Klick war früher

Früher klebte man Fotos in Alben, beschriftete die Bilder, um sich später gut erinnern zu können und stellte die Bildbücher in ein Regal. War keine Zeit, wanderten die Aufnahmen in Kartons oder Schubladen; zudem gab es Schachteln mit noch nicht entwickelten Filmen und Negativstreifen in Hülle und Fülle. Heute wird alle Nase lang mit Handy oder Smartphone fotografiert, und längst sind gute Teile der Gerätespeicher voll mit „Selfies“ mit sich darauf, irgendwem daneben oder irgendwas dahinter. Bei den Händlern liegen Selfie-Stangen für den besseren Schuss, und es gibt Zeitschriften, die die Dinger testen. Kürzlich griff sogar ich zum Smartphone, um zu fotografieren. Nach nur wenigen Minuten hatte ich die Kamera aktiviert und löste mehrfach aus. Später stellte ich fest, dass jemand das Gerät in den Selfie-Modus gestellt hatte. Die Aufnahmen zeigten verzerrte Teile von mir und irgendwas im Hintergrund, eine Qualität fast wie damals mit der ersten echten Kamera. Alles wanderte in den Papierkorb, den ich nicht einmal leeren muss. Hat schon Vorteile, die neue Technik...