Kirche im Rheinland auf Sparkurs

Bad Neuenahr..  Die Evangelische Kirche im Rheinland streicht bis zum Jahr 2030 fast die Hälfte aller Beamtenstellen für Pfarrer. Statt derzeit 1900 soll es dann nur noch 1000 verbeamtete Pfarrer geben. Das beschloss gestern die Synode der evangelischen Kirche im Rheinland .

Weil bis dahin viele Pfarrer in Pension gingen, müsse die Kirche jetzt aktiv um Nachwuchs werben, sagte Vizepräsident Christoph Pistorius: „Da reicht es nicht, Flugblätter zu verteilen und ein paar Filmchen ins Internet zu stellen.“ Die Zahl der Neuzugänge müsse von jährlich rund 20 auf 50 angehoben werden. Auf die Frage nach den Folgen für die Gemeinden sagte der Vizepräsident, dass viele ein Eigeninteresse an weniger Beamtenstellen hätten, weil „der Pfarrdienst als Konstrukt sehr teuer ist“. Die Synode beschloss zudem den Beitrag der Gemeinden an die Versorgungskasse für die verbeamteten Pfarrer anzuheben. Ziel sei, die Kapitaldeckung der Versorgungskasse bis zum Jahr 2022 deutlich zu erhöhen.

Am Mittwochabend hatte die Synode ein Sparpaket von 11,3 Millionen Euro beschlossen. Es gehe darum, der nächsten Generation keine ungelösten Probleme zu hinterlassen, sagte Präses Manfred Rekowski Er lobte das gute Miteinander zwischen Synode und Kirchenleitung.

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