Jusos stärken Steinmeier den Rücken
20.06.2009 | 09:35 Uhr 2009-06-20T09:35:00+0200
München. Das tat sicher gut. Der SPD-Nachwuchs steht hinter Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier. Das bekam dieser beim Bundeskongress der Jusos in München zu spüren. Trotz Kritik in Einzelfragen gab es viel Jubel. Juso-Vorsitzende Franziska Drohsel wurde für zwei weitere Jahre wiedergewählt.
Die Jusos üben den Schulterschluss mit dem SPD-Kanzlerkandidaten Frank-Walter Steinmeier. Auf dem Bundeskongress der SPD-Nachwuchsorganisation gab es am Freitagabend in München trotz Kritik in Einzelfragen viel Jubel für den Außenminister. Steinmeier rief zu einem «fulminanten» Wahlkampf auf und betonte: «Alles ist offen, alles ist möglich!»
Die Juso-Vorsitzende Franziska Drohsel wurde anschließend mit einem Ergebnis von 69 Prozent für weitere zwei Jahre in ihrem Amt bestätigt. Die 29-Jährige bekam 200 von 289 abgegebenen Stimmen. 84 Delegierte stimmten mit Nein, 5 enthielten sich. Bei ihrer ersten Wahl im November 2007 hatte sie ein Ergebnis von 76 Prozent bekommen.
Drohsel versicherte, die Jugendorganisation werde dafür kämpfen, dass Steinmeier Kanzler werde. Allerdings müsse sich die SPD mit ihrem «Glaubwürdigkeitsproblem» auseinandersetzen. So müsse den Menschen in den nächsten Wochen vermittelt werden, dass die Partei es ernst meine mit der Bekämpfung der «sozialen Spaltung».
Drohsel fordert sozialeres Profil der SPD
Bereits zum Auftakt des dreitägigen Kongresses hatte Drohsel ein sozialeres Profil der SPD verlangt. Die Partei müsse hier «nachlegen«. Drohsel rief den knapp 300 Delegierten zu, die Jusos müssten die SPD «von links antreiben». Sie verwies auf die Forderungen nach einer Wiedereinführung der Vermögenssteuer und einer Abschaffung des Ehegattensplittings. Drohsel wandte sich zugleich gegen «vermeintliche Zwänge der Realpolitik».
Steinmeier mahnte: »Wir sollten nicht viel mehr versprechen, als wir in der Politik halten können.« Der Kanzlerkandidat fügte mit Blick auf die Rufe der Jusos nach einer Vermögenssteuer hinzu, er wolle »etwas bewegen« und keine »Traditionsforderungen« aufstellen, von denen er ahne, dass daraus wieder nichts werde.
Steinmeier betonte, bei der Bundestagswahl gehe es um eine «Richtungsentscheidung von großer Dimension». Die SPD setze auf soziale Gerechtigkeit statt auf eine «marktradikale Ideologie», die verantwortlich für die Wirtschaftskrise sei. Steinmeier warnte, es dürfe keine schwarz-gelbe Mehrheit geben. Heftige Attacken richtete er an die Adresse der FDP.
"Mehr der Realität zuwenden"
Drohsel warb in ihrer Rede für einen «demokratischen Sozialismus». Kapitalismuskritik bleibe «so wichtig wie notwendig». Links sein heiße, die ungleiche Verteilung von Vermögen nicht hinzunehmen. Drohsel betonte ferner, die Jusos seien zwar die Jugendorganisation der SPD, aber gleichzeitig ein «eigenständiger linker Jugendverband».
Die Rede der Juso-Chefin stieß auf viel Beifall. Allerdings gab es auch Kritik. Der nordrhein-westfälische Juso-Vizechef Marcel Murawski forderte, der SPD-Nachwuchs müsse sich «mehr der Realität zuwenden». Die Organisation habe durch «Utopien» einen Status erreicht, «in dem die SPD uns nicht mehr ernst nimmt». Aus den Reihen der Delegierten kamen daraufhin Pfiffe und Buh-Rufe.
Der Kongress steht unter dem Motto «Gemeinsam Mehr». Am Samstagabend tritt Parteichef Franz Müntefering beim SPD-Nachwuchs auf. (ddp)

16:43
Steinmeier ist ein Wendhals. Auch er verantwortet die unsozialen Praktiken der Vergangenheit. Darum laufen die Wähler weiter weg. Auf unter 20 %. Gut so.
21:43
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20:29
Ha ha ha....
Tja, wenn sie ihre Energie so vergeuden möchten...oder sie hoffen vielleicht drauf, dass sie einen der 4 millionen jobs abbekommen, die steinmeier zaubert....
19:52
Wenn sich nun schon die JUSOS dieser politischen Schlaftablette Steini anbiedern muss diese Partei ja sehr weit gesunken sein. Es wäre erstmalig in der 125 Jährigen SPD-Geschichte, wenn die Jusos nichts mehr an ihrer Parteiführung herumzumäkeln haben.
19:49
War selbst 18 Jahre aktives SPD-Mitglied und aktiver JUSO. Es wäre erstmalig, wenn die SPD den Jusoes einmal etwas zubilligen würde. Ansonsten ist diese SPD schon weit gesunken, wenn sie nun auf die Mithilfer der JUSO´s angewiesen ist. Ein Zeichen, dass dieser Verein nun endlich am Ende ist. Gottseidank hatte ich diese SPD bereits vor Jahren verlassen.
18:23
Jusos stärken Steinmeier den Rücken
Dann haben die sicher was geraucht.
;-)
16:07
#19 von Gerzp
Ist doch egal von wem Steinmeier den Rücken gestärkt bekommt ,die Mistpartei wird nach dem September nie wieder regieren .Die SPD ist tot sie weist es nur noch nicht!
Ich bin der gleichen Meinung Arbeiterverräter sind diese SPD- Genossen, abwählen.
Und dazu die Steigbügelhalter für den Überwachungsstaat !
20:20
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20:06
Jusos stärken Steinmeier den Rücken
Ja genau so bekloppt sind die!
18:25
HERR STEINMEIER; SIE SIND MITVERANTWORTLICH FÜR DIE FOLTER VON HERRN KURNAZ!!!!!!!!