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Haushaltshilfen

Jeder zehnte Haushalt lässt Putzhilfen schwarz arbeiten

24.09.2012 | 11:47 Uhr
Jeder zehnte Haushalt lässt Putzhilfen schwarz arbeiten
Putzfrauen werden in Deutschland oft schwarz beschäftigt.

Berlin.   Laut einer Umfrage im Auftrag der Minijob-Zentrale wollen aber viele Putzfrauen gar nicht angemeldet werden. Arbeitgeber wissen wiederum gar nicht, dass sie ihre Haushaltshilfe anmelden müssen.

In jedem zehnten Haushalt in Deutschland hat einer Studie zufolge schon einmal eine Haushaltshilfe schwarz gearbeitet. Die Hälfte dieser Haushalte habe sogar schon öfter eine Hilfe illegal für sich arbeiten lassen, berichtete die „Welt“ am Montag unter Berufung auf eine Umfrage im Auftrag der Minijob-Zentrale. Weitere elf Prozent könnten sich demnach vorstellen, in Zukunft eine Putz- oder Bügelhilfe schwarz zu beschäftigen.

Bei der Minijob-Zentrale waren dem Bericht zufolge im Juni 2012 insgesamt 242.743 Minijobber in deutschen Haushalten angemeldet. Das seien zwar fünf Prozent mehr als im Vorjahr, aber wohl immer noch nur ein Bruchteil aller Haushaltshilfen in Deutschland. Ein schlechtes Gewissen plagte den Großteil der 2000 Befragten kaum. Nur fünf Prozent von ihnen gaben gegenüber dem Forsa-Institut zu, wegen der illegalen Beschäftigung einer Hilfe Bedenken zu haben.

„Zu kompliziert“

Der Umfrage zufolge gaben 23 Prozent der Befragten an, der Helfer selbst wolle nicht angemeldet werden. Elf Prozent der Befragten räumten ein, sie wollten durch die Beschäftigung einer illegalen Hilfe Geld sparen. 15 Prozent war die Anmeldung zu kompliziert, 14 Prozent hatten sich noch gar nicht damit beschäftigt. Zwölf Prozent der Befragten wussten der Studie zufolge nicht, dass private Helfer angemeldet werden müssen.

Steuern
Steuerhinterziehung kostet Deutschland 65 Milliarden Euro

Steuerhinterziehung ist mehr als ein Kavaliersdelikt: Laut einer Studie eines Wirtschaftswissenschaftlers entgehen den deutschen Finanzämtern allein diesem Jahr 65 Milliarden Euro durch hinterzogene Steuern. Hinzu kommen weiter Milliarden durch Vermögen, die ins Ausland transferiert worden sind.

Die Minijob-Zentrale der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See ist der zentrale Ansprechpartner für geringfügige Beschäftigungen. Aufgabe ist die Abwicklung des Melde- und Beitragsverfahrens und die Beratung rund um die Minijobs. Bei Minijobs in Privathaushalten übernimmt sie auch die Anmeldung zur gesetzlichen Unfallversicherung und den Einzug der Beiträge für die Unfallversicherung.



Kommentare
25.09.2012
14:28
Jeder zehnte Haushalt lässt Putzhilfen schwarz arbeiten
von meinemeinung47 | #22

Eine private Putzhilfe, wohlmöglich auch noch Hartz IV-Bezieherin, die sich mal 20 - 30 € pro Woche damit hinzuverdient müßte doch mit dem Klammerbeutel gepudert sein, wenn sie einer Anmeldung dieser Tätigkeit zustimmt!

25.09.2012
13:41
Jeder zehnte Haushalt lässt Putzhilfen schwarz arbeiten
von captainkawa | #21

Nichtrauchen ist auch aktive Steuerhinterziehung! ^^

1 Antwort
Jeder zehnte Haushalt lässt Putzhilfen schwarz arbeiten
von woelly | #21-1

Nichtsaufen und ohne Licht beischlafen aber auch!

25.09.2012
10:04
Jeder zehnte Haushalt lässt Putzhilfen schwarz arbeiten
von wolfkrause | #20

Schon mal versucht, jemanden zum Putzen zu finden, der bereit ist, sich bei der Minijobzentrale anmelden zu lassen?

Es dürfte eher so sein, dass nur jede zehnte Putzstelle angemeldet ist.

1 Antwort
Jeder zehnte Haushalt lässt Putzhilfen schwarz arbeiten
von woelly | #20-1

Das denke ich auch, wenn überhaupt.

24.09.2012
22:08
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #19

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

24.09.2012
20:49
Jeder zehnte Haushalt lässt Putzhilfen schwarz arbeiten
von a_ha | #18

Nur jeder 10?

Seit der Euro-Krise ist mein Staatsverständnis schwer ins Schleudern gekommen. Es ist für mich nur schwer nachvollziehbar, dass Regierungen, die nachweislich Zahlen geschönt haben, Milliardenbeträge hinterhergeschmissen bekommen.
Von Menschen, die dafür hart arbeiten mussten.

Aber, damit kein Irrtum aufkommt: Ich putze selber.

24.09.2012
19:13
Jeder zehnte Haushalt lässt Putzhilfen schwarz arbeiten
von aufkoks | #17

Meine Putzfrau bekommt kein Geld , is Nachbarschaftshilfe. ( zwinker )

24.09.2012
18:41
Jeder zehnte Haushalt lässt Putzhilfen schwarz arbeiten
von wkah | #16

und der überwiegende Teil des deutschen Michel ist sogar noch davon überzeugt, es wird immer schön gut gehen, es wird immer schön so weiter gehen.

Wann wachen die auf ????????

24.09.2012
18:20
Jeder zehnte Haushalt lässt Putzhilfen schwarz arbeiten
von DrDr | #15

Ach,der deutsche Michel biegt sich seine Moral so hin wie er will...köstlich....

24.09.2012
18:09
Jeder zehnte Haushalt lässt Putzhilfen schwarz arbeiten
von juttili | #14

Solange uns korrupte EU-Beamte, die unsere Steuergelder verprassen uns vorspielen, dass das alles so in Ordnung ist, kann man nicht von der Bevölkerung erwarten, pflichbewußt zu sein. Zumal jeder Deutsche, der eine Lohnsteuerkarte hat, erst einmal vom Staat eh abgezockt wird. Herr Schäuble kriegt den Hals nicht voll und Herr Rrösler will ja sowieso keine höheren Steuern für Vermögende. Da Griechenland wieder ein großes finanzielles Loch hat, werden demnächst die ersten 8 Milliarsen an deutschen Steuergeldern fällig werden und da wird Hetze auf Kleinmist gemacht! Ist doch alles krank hier in Deutschland. Ist doch nur Ablenkung auf das, was auf uns alle noch zu kommt.

24.09.2012
18:04
Wenn ich sehe,...
von mspoetnik | #13

...mit welcher Konsequenz in D.gegen Schwarzarbeit
vorgegangen wird,muss ich davon ausgehen,daß sie gewollt ist.
Warum sollte ich da ein schlechtes Gewissen Haben?Da bezahle
ich einer Putzhilfe lieber 16 Euro netto.Da hat sie wenigstens was von.

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