Israels Armee rückt in Hamas-Hochburg ein
06.01.2009 | 10:57 Uhr 2009-01-06T10:57:00+0100
Jerusalem/ New York. Die israelische Armee ist laut Augenzeugen am frühen Dienstagmorgen in die Hamas-Hochburg Chan Junis eingerückt. Die Vereinten Nationen haben unterdessen die humanitäre Lage im Gazastreifen als „zunehmend beängstigend“ bezeichnet.
Die israelische Armee ist laut Augenzeugen in die Hamas-Hochburg Chan Junis eingerückt. Mehrere Panzer rollten am frühen Dienstagmorgen mit Unterstützung aus der Luft in die zweitgrößte Stadt des Gazastreifens ein und lieferten sich heftige Feuergefechte mit Kämpfern der radikalislamischen Hamas-Bewegung und anderer Gruppen, wie Augenzeugen berichteten. Ein israelischer Armeesprecher wollte die Berichte zunächst nicht bestätigen.
Israel und Palästina - Konflikt ohne Lösung?
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Bei einem Panzerangriff wurden in Deir el Balah im Zentrum des Gazastreifens am Morgen sechs Palästinenser getötet, wie Augenzeugen und palästinensische Ärzte berichteten. Den Berichten zufolge handelte es sich bei den Opfern um vier Hamas-Aktivisten und zwei Mitglieder des Islamischen Dschihad. Die Männer hatten sich in einem Haus verschanzt und starben bei einem Schusswechsel mit der israelischen Armee.
Olmert schließt einseitigen Waffenstillstand aus
Auch in der Stadt Gaza gingen die Gefechte weiter. In der Nacht war Geschützfeuer über dem Stadtteil Schedschaija zu sehen, als Kampfhubschrauber dutzende bewaffnete Hamas-Kämpfer angriffen, wie Bewohner berichteten. Die Stadt und der gesamte nördliche Gazastreifen waren ohne Strom.
Der israelische Ministerpräsident Ehud Olmert schloss jeglichen Waffenstillstand im Gazastreifen aus, solange die palästinensischen Raketenangriffe auf israelisches Gebiet nicht vollständig aufhörten. Ziel sei nicht nur ein Stopp der Raketenangriffe der radikalislamischen Hamas-Bewegung, sagte er am Montagabend nach einem Treffen mit Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy. Vielmehr wolle Israel dafür sorgen, dass diese nicht mehr in der Lage sei, Israel anzugreifen. Israel könne keinen Kompromiss abkezptieren, der es der Hamas ermögliche, in ein paar Monaten wieder auf israelische Städte zu schießen.
Israelischer Panzer beschießt versehentlich eigene Soldaten
Beim versehentlichen Beschuss durch einen israelischen Panzer wurden im nördlichen Gazastreifen nach israelischen Arrmeeangaben drei Soldaten einer israelischen Eliteienheit getötet und 24 weitere zum Teil schwer verletzt. Ein Panzergeschoss habe bei einem Einsatz versehentlich ein Gebäude getroffen, in dem sich die Soldaten aufhielten, sagte ein Armeesprecher. Ein Soldat sei lebensgefährlich verletzt worden, drei weitere schwer, 20 Solatden hätten leichte bis mittlere Verletzungen bei dem Vorfall erlitten.
Bei einem Ministertreffen wollte der UN-Sicherheitsrat am Dienstag über Forderungen arabischer Staaten nach einem sofortigen Waffenstillstand im Gazastreifen beraten. Frankreich als derzeitiger Ratspräsident im Sicherheitsrat arbeite mit arabischen Staaten an einem Resolutionsentwurf, sagte ein westlicher Diplomat am Montagabend. Darin werde eine sofortige Waffenruhe gefordert, die sowohl ein Ende der israelischen Militäroffensive im Gazastreifen als auch ein Ende des palästinensischen Raketenbeschusses auf israelisches Gebiet vorsehe. Gefordert werden solle zudem ein Ende der israelischen Belagerung von Gaza.
UN sehen dramatische Lage im Gazastreifen
Angesichts der anhaltenden israelischen Militäroffensive haben die Vereinten Nationen die humanitäre Lage im Gazastreifen als «zunehmend beängstigend» bezeichnet. Seit Beginn der Offensive gegen die Hamas Ende Dezember seien sauberes Wasser, Energie, Lebensmittel, Medikamente und andere Versorgungsgüter nicht mehr in ausreichendem Maß vorhanden, sagte der Leiter der UN-Hilfsdienste, John Holmes, am Montag vor Journalisten in New York.
Holmes widersprach damit entschieden israelischen Politikern, die von einer ausreichenden Versorgungslage der Bevölkerung in dem palästinensischen Autonomiegebiet sprechen. Holmes beklagte auch die hohe Zahl von Opfern des Militäreinsatzes unter der Zivilbevölkerung. Bis zu einem Viertel der mehr als 500 Getöteten seien nach Schätzungen der UN Zivilpersonen, sagte Holmes. Auch das Gesundheitssystem drohe angesichts der mehr als 2.500 Verletzten zusammenzubrechen. Und die Lage verschlimmere sich mit jedem Tag, an dem die Kämpfe weitergingen.
Vertreter arabischer Staaten forderten am Montag bei einem Treffen mit den Mitgliedern des Weltsicherheitsrats die rasche Verabschiedung einer Resolution zur Beendigung der Kämpfe. Eine entsprechende Entschließung scheiterte vorige Woche am Widerstand der USA, die allein der Hamas die Schuld an der jüngsten Eskalation gaben. (AFP/AP)

22:27
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23:27
@Kassora , Dr. M. , Haberlein , Ich sehe das Haupt problem darin dass in Palästina ein Recht zur Anwendung gelangte von dem die dort ansässigen Menschen noch nie etwas gehört haben . Herrenloses Land von der verbrecherischen Kolonialisierung her abzuleiten ist ja in sich schon ein Rechtsbruch , auch wenn die studierte Annelene anderer Meinung ist . Das waren einfach nomadisierende Hirten , nur weil der Hirte heute mit seinen Tieren wo anders ist , ist ja das Land nicht unbewohnt . Diese unverständlichen Gesetze wurden ja ganz bewusst angewandt um den Eindruck der Rechtmässigkeit zu erwecken . Die jüdischen Rechtsanwälte werden das schon jahrelang vorbereitet haben . In Palästina müssen zuerst die palästinensischen Gesetze zur Anwendung gelangen und wenn es nur überlieferte Stammesregeln sind . Die Kolonialisten haben den Völkern nur unverstänliche Gesetze , die Kolera und die Pocken gebracht .
20:25
@mobel
Wer zuletzt lacht, lacht am Besten ! Gruß an Muttern!
19:36
Nachtrag,dich kann man auch nur auslachen ha ha ha
19:08
An die (rechten) Freunde des israelischen Kapitalismus !
Während der täglichen Arbeitszeit in euren Büros laßt ihr hier eure Stammtischparolen ab ...
Wo seid ihr jetzt?
Bei Muttern!? Kleine Brötchen backen?
18:23
Ist auch nur einer von euch Kommentatoren schon mal auf die Idee gekommen, daß es sich bei dem Konflikt um die Auswüchse und die böse Fratze des Kapitalismus handelt?
Nicht Juden bekämpfen Araber oder Araber bekämpfen Juden, sondern das Kapital kämpft erbarmungslos gegen Menschen.
Soldaten, die sind alle gleich ... lebendig und als Leich.
18:04
Millionenfach erlittenes Leid legitimiert keine Nation, dieses auch anderen Nationen zuzufügen.
Hier treffen zwei Weltanschauungen sprich Religionen aufeinander, unmöglich diese an einen Ort in Einklang zu bringen, genau so wenig wie Herz und Verstand.
17:34
Toll Dr. M.
Deswegen schaffen es die Menschen in den ehemaligen herrenlosen Kolonialgebieten in Afrika auch nicht, einen eigenen Staat zu gründen.
Das Land dort ist also herrenlos weil sich die ehemaligen Kolonialherren zurückgezogen haben, jeder will jeden regieren und darum gibt es dort Krieg. Wie in Palästina.
Und immer gibt es eine Mischpoke, welche besser sein will und über andere herrschen will, weil angeblich sie die Auserwählten sind.
Danke für ihre Belehrungen hier vor Ort.
16:48
Die Juden haben Israel gegründet, die Palästinenser sind von den Ägyptern und Jordaniern anektiert worden. Weil der Wille zur eigenen Staatsgründung nicht da war. Und weil der Mufti von Jerusaklem, der in den 40er Jahren mit Hitlers Hilfe die Juden umbringen wollte, wohl auf die falschen Freunde gesetzt hatte.
16:34
Ehemalige Kolonien galten völkerrechtlich als herrenlos, Herr Haberlein. Nicht das Teilstück eines bestehenden Staates. Daher auch britisches Mandatsgebiet. Lesen Sies doch einfach nach statt herumzulamentieren.