Jetzt ist die Mafia beleidigt

Der Fifa-Skandal erregt die Gemüter. Tausende Freiwillige in den Fußball-Clubs des Reviers sehen sich plötzlich einem schlimmen Verdacht ausgesetzt. Ist auch der sonst so nette Platzwart von Hemdhoch Leithe ein Teil des Systems Blatter: bestechlich, korrupt?

Und noch eine Gruppierung fühlt sich auf einmal geächtet – und meldet sich empört zu Wort. In einem Brief aus Süd-Italien ereilt uns eine offizielle Beschwerde der Mafia. Sie verwahrt sich dagegen, mit der Fifa in einem Atemzug genannt zu werden. Das Wort „Mafifa“ verunglimpfe die vielen hart arbeitenden Schutzgelderpresser und Totschläger. Das hätten diese nicht verdient, schreibt ein gewisser Luigi Corleone. Warum er seinem Brief eine Pistolenkugel beigelegt hat, ist mir unklar.

Ich schaue noch einmal ins Lexikon – und stehe zu dem Vergleich: Mafia sei „die Bezeichnung für einen streng hierarchischen Geheimbund, der seine Macht durch Erpressung, Gewalt und politische Einflussnahme zu festigen und auszubauen versucht“, heißt es da.

Und da soll man nicht an die Fifa denken?