Kauder nach Äußerung zur Homo-Ehe in der Schusslinie
20.12.2010 | 20:45 Uhr 2010-12-20T20:45:00+0100
Essen.Volker Kauder wird für seine Äußerungen zum Kinderwunsch homosexueller Paare kritisiert. Von „blankem Populismus“, sprach NRW-Emanzipationsministerin Steffens. „Für Menschen wie ihn haben wir einen Runden Tisch gegen Homophobie gegründet.“
Für seine Aussage, dass er nicht glaube, dass Kinder in einer homosexuellen Partnerschaft aufzuwachsen wünschten, erntete CDU/CSU-Bundestagsfraktionschef Volker Kauder Kritik aus allen Parteien. „Kauders Aussage ärgert mich sehr. Vor allem, weil sie ohne Not gemacht wurde“, sagte Alexander Vogt, Bundesvorsitzender der Schwulen und Lesben in der Union der WAZ-Mediengruppe
Für NRW-Emanzipationsministerin Barbara Steffens (Grüne) sind die Äußerungen des CDU-Mannes Kauder gar „blanker Populismus“. „Er weiß nicht, wovon er redet“, sagte die Ministerin der WAZ-Gruppe. Und: „Für Menschen wie Kauder haben wir in NRW einen Runden Tisch gegen Homophobie gegründet.“ Steffens hatte erst kürzlich ein Maßnahmenpaket zur Stärkung der Rechte von Homosexuellen vorgelegt.
Politisch-taktischer Hintergrund
Auch der Dortmunder FDP-Bundestagabgeordnete Michael Kauch widersprach Kauder. „Es gibt Tausende Kinder, die bei Homosexuellen groß werden“, so Kauch. „Alle Studien belegen, dass dies keine negativen Folgen für die Kinder hat“. Auch FDP-Bundestagfraktions-Vize Miriam Gruß kritisierte Kauder: „Das ist absurd. Es ist nicht die Aufgabe von Herrn Kauder zu entscheiden, was sich Kinder wünschen. Für Kinder ist es entscheidend, dass sie stabile Bindungen haben. Die können sie sowohl zu heterosexuellen als auch zu homosexuellen Paaren aufbauen.“
Die scharfen Worte von Unions-Fraktionschef Volker Kauder gegen Adoptionen von Kindern durch homosexuelle Paare hat auch einen politisch-taktischen Hintergrund: Erst vor wenigen Wochen hatte sich die Mehrheit der Justizminister der Bundesländer für ein vollständiges Adoptionsrecht für Homosexuelle ausgesprochen.
Gemeinsame Adoption bislang nicht möglich
Und so sieht die derzeitige Rechtslage aus: Bisher steht die Möglichkeit einer Adoption lediglich Eheleuten und Alleinstehenden zu. Homosexuelle in einer eingetragenen Lebensgemeinschaft können zwar das leibliche Kind des Partners adoptieren. Eine gemeinsame Adoption ist aber nicht möglich, was unter anderem negative Auswirkungen auf die Hinterbliebenenversorgung des Kindes hat.
Doch auch unter den Länderministern war die Forderung umstritten. Der damalige Hamburger Justizsenator Till Steffen (Grüne) bezeichnete die derzeitige Einschränkung des Adoptionsrechtes als „nicht systemgerecht“. Es handele sich um einen Verstoß gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz. Niedersachsens Justizminister Bernd Busemann (CDU) betonte dagegen, er habe dem Beschluss nicht zugestimmt.
Streitpunkt in der Koalition
Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) verwies auf die schwierige Gemengelage in der schwarz-gelben Regierung. Die Liberalen-Politikerin unterstützte ein Adoptionsrecht für Schwule und Lesben. „Die Union lehnt es ab“, musste auch sie allerdings konstatieren. Dies hat Kauder mit seinen Äußerungen nun noch einmal bestätigt.
Allerdings: Auch in der Union gibt es eine Diskussion um das Familienbild. Ursula von der Leyen und andere stehen für ein liberales Familienbild. Kauder macht sich nun zum Fürsprecher der Konservativen in der Union. Alexander Vogt, Bundesvorsitzender der Schwulen und Lesben in der Union, erklärte gestern dazu: „Kauders Aussage ärgert mich sehr. Vor allem, weil sie ohne Not gemacht wurde.“
Rechtslage hin, Forderungen her – in Deutschland wachsen inzwischen mindestens 6600 Kinder in sogenannten „Regenbogenfamilien“ auf. Meist mit zwei lesbischen Müttern, seltener mit zwei schwulen Vätern. Die meisten Kinder stammen aus früheren heterosexuellen Beziehungen einer der Partner. Nach einer Studie der Uni Bamberg könnte es bundesweit nicht nur 6600, sondern über 12 000 dieser Regenbogenkinder geben.

21:54
@66
Denken scheint hier im Forum ein echtes Problem zu sein. Lesen Sie mal meine Posts genau durch. Alles immer nur kleinlich an Einzelbsp. hochzuziehen ist so typisch. Auch für Sie. NATÜRLICH ist diese Lebensart eine ENTSCHEIDUNG. Genau wie die Entscheidung Hetero zu leben. Da kann man dann sogar noch weiter differenzieren. Aber wenn man nicht verstehen will...
Natürlich ist beim Menschen die Homosexualität eine evolutionäre Sackgasse. Scheinbar in Bio nicht aufgepasst. Oder ich habe irgendeinen Evolutionssprung verpasst. Solche an den Haaren herbeigezogenen Bsp. haben damit aber auch überhaupt nix zu tun. Wieder nix verstanden.
Auch wenn es Sie vor einer enormen Heruasforderung stellen sollte, aber Nachdenken gehört auch zu den Pflichten.
Gruß
Balu
09:02
Auch unter Schwulen und Lesben offensichtlich genauso ausgeprägt wie unter Heteros. Jeder ist sich selbst der nächste und jeder hat nur Rechte. Aber wie sieht das mit den Pflichten aus? Ach ja, die haben immer nur die anderen. Ich finde es bedenklich, wenn man sich für eine Lebensart entscheidet die evolutionär in die Sackgasse führt...
Hmm, angesichts der Tatsache das die Welt ÜBERBERVÖLKERT ist, in manchen Großfamilien der ERnährer ausfällt (und dann z.B. ein kinderloser Verwandter mit aushilft), es HS schon IMMER als durchlaufenden Posten gegeben hat, sehe ich keine evolutionäre Sackgasse.
Und wer hier von ENTSCHEIDUNG für eine Lebensart spricht, (was wäre die Alternative? Zölibat? Ein leben in Lügen führen???), der glaubt wohl auch noch das die Erde eine Scheibe ist.
Übringens:
Jeder ist sich selbst der nächste und jeder hat nur Rechte. Aber wie sieht das mit den Pflichten aus? Ach ja, die haben immer nur die anderen.
Wirklich???? als die Homo-EHE eingeführt wurden, haben die Paare SÄMTLICHE!!!! PFLICHTEN!!!! übernommen und dafür einen Bruchteil ! ehelicher Rechte!!!
Ein gab einen Aufschrei, als diese Paare versehentlich von der UNterhaltspflicht ausgenommen wurden, da diese vorher explizit als nicht ehenähnlich eingestuft wurden und sich somit eine Lücke ergab - diese wurde seltsamerweise schnell geschlossen (wie, plötzlich doch eheähnlich??), weil die Gegner ihr Eigentor bemerkten...
bei den Rechten wird nach wie vor um jeden Milimeter gekäpmft.
Also sie verdrehen offenbar die Realität... wo erfüllen denn bitteschön kinderlose Ehepaare ihre Pflichten????
08:52
Armes Deutschland und Schande über euch Randgruppen, die unser aller Ansehen in den Dreck ziehen... :-((
Diese Randgruppen gibt es WELTWEIT!!
Das Ansehen in der Welt? Das beschädigen die LÄnder selbst, indem sie von Menschenrechten in der Welt sprechen, diese woanders einfordern und sich im eigenen Land durch die Behandlung ihrer Minderheiten nicht daran halten... siehe die unsägliche dont ask - dont tell Regelung der USA, die jetzt endlich abgeschafft wurde (als letztes westliches Land in der Welt - peinlich!)
Ich denke mal dass Beitrag Nr. 64 rkastisch gemeint war, andernfalls hat die Redaktion hier gepennt!
20:52
Tja, Herr Kauder,
voll ins Schwarze.
Meinen Glückwunsch zu dem gelungenen Kommentar.
Endlich traut sich auch mal jemand in der Öffentlichkeit zu sagen, was die meisten denken und auch absolut der Normalität entspricht.
Wie heißt es doch gleich: Ein Kind braucht Mutter & Vater und nicht ein Paar bestehend aus krankhaften Schwulen oder Lesben.
Solche Menschen sollten sich medikamentös behandeln, oder wenn das nicht funktioniert, -einschläfern lassen, zum Wohl aller.
Ich weiß nicht, warum sich immer wieder irgendwelche Minderheiten finden, die diese Aussagen hart angreifen. Vermutlich handelt es sich hierbei um schwule (oder lesbische) Randgruppen, die keiner will und die sich zu profilieren versuchen.
Armes Deutschland und Schande über euch Randgruppen, die unser aller Ansehen in den Dreck ziehen... :-((
18:13
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15:55
@60
Die Frage haben Sie sich doch selbst klar und deutlich beantwortet ;-)
Gruß
Balu
15:09
#59
also soll jeder Mensch mit Kind, sollte er sich anders orientieren , unglücklich und unzufrieden leben, zum Wohle des Kindes?
Dürfte es auch keine Scheidungen geben.
15:00
@58
Steht auch in keinem Gegensatz zu dem was ich vorher geschrieben habe.
Aber gerade dann, vor allem wenn bereits Kinder vorhanden sind, sollte man sich bewusst sein, daß das ganz gravierende Auswirkungen haben kann.
Aber da wiederhole ich mich nur und ist auch nur meine Meinung ;)
Und zur letzten Frage. Das muß jeder für sich entscheiden.
Gruß
Balu
13:54
#57
schon mal drüber nachgedacht, das Väter ihr Coming Out erst später haben können oder Mütter nach der Geburt ihrer Kinder merken, der MANN nicht der Richtige ist?
Anders gefragt: Wer sagt, was richtig oder falsch ist?,