Januar-Blues

Vorgestern wanderte der Schneeschieber, der gelangweilt an der Garagenmauer lehnte, wieder in die Garage. Dort hat er es wärmer, und überhaupt: Nach einem Geplänkel vor Jahresschluss war ja kein Winter mehr. Gestern dann klaubte ich das Laub, das der Wind von irgendwo herangeweht hatte, in die Mülltonne. Die 16-Tage-Internet-Prognose für unsere Breitengrade bietet an Wettersymbolen so ziemlich alles, nur keine Schneeflocke, und es ist ein schaler Trost, dass das Thermometer des nachts manchmal unter Null fallen soll. Worauf, fragt man sich in solch trüben Momenten, ist eigentlich noch Verlass? Auf die Spritpreise sicher nicht. Sie fallen und fallen statt zu steigen und zu steigen. Man ist geneigt, es am Gaspedal mal wieder richtig krachen zu lassen und sieht dann doch davon ab, weil so ein Bleifuß gemütsmäßig letztlich keinen Sommer macht. Heute oder auch morgen könnte der Literpreis für Diesel unter einen Euro fallen! Weniger als zwei Mark! Nein, ich sage jetzt nicht, dass früher alles besser war. Obwohl, der Winter, der vielleicht schon...