Kinderporno-Seiten zu spät gelöscht
15.08.2010 | 17:27 Uhr 2010-08-15T17:27:00+0200
Frankfurt/Main.Offenbar lassen sich Kinderporno-Seiten im Internet nicht schnell genug löschen. Laut einem Medienbericht hakt es bei ausländischen Websites. Jetzt könnten die umstrittenen Internetsperren doch noch kommen.
Das Löschen von Kinderpornografie im Internet dauert offenbar noch immer länger als erhofft. Nach bislang unveröffentlichten Zahlen des Bundeskriminalamts (BKA), die der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ vorliegen, waren im Juli 63 Prozent der entdeckten ausländischen Websites auch nach einer Woche noch verfügbar. Die absolute Zahl der ins Ausland gemeldeten Seiten stieg von 182 im Juni auf 262.
Die schlechte Löschquote wirft auch einen Schatten auf die Arbeit von „Inhope“, einem Dachverband von Meldestellen, mit dem das BKA seit Anfang Juni zusammenarbeitet und von dem sich Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) ein schnelleres Löschen verspricht. Ein Sprecher ihres Ministeriums sagte der Zeitung: „Die Erfolge von Inhope sind unbestritten, vor allem im Vergleich zu staatlichen Stellen.“ Andere Statistiken als die des BKA lägen dem Ministerium aber nicht vor.
In der Union werden die Zahlen als Beleg für die Notwendigkeit von Internetsperren gewertet. Die Statistik des BKA „bestätigt unsere Befürchtung“, sagte der Vorsitzende des Innenausschusses im Bundestag, Wolfgang Bosbach. „Natürlich ist die Löschung die bessere Lösung, aber wenn nicht gelöscht werden kann, muss Sperren möglich sein.“ Der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Hans-Peter Uhl (CSU), sagte: „Der einseitige Verlass auf Löschversuche und die kategorische Ablehnung von Internetsperren ist für mich kaum nachvollziehbar.“ (ddp)

08:37
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08:25
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05:51
Und weiter geht der unredliche und unmoralische Versuch der Regierung eine Art der Zensur unter dem Deckmäntelchen des Kinderschutzes zu etablieren. Man versuchts halt bis es klappt, gell liebe Regierung. Wärt Ihr mal bei dem Kampf gegen Armut und Arbeitslosigkeit genauso hartnäckig, da wäre schon viel gewonnen.
01:16
Cui Bono und Klaus 0815:
Danke, dass Sie meinen Gedankengang schon wunderbar zusammengefasst haben.
Volle Zustimmung!
Für jeden Dreck gibt es internationale Abkommen und Standards - wenns um die Beschneidung von Rechten und Freiheiten zum Zwecke persönlicher Bereicherung gewisser Gruppen geht.
Seiten mit Bildern vergewaltigter Kinder schnellstmöglich zu löschen bringt leider kein Geld... (womöglich eher im Gegenteil?)
Ein Schelm, wer Böses dabei denkt, nicht wahr?
21:58
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21:30
Schon merkwürdig, dass die Banken Phishing-Websites innerhalb von wenigen Stunden löschen lassen können, was bei Kinderpornos aber scheinbar nicht funktionieren soll.
Naja. Da gehts ja auch nicht um das ganz große Geld. Banken über alles!
19:28
Keiner hat die Absicht eine Internetmauer zu bauen.
17:47
Und es liegt natürlich nicht an der vollkommen dilettantischen und bürokratischen Vorgehensweise des BKA:
http://www.heise.de/tp/blogs/5/148025
Aber nicht, dass jetzt jemand auf den Gedanken kommt, das BKA hat an einer höheren Löschquote gar kein Interesse, um doch noch in den Besitz des ganz und gar nicht rechtstaatlichen Machtinstruments der Vorzensur zu kommen, was gerne mit dem Begriff Internetsperre verharmlost wird.
17:38
Hase-und-Igel-Rennen...wie so oft im Leben....