Kein Fest zur Beschneidung an Karfreitag

Köln..  Ein islamisches Beschneidungsfest in größerem Rahmen darf in Köln nicht am christlichen Karfreitag stattfinden. Mit dieser Eil­entscheidung bestätigte das Verwaltungsgericht Köln ein Verbot der Domstadt. Die hatte die Feier in einem Veranstaltungssaal für mehrere hundert Personen untersagt. Geplant waren neben Koran-Lesungen Gesang, Tanz und ein Festmahl.

Damit aber habe die Feier auch unterhaltenden Charakter, erklärte der Gerichtssprecher Thomas Krämer am Dienstag die Gründe. Deshalb widerspreche das geplante Fest dem „besonderen Wesen des Karfreitag“ und wäre ein Verstoß gegen das Feiertagsgesetz, das unterhaltende Veranstaltungen an diesem Tag außerhalb von Wohnungen verbiete.

Der Kölner Gerichtssprecher sagte, die Beschneidung als religiöses Ritual solle bei den Feierlichkeiten nicht stattfinden, auch müsse diese Feier nicht aus religiösen Gründen am 3. April stattfinden. Da der ­Kar­freitag als einer der höchsten christ­lichen Feiertage „kalender­gebun­den“ ist, sei ihm deshalb ­Vorrang einzuräumen.

Der Vermieter des Saales hatte ge­gen das Veranstaltungsverbot ­ge­klagt. Er kann nun binnen zwei ­Wochen Beschwerde beim Ober­verwaltungsgericht einlegen.