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Joachim Gauck wird für "wilde Ehe" mit künftiger First Lady Daniela Schadt kritisiert

21.02.2012 | 13:52 Uhr
Joachim Gauck wird für "wilde Ehe" mit künftiger First Lady Daniela Schadt kritisiert
Joachim Gauck hat mit seiner "wilden Ehe" eine Debatte ausgelöst.Foto: dapd

Berlin.  Immer mehr Politiker mischen sich in die Debatte um die "wilde Ehe" des designierten Bundespräsidenten Joachim Gauck ein. Während Guido Westerwelle eine Debatte über die "wilde Ehe" als "stillos" bezeichnet, forderte ein CSU-Politiker Gauck deutlich auf, seine "persönlichen Verhältnisse zu ordnen". Die Stimmen im Überblick.

Der CSU-Bundestagsabgeordnete Norbert Geis hat das designierte Staatsoberhaupt Joachim Gauck aufgefordert, "seine persönlichen Verhältnisse so schnell als möglich zu ordnen". Dies "dürfte wohl im Interesse des Herrn Gauck selbst sein", damit "insoweit keine Angriffsfläche geboten wird", sagte Geis der "Passauer Neuen Presse". Der künftige Bundespräsident Joachim Gauck lebt seit 1991 von seiner Ehefrau Gerhild - genannt "Hansi" - getrennt, ist aber nicht geschieden. Seit zwölf Jahren ist die Nürnberger Journalistin Daniela Schadt (52) die Lebensgefährtin des 72-Jährigen. Im Vorfeld der knapp verlorenen Bundespräsidentenwahl 2010 hatten Gauck und Schadt für den Fall eines Wahlerfolgs erwogen, aus der "wilden Ehe" eine richtige Ehe zu machen.

Mittlerweile hat sich Außenminister Guido Westerwelle (FDP) in die Debatte um die "wilde Ehe" von Gauck eingeschaltet. "Die Kritik an den persönlichen Lebensverhältnissen des nominierten Bundespräsidenten ist stillos", sagte Westerwelle der "Rheinischen Post". Deutschland sei ein "modernes Land", so Westerwelle.

Thierse äußert sich scherzhaft zu Gaucks "wilder Ehe"

Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) ermunterte Gauck scherzhaft, Frau Schadt zu heiraten. "Ich unterstelle mal, dass er seine Lebenspartnerin auch liebt. Und da bin ich dann wiederum auch konservativ, die Frau, mit der ich zusammenlebe und auch weiter zusammenleben will, die kann ich doch auch heiraten", sagte Thierse dem Nachrichtensender N24 am Dienstag.

Die Nominierung von Joachim Gauck für das Amt des Bundespräsidenten findet indes in der Bevölkerung großen Beifall. Nach einer am Montagabend durchgeführten Umfrage für das Hamburger Magazin "stern" halten mehr als zwei Drittel der Deutschen (69 Prozent) die Entscheidung von Union, FDP, SPD und Grünen, Gauck zum neuen Staatsoberhaupt zu wählen, für eine gute Lösung. Nur 15 Prozent meinen, ein anderer Kandidat wäre für das Amt besser geeignet gewesen. 16 Prozent der Befragten äußerten keine Meinung. Bei Twitter und Facebook gab es hingegen viel Kritik für Gauck.

Essener zu Gauck

(afp/dapd)

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Kommentare
23.02.2012
21:33
Joachim Gauck wird für
von diebels69 | #49

verheiratet oder nicht ... wer braucht das Amt des Bundespräsidenten.
Ist doch genau wie Wetten Dass ... braucht auch keiner.

23.02.2012
20:56
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von endbureaucrazybullies | #48

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23.02.2012
17:06
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von JoachimGauckcom | #47

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23.02.2012
11:58
Joachim Gauck wird für
von holger1949 | #46

Ein absoluter Schwachsinn, dieser Titel.

22.02.2012
02:51
Weiter so Herr Gauck!
von ProDiskussion | #45

Es ist gut, dass Herr Gauck sich im Unterschied zu seinem substanzlosen Vorgänger Wulff für Thilo Sarrazin im Sinne der Meinungsfreiheit ausgesprochen hat. Ich schätze ihn zudem aufgrund seiner Distanz zum "realen Sozialismus". wieter so, Herr Gauck. Lassen Sie sich nicht durch das Gegeifer von Ströbele, Kolat und anderen Konsorten den Mund verbieten.

21.02.2012
18:28
Joachim Gauck wird für
von 1980yann | #44

@43
Wo ist denn jetzt das Problem?
Niemand zwingt Sie zu einer "wilden Ehe" ...

1 Antwort
Joachim Gauck wird für
von woelly | #44-1

Das ist auch gut so, denn ich lasse mich auch nicht zwingen!

21.02.2012
18:23
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von woelly | #43

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21.02.2012
18:00
alberne Debatte
von 1980yann | #42

Also diese Angriffe sind doch wirklich albern! Herr Gauck kann sehr wohl selbst entscheiden, wie er mit seiner Partnerin zusammenlebt!
Und es ist schon schlimm, wie im 21. Jahrhundert immer noch die Konfessionsfundamentalisten (#33) aus ihren Löchern kriechen.

Zu Gaucks Äußerungen - die werden absichtlich verkürzt dargestellt. Wenn er sich gegen die Verwendung des Wortes "Montagsdemonstration" für die Hartz-IV-Proteste wehrt, wird daraus eine Verunglimpfung der Proteste gemacht. Wenn er sich in einer konkreten Situation zur Sinnhaftigkeit einer Forderung nach Besetzung der EZB (nicht gerade die Heimat des Investmentbankings) äußert, wird das umgelogen zu einer Äußerung über die gesamte Occupy-Bewegung. Bei seinen Äußerungen über die Vorratsdatenspeicherung wird seine Forderung nach Verhältnismäßigkeit verschwiegen, weil das vollständige Zitat ihn nicht ausreichend in schlechte Licht rücken würde ...

21.02.2012
17:59
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von woelly | #41

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1 Antwort
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von woelly | #41-1

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21.02.2012
17:53
Als gäbe es nicht andere Probleme.
von sprichdichaus | #40

Herr Gauck ist für das Amt die beste Wahl die man treffen konnte. Auch im Amt des Bundespräsidenten sollte man das Recht auf freie Gestaltung und Planung des Privatleben haben. Wir fordern es ja auch für uns ein und sollten dies auch anderen zugestehen.

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