Jäger planen Volksinitiative

Düsseldorf..  Die 81 000 Jäger in NRW wollen das umstrittene Landesjagdgesetz über eine Verfassungsklage und eine Volksinitiative wieder kippen. Der Präsident des Landesjagdverbandes, Ralph Müller-Schallenberg, kündigte an, den Druck auf die rot-grüne Landesregierung juristisch und politisch zu erhöhen. Auch im Landtagswahlkampf 2017 will der Jagdverband klarmachen, „wer für und gegen Land und Leute eintritt“.

Trotz monatelanger Proteste von Jägern, Forstwirten und Waldbesitzern hatte der Landtag im April das Gesetz verabschiedet. Darin wird der Katalog der jagdbaren Arten von 100 auf 29 reduziert, Bleimunition und das Abschießen von streunenden Katzen verboten und ein jährlicher Schießnachweis verlangt.

Müller-Schallenberg sprach von einem „maßlosen und verfassungswidrigen Angriff auf die Eigentumsfreiheit“. Bis zum Sommer prüft der Jagdverband mit einem Gutachter, wo Jäger und Grundeigentümer die besten Aussichten für eine Verfassungsklage sehen. Das NRW-Umweltministerium hält das Gesetz weiter für verfassungsfest.