Jauch-Talk wird für FDP-Chef Rösler zur Qual
19.09.2011 | 07:08 Uhr 2011-09-19T07:08:08+0200
Berlin. FDP-Chef Philipp Rösler hatte in der zweiten Sendung von ARD-Neu-Talker Günther Jauch einen schweren Stand. Die drastische Schlappe bei der Berlin-Wahl setzte Rösler in der Sendung sichtlich zu. Eine selbstzerstörerische Szenerie.
Drei Meinungen, sagt Klaus Wowereit, gebe es in der schwarz-gelben Koalition. „Die von Frau Merkel, die von Herrn Seehofer und Ihre.“ Dabei schaut der Wahlgewinner des Abends, der amtierende und künftige Regierende Bürgermeister von Berlin, auf den Wirtschaftsminister und FDP-Chef und lächelt breit. Philipp Rösler muss schlucken. Derweil gibt sich SPD-Mann Wowi ganz staatsmännisch. Man habe der Union ja Unterstützung zugesagt – nicht nur in der Euro-Frage. Auch für den Fall, dass die schwarz-gelbe Koalition nicht bis 2013 halte. Und Rösler? Schaut jetzt noch betretener drein.
Nein, mit diesem Auftritt kann der Liberale wirklich nicht punkten. Der Mann, der die Schlagzeilen der vergangenen Woche beherrschte, weil er der Kanzlerin Paroli bot und eine Griechenland-Rettung um jeden Preis in Frage stellte. Die Quittung bekam er bei der Berlin-Wahl. Die FDP bei unter zwei Prozent und damit raus aus dem Abgeordnetenhaus . „Die Liberalen lösen sich langsam in Luft auf“, darf dann auch noch Tagesthemen-Queen Caren Miosga sagen, während sie zu „Günther Jauch“ reingeschaltet wird. „Kann diese Regierung noch den Euro retten?“, lautet das Thema der zweiten Talkrunde des Mannes, den die ARD für sehr viel Geld ins Sonntagabend-Programm gehievt hat. Und die Antwort auf die Frage der Sendung, die gibt Rösler selber. Durch sein Schweigen, sein betretenes Dreinschauen, durch die wenigen Wortbeiträge in der Jauch-Show.
Norbert Röttgen fügt sich der Koalitionsdisziplin
Da hilft es auch nichts, dass Umweltminister Norbert Röttgen beteuert, man dürfe in einer Regierungskoalition unterschiedlicher Meinung sein. Und nein, entgegnet er auf Jauchs Frage, er habe noch keine Sehnsucht nach der Großen Koalition. Doch man kann zwischen den Zeilen heraushören, was der Vize-CDU-Chef von Röslers Abkehr vom Weg der Kanzlerin hält: nichts. Doch Röttgen fügt sich in die Koalitionsdisziplin: Gemeinsam versuchen sich Vizekanzler und Umweltminister aus ihrem Erklärungsnotstand herauszuwurschteln.
Aber so schnell lässt Jauch die beiden nicht raus aus dem Schwitzkasten. Im Einspieler der Tagesthemen flimmert FDP-General Christian Lindner ins Studio herein. Faselt etwas von Demut, in der sich seine Partei jetzt üben solle. Genscher, Graf Lambsdorff, die Europa-Getreuen, sie müssten wieder zu Vorbildern für die Partei werden. Und Rösler? Der plappert es nach, kaum dass der Lindner wieder vom Bildschirm verschwunden ist.
Ob dieser selbstzerstörerischen Szenerie gerät leicht in Vergessenheit, dass da noch wer anders auf der Bühne sitzt. Beatrice Weder di Mauro, Professorin und Wirtschaftsweise der Bundesregierung, und ein Börsenexperte. Denn die beiden sollen eigentlich mal etwas zu Griechenland sagen. Wie es denn nun weitergehen könne mit dem völlig überschuldeten Land und mit dem Euro – und überhaupt.
FDP-Chef Rösler zerknirscht und leise
Dirk Müller, Händler an der Frankfurter Börse, vielen bekannt als Mister Dax, weiß nur zwei Wege, die am Krisen-Sumpf vorbeiführen. Die „Raus-aus-dem-Euro-Methode“ oder ein vereinigtes Europa. Und gibt den anwesenden Politikern gleich noch einen mit: Im deutschen Recht habe man für das, was gerade mit Griechenland passiere, einen eigenen Straftatbestand, sagt Müller. Insolvenzverschleppung. Und Rösler weiß nichts besseres, als darauf hinzuweisen, dass schwierige Entscheidungen nunmal gut überlegt seien müssen und deshalb Zeit bräuchten.
War sonst noch was? Achja: Als Jauch Rösler fragt, ob er persönliche Konsequenzen aus dem Berliner Wahldebakel ziehen werde, sagt der nur knapp: „Nein, die nicht.“ Er sagt es leise, so, als wolle er, dass es keiner mitbekommt. Und dann darf auch Klaus Wowereit noch einmal was sagen, als der Moderator ihm die längst überfällige K-Frage stellt. Über Kanzler, sagt der Hauptstadt-Bürgermeister, werde man Ende 2012 bei der SPD entscheiden. Wowereit meint potenzielle Kandidaten. Es klingt allerdings eher wie eine Bewerbung, wie er so dasitzt mit vor Stolz geschwollener Brust. Und mit Überschuldung, da kennt sich Berlins erster Bürger ja auch bereits bestens aus.
Norbert Röttgen | FDP | Christian Lindner | SPD | Günther Jauch | Philipp Rösler | Börse

11:24
Der Herr Rösler nimmt sich ganz schön was raus!Der soll sich nicht so wichtig nehmen!1
17:02
Der einzige der mal Tacheles geredet hat war Mr. DAX, Dirk Müller. Für Insolvenzverschleppung sind schon ganz andere in den Knast gegangen (sinngemäß). Aber die anderen Teilnehmer bekommen wohl zuviel Schweigegeld, denn niemand hat das interessiert bzw. kommentiert. Ist auch egal, denn wir, der Otto- Normalverbraucher, bügelt das alles geldmäßig wieder weg,... weiter so. Jetzt versteht man auch, dass der Beruf des Politikers im Ansehen bei der Bevölkerung sehr gelitten hat.
Habe mich mal gefragt, wie wohl die Stellenbeschreibung des Berufes POLITIKER formuliertt werden könnte. Vieleicht kann das jemand mit 2 Sätzen erschlagen.
mfg Glück auf, M_B aus OB
16:05
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16:01
Gottschalk, Jauch, Blödzeitungs-Connection.
15:56
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15:41
Die Banken stecken hinter diesem System. Banken profitieren davon, dass der deutsche Steuerzahler letzlich die Risiken übernimmt. Der Euro-Bailout ist offensichtlich ein Hirngespinst der Banken, so Hankel. Leider ist er Realität geworden.
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15:39
Zu Kommentar 20 von Herby52 , am 19.09.2011 um 12:23
Schutzschirm rettet Währungsunion nicht |
16.07.2010
Deutschland hat nicht nur die Möglichkeit und sondern die Pflicht, die Währungsunion zu verlassen. Zu dieser Feststellung konmen die Kläger gegen den Euro-Rettungs-Schirm. Pressekonferenz mit Prof. Schachtschneider, Hankel, Starbatty und Nölling. Die Kläger erläutern die Argumente gegen das verfassungswidrige Vorgehen der aktuellen Regierung. Deutschland und Europa werden ausbluten wenn der Euro bleibt.
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15:35
Ich kann mir nicht mal vorstellen,
dass irgendein Unternehmen
Westerwelle und Roesler einen Job anbietet.
Wäre zu peinlich.
Wahrscheinlich bleibt nur der Rueckzug
in Landespolitik oder tiefste Provinz.
15:28
Zu Kommentar 20 von Herby52 , am 19.09.2011 um 12:23
Schnell die ***DM*** einführen !!!
Weil kein Mensch weiss wie das Abenteuer EURO ausgeht. und Deutschland dann auch
PLEITE
ist.Nächsten Monat ist Griechenland Pleite und dann Portugal und dann usw.
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15:22
Anne Will fand ich viel besser eine Moderatorin mit charme und Pfiff und einer eigenen Meinung, daher sehe ich mir jetzt lieber jeden Mittwoch Anne Will an. Jauch bekommt 7 !!!! Millionen pro Jahr für diese Sendung , eine Unverschämtheit was mit unseren GEZ Gebühren geschieht.