Kardinal Woelki distanziert sich

Köln..  Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki hat sich von einem Kommentar in der Kirchenzeitung seines Erzbistums distanziert, in dem Homosexuelle in einen Zusammenhang mit Dieben und Einbrechern gestellt werden. Der strittige Kommentar gebe nicht die Meinung des Erzbischofs wider, sagte ein Bistumssprecher dem „Kölner Stadt-Anzeiger“: „Kardinal Woelki hat wiederholt deutlich gemacht, dass die Diskriminierung Homosexueller nach der Lehre der Kirche nicht zu tolerieren ist.“

Auch bei der Kirchenzeitung selbst war man um Schadensbegrenzung bemüht. Der Autor entschuldigte sich für den „untauglichen Vergleich“: „Mir liegt es fern, mit dem Vergleich irgendjemanden zu diskriminieren.“ Chefredakteur Robert Boecker meinte, die Kirchenzeitung des Bistums sei ein „meinungsfreudiges Medium“. Die „lebendige Diskussion“ unterschiedlicher Standpunkte sei ihm wichtig: „Allerdings ist selbstverständlich, dass eine solche Diskussion nicht persönlich oder gar diskriminierend wird.“