenheit weniger ausmache.