Jeder dritte Euro für Sozialleistungen
15.07.2009 | 18:29 Uhr 2009-07-15T18:29:00+0200
Berlin. Die Sozialleistungen werden im laufenden Jahr um 4,5 Prozent auf 754 Millarden Euro steigen. Laut Sozialbericht der Bundesregierung wird damit jeder dritte in Deutschland erwirtschaftete Euro für soziale Leistungen ausgegeben.
Die Sozialleistungen in Deutschland werden aufgrund der Wirtschaftskrise in diesem Jahr deutlich ansteigen. Der am Mittwoch vom Kabinett in Berlin gebilligte Sozialbericht der Bundesregierung weist einen Zuwachs um 4,5 Prozent auf 754 Milliarden Euro aus. In den Vorjahren hatte das Plus bei jeweils rund ein bis zwei Prozent gelegen.
Der Anteil der Sozialleistungen an der Wirtschaftsleistung steigt den Angaben zufolge um knapp fünf Prozent auf 31,9 Prozent und erreicht fast den bisherigen Höchstwert von 2003. Damit werde mehr als jeder dritte erwirtschaftete Euro für die soziale Sicherung ausgegeben.
Eine Folge der Rezession
Der Anstieg sei in erster Linie Folge höherer Ausgaben in der Arbeitslosenversicherung und der Grundsicherung für Arbeitsuchende wegen der Rezession, heißt es in dem Sozialbericht. Außerdem spielten eine Reihe von Leistungsverbesserungen in der Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung eine Rolle. Hinzu komme das Kindergeld, der Familienleistungsausgleich, die Ausbildungsförderung, das Wohngeld sowie die Kinder- und Jugendhilfe.
Bis 2012 wird sich der Anstieg der Sozialleistungen wieder deutlich verlangsamen, prognostizieren die Experten in dem Bericht. Nach einer Modellrechnung würden 2012 voraussichtlich rund 790,1 Milliarden Euro für Soziales ausgegeben. 2008 waren 720 Milliarden Euro für soziale Leistungen ausgegeben worden, das waren 29 Prozent des Bruttoinlandproduktes. (afp/ddp)

19:15
# 28
Ja, man könnte sagen Kapital-Betriebene Betriebe.
Kein müder Pfennig, der nicht mit einer Lohnsumme verbunden ist, trägt zu den Sozialversicherungen bei.
# Ansonsten:
Der Mittelstand freut sich auf den
1-Euro Betreuer im Alter.
Fachausgebildet im 2-Wochenkurs.
12:04
Jeder dritte Euro für Sozialleistungen
das konsequente Ergebnis der neoliberalen Regierungsarbeit seit 1982.
Wer sowas wählt (gewählt hat), hat es nicht anders verdient.
10:51
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
10:49
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
09:20
gestern bei ard-exclusiv - die armutsindustrie (praktika für arbeitssuchende) ...
eine absolute frechheit, wie zum einen mit den menschen und zum anderen unseren steuergeldern
umgegenagen wird ...
http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/2701908
AUFWACHEN !!! --- es darf so einfach nicht weitergehen ...
für soziale gerechtigkeit und gegen krieg -> mein herz schlägt links ...
09:09
@Glück auf
Wenn ich mir hier so Ihre Kommentare betrachte, ähneln sie deren eines gewissen Lars Lange von den Julis (Junge Liberale) in Bochum, den ich seit jener Zeit hier im Forum vermisse, als Ihm seine Argumente ausgingen. Mit dem sind Sie nicht zufällig verwand oder veschwägert ?
08:38
Mein Rat an alle die noch Steuern zahlen: Auswandern! Es geht auch anders. Lastt D zum Alten- und Sozialheim werden. Auf Wiedersehen!
08:19
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
07:40
Eigentum verpflichtet..............zum Kauf von Yachten, Immobilien, Schmuck u.s.w.
Ja und? Wie das Geld ausgegeben wird, ist doch nun wirklich egal. Wenn jemand eine Yacht für einige Millionen kauft, dann leben davon eine ganze Menge Durchschnittsverdiener.
Was ist daran schlecht?
23:42
@#19gluck...
Da mich das starke Gefühl beschleicht, mit Argumenten bei ihnen gewissermassen Perlen vor die Säue zu werfen, werde ich mich argumentativ etwas zurückhalten und schauen, was wir bei ihnen in der Hinsicht so alles registrieren können...
Politpropaganda... hmmm... Regierungslügen...
Sie glauben doch nicht im Ernst, dass sich die Regierung aus diesen Zahlen einen Lorbeerkranz flechten kann?!
Untergangsszenario, soso...
Noch nix davon vernommen, dass die Arm-/Reich-Kluft immer weiter auseinander drifftet? Ich habe nicht geschrieben, dass die Knete für den Sozialstaat fließen MUSS! Nur, wenn die immer mehr technologisierte Arbeitswelt immer weniger Menschen Arbeit gibt und daneben auch noch Sozialleistungen gekürzt werden/würden, während eine immer kleiner werdende Schicht sich immer mehr vom Vermögenskuchen abschneidet, DANN, ja dann dürfte meine in #15 beschriebene Entwicklung einsetzen!
Aber gibt ja noch andere Szenarien als die Vermögens-Vernichtung, die weder dem Räuber noch dem Beraubtem geziemt!
Sprich: wenn bei den sehr Vermögenden nicht die Einsicht gedeiht, dass ein gewisses Maß an Umverteilung die Gefahr der Aufkündigung des Sozialen Friedens durch die Mitmenschen auf der anderen Kluft-Seite bändigt, tja dann gäbe es ja noch eine Reichensteuer!
Das die SPD unter dem Weichei Steinmeier dieses Thema aussen vor ließ, wird sie noch etliche Wähler an die linke Konkurenz verlieren lassen!
Übrigens, Lafo wird doch immer der Vorwurf gemacht, als Linker reich zu sein!
Frage (geklaut von Hagen Rether): Kennen sie einen Reichen, der sich mit ganzer Kraft für die Einführung eben jener Reichensteuer einsetzt?!
So, genug der Perlen...