Das aktuelle Wetter NRW 22°C
Politik

Kauder: Zypern spielt mit dem Feuer

22.03.2013 | 08:46 Uhr
Foto: /ddp/Axel Schmidt

Unions-Fraktionschef Volker Kauder (CDU) lehnt Pläne Zyperns ab, zur Krisenbewältigung unter anderem die Renten der Bevölkerung zu verpfänden. Im ARD-"Morgenmagazin" sagte Kauder am Freitag, das sei noch schlimmer als die vergleichsweise kleine Zwangsabgabe für Sparer. Rentner zu belasten sei kein zielführender Vorschlag.

Berlin (dapd). Unions-Fraktionschef Volker Kauder (CDU) lehnt Pläne Zyperns ab, zur Krisenbewältigung unter anderem die Renten der Bevölkerung zu verpfänden. Im ARD-"Morgenmagazin" sagte Kauder am Freitag, das sei noch schlimmer als die vergleichsweise kleine Zwangsabgabe für Sparer. Rentner zu belasten sei kein zielführender Vorschlag.

Kauder mahnte: "Die Regierung in Zypern muss den Menschen die Wahrheit sagen". Die ursprünglich geplante Abgabe von 9 oder 6 Prozent von Sparguthaben sei vergleichsweise wenig zu dem was passiere, wenn die Banken pleitegingen. Dann dürften 70 bis 80 Prozent der Einlagen weg sein.

Zypern müsse jetzt einen Vorschlag machen. "Sonst wird es ganz eng", warnte der CDU-Politiker und fügte hinzu: "Zypern spielt mit dem Feuer." Das Parlament in Nikosia

Das Land muss 5,8 Milliarden Euro auftreiben, um Hilfszahlungen von 10 Milliarden Euro von den europäischen Partner und dem Internationalem Währungsfonds (IWF) zu ermöglichen. Dieses Geld über eine einmalige Steuer auf Bankguthaben zu besorgen, hatte das Parlament abgelehnt. Es soll nun am Freitag über einen neuen Rettungsplan abstimmen. Dieser sieht einen Solidaritätsfonds vor, zu dem auch die Rentenkassen und die Kirchen beitragen sollen.

dapd

dapd

Kommentare
Funktionen
Fotos und Videos
Sakurai und Co.
Bildgalerie
Fotostrecke
Ein Zeichen für die Pressefreiheit
Bildgalerie
Demonstration
7754478
Kauder: Zypern spielt mit dem Feuer
Kauder: Zypern spielt mit dem Feuer
$description$
http://www.derwesten.de/politik/kauder-zypern-spielt-mit-dem-feuer-id7754478.html
2013-03-22 08:46
TOP,Europa,Zypern,Kauder,
Politik