Junge "CDU2017" fordert für jeden Schüler Tablets und Wlan

Für jeden Schüler ein Tablet-PC lautet eine Forderung der CDU-Gruppe von rund 50 jungen Politikern für eine neue Agenda 2020.
Für jeden Schüler ein Tablet-PC lautet eine Forderung der CDU-Gruppe von rund 50 jungen Politikern für eine neue Agenda 2020.
Foto: dpa/Archiv
Was wir bereits wissen
Die Gruppe "CDU2017" legt nach: Nach Reformen auf anderen Gebieten rückt der Politik-Nachwuchs jetzt das Thema Schule und Bildung stärker in den Vordergrund. Die junge Vereinigung fordert Tablets für jeden Schüler, Wlan an den Schulen, Kopfnoten und Zentralabitur.

Berlin.. Erst haben sie Reformen angemahnt, jetzt legt die Gruppe „CDU2017“ nach. Die Jungpolitiker rufen in einem Thesenpapier zur Aufholjagd in der Bildungspolitik auf. „Heute sind wir ins Hintertreffen geraten“, schreiben sie über ihre Partei.

Zu ihrer Agenda 2020 für die Bildung zählen zentrale einheitliche Abschlussprüfungen, ein Bekenntnis zum Gymnasium, vor allem mehr digitale Kompetenz: „Dazu gehören Wlan-Netze an Schulen genauso wie ein Tablet für jeden Schüler.“

Der Bundestagsabgeordnete Matthias Hauer sagte unserer Redaktion, „es muss auf allen Ebenen klar sein: Wir gehen in keine Regierung ohne das Bildungsressort“. Mit dem Thesenpapier will man nach den Worten seines Kollegen Patrick Sensburg „schon die Weichen für eine gute programmatische Arbeit ab 2017 stellen“. Mit der Bildung könne „man keine Wahl gewinnen“, so der Thüringer Tankred Schipanski, „aber Wahlen verlieren“.

Vergleichbare Standards gefordert

Im Papier erinnert die CDU-Gruppe um den Abgeordneten Jens Spahn daran, dass die Christdemokraten in den „vergangenen Jahrzehnten“ die Bildungspolitik erfolgreich mitgestaltet hätten, aber heute nur noch drei Kultusminister in 16 Ländern stellten: „Das ist zu wenig.“

Richtungsstreit Sie wollen keine Bundeskompetenz in der Bildung, aber vergleichbare Standards: „Der Schulabschluss in Berlin oder Hamburg darf nicht weniger wert sein, als der Schulabschluss in Bayern.“ Eine „wirkliche Verbindlichkeit“ sei letztlich nur durch einen Staatsvertrag der 16 Länder möglich. Ziel: Einheitliche Schulabschlussprüfungen. Sie fordern auch stärkeren Leistungsbezug. Dazu gehört nach laut Schipanski etwa, dass Schüler „sitzen bleiben können“, Kopfnoten „etwas Gutes“ seien und „die Schreibschrift erhalten bleibt“.