Das aktuelle Wetter NRW 12°C
Politik

Japan kauft angeblich umstrittene Inseln im Ostchinesischen Meer

05.09.2012 | 14:18 Uhr

Die japanische Regierung will Medienberichten zufolge drei Privatinseln im Ostchinesischen Meer kaufen, die auch von China beansprucht werden. Mit der Eigentümerfamilie sei ein Kaufpreis für drei der fünf Hauptinseln in Höhe von 2,05 Milliarden Yen (20,8 Millionen Euro) vereinbart worden, berichteten die Nachrichtenagentur Kyodo und Zeitungen unter Berufung auf anonyme Quellen.

Tokio (dapd). Die japanische Regierung will Medienberichten zufolge drei Privatinseln im Ostchinesischen Meer kaufen, die auch von China beansprucht werden. Mit der Eigentümerfamilie sei ein Kaufpreis für drei der fünf Hauptinseln in Höhe von 2,05 Milliarden Yen (20,8 Millionen Euro) vereinbart worden, berichteten die Nachrichtenagentur Kyodo und Zeitungen unter Berufung auf anonyme Quellen. Die japanische Regierung bestätigte die Einigung nicht und erklärte, die Verhandlungen dauerten an. China bezeichnete den Kauf als "illegal und ungültig".

Der Streit um die Inseln, die in Japan Senkaku und in China Diaoyu genannt werden, gewann im April an Schärfe. Damals erklärte der nationalistische Gouverneur von Tokio, Shintaro Ishihara, die Hauptstadt wolle das nötige Geld aufbringen, um die Inseln zu kaufen, damit sie nicht an China fielen. In den Medienberichten hieß es, mit dem Kauf wolle die japanische Regierung offenbar Ishihara zuvorkommen, der auf den Inseln auch Bauprojekte plante. Die Regierung wolle dagegen keine Bautätigkeiten zulassen.

Die Verstaatlichung der Diaoyu-Inseln verletzte chinesische Souveränität und die Gefühle des chinesischen Volkes, erklärte ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums. China sei entschlossen, sein Territorium zu schützen und werde alle notwendigen Schritte unternehmen, um seine Souveränität zu verteidigen.

Das japanische Kabinett muss dem Kauf noch zustimmen. Das Geschäft könnte bis Ende des Monats abgeschlossen sein.

© 2012 AP. All rights reserved

dapd

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/7063063/create

Umfrage
Die SPD feiert ihren 150. Geburtstag . Ist die Partei für Sie immer noch aktuell oder schon total veraltet?

Die SPD feiert ihren 150. Geburtstag . Ist die Partei für Sie immer noch aktuell oder schon total veraltet?

 
Fotos und Videos
1,3 Promille mit der Rauschbrille
Video
Straßenverkehr
Kanzlerin Merkel in Kleve
Bildgalerie
Staatsbesuch
Altkanzler wird geehrt
Bildgalerie
Helmut Kohl
Prinz Harry in den USA
Bildgalerie
Prinz-Besuch
Aus dem Ressort
Prämie soll mehr Milch an Schulen und Kindergärten bringen
Schulmilch
Kinder sollen mehr Milch trinken, wenn es nach dem EU-Schulmilchprogramm in NRW geht. Mit einer bundesweit einmaligen Schulmilchprämie vom Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz sollen nun mehr Schulen und Kindergärten gelockt werden, Milch anzubieten.
Kranke warten immer länger auf ein neues Organ
Transplantationen
NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens bedauert, dass sich die Wartezeiten der 3900 Schwerkranken in NRW auf ein Spenderorgan verlängert haben. Derzeit warten Patienten auf eine neue Niere 74 Monate (9Monate länger als im Jahr davor). Ein Ergebnis der Skandale um manipulierte Transplantationen.