IWF warnt vor Pleite in Athen

Athen..  Dass Griechenland das Geld ausgeht, hat man oft gehört – jetzt ist es offenbar so weit: Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet, dass die Athener Regierung schon im Juni ihren Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen kann. Das geht aus einem internen Sitzungsprotokoll des IWF-Exekutivdirektoriums hervor.

Laut dem Papier, das von einem TV-Sender öffentlich gemacht wurde, muss Griechenland im Juni allein an den IWF 1,58 Milliarden Euro leisten. Dazu kommen 500 Millionen Euro Zinsen. Im Juli und August werden sogar elf Milliarden Euro für den Schuldendienst fällig. Die Regierung habe „keine Möglichkeit, den gesamten Betrag zu zahlen, wenn es keine neue Vereinbarung mit den internationalen Partnern gibt“, heißt es in dem IWF-Protokoll.

Aus dem laufenden Hilfsprogramm stehen Athen noch 7,2 Milliarden Euro zur Verfügung. Selbst wenn der Betrag in voller Höhe ausgezahlt wird, was unwahrscheinlich ist, reicht das Geld nur bis Mitte Juli. Damit ist klar: Wenn Athen nicht pleitegehen soll, braucht das Land ein drittes Hilfspaket.