Kämpfe in der Ukraine toben weiter

Donezk/Kiew..  Vor der vereinbarten ­Waffenruhe für das Kriegsgebiet Donbass in der Ostukraine belasten neue Kämpfe und Streit um die Umsetzung des Minsker Abkommens den Friedensprozess. Das ukrainische Militär berichtete von mindestens elf getöteten Soldaten. Nach Darstellung der prorussischen Separatisten kamen bei Gefechten mindestens zehn Menschen ums ­Leben. „Unser Ziel ist, die Kontrolle über Donezk und Lugansk zurück­zuerlangen“, bekräftigte der prowest­liche Regierungschef Arseni Jazenjuk in Kiew. Die Aufständischen warfen Kiew vor, den Abmachungen vom Ukraine-Krisengipfel in Minsk auszuweichen.

Am Sonntag soll in der Ostukraine eine Feuerpause in Kraft treten. Diese hatten Russen und Ukrainer unter ­Vermittlung von Kanzlerin Merkel und Frankreichs Präsident Hollande in einem 17-stündigen Gesprächsmarathon vereinbart. Abgesprochen sind ­zudem der Abzug schwerer Waffen und ein Gefangenenaustausch.

Der ukrainische Präsident Petro ­Poroschenko warnte, es gebe keine ­Garantie, dass sich alle Seiten streng an die Vereinbarungen halten. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier sagte, die Zeit bis zum Inkrafttreten der Waffenruhe sei nun „besonders heikel“.

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