Das aktuelle Wetter NRW 16°C
Ehrenmorde

Keine Frage der Ehre

05.11.2010 | 16:36 Uhr

Essen. „Die Reinheit der Frau ist die Ehre des Mannes“, heißt es in einem türkischen Sprichwort. Wegen dieses mittelalterlich anmutenden Ehrverlustes mussten laut „ehrenmorde.de“ 2009 in Deutschland 25 Frauen und Mädchen sterben.

Empörung lösen oftmals nicht nur die schrecklichen Taten selbst aus, sondern zum Teil auch die Urteile. Immer wieder wurde in der Vergangenheit der „kulturelle Hintergrund des Angeklagten“ als strafmildernd betrachtet. Dabei gilt in Deutschland bei Gewaltverbrechen: gleiches Recht für alle.

Skandalöse Praxis einzelner Richter

Die skandalöse Praxis einzelner Richter – und durchaus auch Richterinnen – hat den Bundesgerichtshof in der Vergangenheit wiederholt be­schäftigt. In Karlsruhe wurden Urteile revidiert und im Oktober 2005 festgestellt: „Der Maßstab der niederen Beweggründe (als Voraussetzung, um auf Mord plädieren zu können, Anm. d. Red.) ist den Vorstellungen der Rechtsgemeinschaft der Bundesrepublik Deutschland zu entnehmen und nicht den Anschauungen einer Volksgruppe, die die sittlichen und rechtlichen Werte dieser Rechtsgemeinschaft nicht anerkennt.“

Das Urteil der obersten Richter gibt Grund zur Hoffnung und macht letztendlich auch das Urteil des Landgerichts Kleve im Ehrenmordfall Gülsüm S. unangreifbar. Im vergangenen Dezember hatten die Richter den Vater der jungen Kurdin, der nicht unmittelbar an der Tat beteiligt war, aber als Drahtzieher galt, zu lebenslanger Haft verurteilt.

DerWesten


Kommentare
07.11.2010
19:59
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #6

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

07.11.2010
18:01
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #5

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

07.11.2010
17:57
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #4

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

07.11.2010
14:52
Keine Frage der Ehre
von staatsbuerger | #3

Nun wird der Wahnsinn zur Realität.

Warum hat „Deutschland“, wie alle anderen Staaten der Welt, eigene Gesetze?
Wird im Ausland gegen bestehende Gesetze verstoßen, wird nach jeweiligem Landesrecht geurteilt und mit zum Teil drakonischen Strafen geahndet.

Hier wird in keiner Weise auf das Herkunftsland des Täters und die dort geltenden Gesetze und Lebensarten Rücksicht genommen.

Warum versucht man die deutsche Kultur, Lebensart und Gesetze für Menschen, die sich freiwillig entschlossen haben in unserem Lande leben zu wollen, außer Kraft zu setzen?

Wer, wie im falle von Muslimen nach dem Koran, und eine, dem Koran angepasste Gesetzgebung leben will, hat hierzu zig Möglichkeiten und braucht nicht in unserem Lande zu leben.

Meine Aussagen haben nichts, aber auch nicht das Geringste mit Fremdenhass und Rassismus zu tun.

Wenn sich das Ganze in unserem Lande so weiter entwickelt, kann man unser Land in „ Aller Welt Land“ umbenennen, und eine neue, allen zu Gute ( zum Vorteil ) gereichende Gesetzgebung einführen.

Wenn unsere Politiker heute schon, demokratische Rechte – z. B. Demonstrationen- als Straftaten deklarieren – Demonstranten als Straftäter bezeichnen -, kann man für die Zukunft nur sagen „ Gute Nacht Deutschland“

07.11.2010
12:29
Keine Frage der Ehre
von oldbaer | #2

Leben wir eigentlich noch in Deutschland? Oder bestimmen Muslime inzwischen über unser Recht? Lese gerade das Buch SOS Abendland von Udo Ulfkotte. Erschreckend, was der Islam in Europa anrichtet. Um sich dagegen zu wenden muß man nicht rechts sein.

06.11.2010
00:23
Keine Frage der Ehre
von dr.einstein | #1

Man sollte in dem Zusammenhang erwähnen, dass selbst die Türkei die strafmildernden Umstände bei Ehrenmord mittlerweile abgeschafft hat.

Aus dem Ressort
Osterruhe in der Ukraine? Timoschenko will Runden Tisch
Ukraine-Krise
Nach dem Genfer Friedenstreffen tut sich in der Ukraine wenig für eine Umsetzung der Beschlüsse. Nun schlägt Ex-Premier Timoschenko einen Runden Tisch vor. Eine echte Entspannung gibt es bisher nicht. Russlands Präsident Putin fordert die Ukraine auf, Gas-Schulde in Milliardenhöhe zu begleichen.
Rats-Bewerber will von Kandidatur zurücktreten - zu spät!
Kommunalwahl
Aus der Partei ist Ralf Welters, der für Bündnis 90/Grüne bei der Kommunalwahl antritt, schon ausgetreten. Nun will er auch seine Kandidatur für den Rat zurück ziehen - geht aber nicht, sagt die Duisburger Stadtverwaltung.
Hannelore Kraft prophezeit Groko Konflikte mit Bundesrat
Energiewende
NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft hat ihren Gestaltungsanspruch im Bundesrat bekräftigt. Die Große Koalition habe im Bundesrat keine Mehrheit. Im Interview spricht sie über ihr Bekenntnis zu Bildung und Infrastruktur, das Verhältnis von rot-grün in NRW und das Gelingen der Energiewende.
Amtsinhaber Bouteflika gewinnt Präsidentenwahl in Algerien
Algerien
Abdelaziz Bouteflika bleibt wie erwartet Präsident in Algerien. Die Opposition in dem öl- und gasreichen Land spricht von dreistem Wahlbetrug. Echte Beweise dafür gibt es jedoch bislang nicht.
Rüstungsfirmen wollen schneller über Exporte informieren
Waffenexporte
Die Rüstungs-Unternehmen wollen die Öffentlichkeit schneller über Waffenlieferungen ins Ausland informieren. Damit kommt die Industrie einer Forderung der Bundesregierung nach. Bislang werden Rüstungsgeschäfte manchmal erst nach zwei Jahren gemeldet.
Umfrage
Vermutlich wegen einer erhaltenen WhatsApp-Nachricht starb am 17. Februar eine 21-jährige Autofahrerin bei einem Unfall auf der B54 in Herdecke. Lassen Sie sich beim Autofahren vom Handy ablenken?

Vermutlich wegen einer erhaltenen WhatsApp-Nachricht starb am 17. Februar eine 21-jährige Autofahrerin bei einem Unfall auf der B54 in Herdecke. Lassen Sie sich beim Autofahren vom Handy ablenken?