Israelische Armee setzt Angriffe auf Gaza fort
13.01.2009 | 09:08 Uhr 2009-01-13T09:08:00+0100
Gaza. Zweieinhalb Wochen nach Beginn der Offensive im Gazastreifen hat die israelische Armee ihre Angriffe auf die Stadt Gaza konzentriert. Der UN-Sicherheitsrat wollte am Dienstag erneut über den Konflikt beraten.
Die israelische Armee setzt ihre Angriffe auf Gaza unvermindert fort. In der Nacht zum Dienstag drangen Panzerfahrzeuge unterstützt von der Luftwaffe in die Bezirke Tal el Hawa, Eidschlin und Seitun vor, wie Augenzeugen nach Angaben eines AFP-Korrespondenten berichteten. Der UN-Sicherheitsrat wollte am Dienstag erneut über den Konflikt beraten.
Israelische Panzer seien nach Mitternacht (23.00 Uhr MEZ) weiter in die drei Außenbezirke vorgedrungen, berichteten die Augenzeugen. Währenddessen bombardierte die Luftwaffe die Region. Palästinensische Kämpfer hätten mit Raketen zurückgefeuert. «Es ist die längste Nacht seit Beginn des Kriegs», berichtete der AFP-Korrespondent, von dessen Haus sich die israelischen Panzer nur 400 Meter entfernt befanden.
Haus bei Bombenangriff zerstört
Nach Angaben palästinensischer Rettungskräfte wurde in Seitun mindestens ein Mensch getötet. In dem Außenbezirk Raduan wurden mindestens drei Menschen verletzt, als ein Haus bei einem Bombenangriff zerstört wurde. Ein israelischer Armeesprecher bestätigte Kämpfe in mehreren Bezirken Gazas, ohne nähere Angaben zu machen.
Die israelische Luftwaffe flog nach Armeeangaben auch mehrere nächstliche Angriffe auf Rafah an der Grenze nach Ägypten. Ziel war den Angaben zufolge die Zerstörung von Tunnels zwischen dem Gazastreifen und Ägypten. Nach Armeeangaben wurden am Montag 60 Ziele getroffen, darunter 20 Schmuggler-Tunnels und neun Raketenabschuss-Rampen. Auch in Beit Lahija und Dschabalija nördlich von Gaza gab es heftige Kämpfe.
Der bewaffnete Arm der Hamas, die Essedin-el-Kassam-Brigaden, zerstörten nach eigenen Angaben in Seitun israelische Panzerfahrzeuge. In dem Dorf Chusa wurde demnach eine unbestimmte Zahl israelischer Soldaten getötet. Diese Angaben wurden von der israelischen Armee zurückgewiesen.
Israel hatte am Montag seine militärische Strategie auf Gaza konzentriert. Die Anstrengungen, die Stadt einzukesseln, würden verstärkt, sagte General Ejal Eisenberg vor Journalisten. Israels Regierungschef Ehud Olmert hatte am Montag seinen Willen bekundet, die Offensive zu beenden. Allerdings müssten dafür zwei Bedingungen erfüllt sein, schränkte Olmert bei einem Besuch im südisraelischen Aschkelon ein: «das Ende des Raketenbeschusses und das Ende der Waffenlieferungen an die Hamas».
"Zeichen stehen auf Sieg"
Hamas-Regierungschef Ismail Hanija hielt in einer im Fernsehen übertragenen Rede dagegen, die Zeichen für die Hamas stünden auf Sieg: «Das Blut, das geströmt ist, wird nicht umsonst geströmt sein, denn es wird uns den Sieg bringen.» Hanija soll sich an einem unbekannten Ort im Gazastreifen aufhalten.
Vor der geplanten Vermittlungsmission von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon im Nahen Osten wollte der UN-Sicherheitsrat am Dienstag erneut zu Beratungen zusammenkommen. Das Gremium werde am Vormittag (Ortszeit, 16.00 Uhr MEZ) hinter geschlossenen Türen beraten, sagte der Sprecher der libyschen UN-Mission, Ahmed Gebreel, in New York. Ban werde bei dieser Gelegenheit den Sicherheitsrat über seine Reise in die Region informieren.
Der UN-Generalsekretär hatte zuvor bei seiner ersten Pressekonferenz in diesem Jahr die Konfliktparteien im Gazastreifen zu einem sofortigen Stopp der Kämpfe aufgefordert. Ban kündigte zudem an, noch am Dienstag zu einer einwöchigen Reise in die Region aufbrechen. Er will demnach Ägypten, Israel, das Westjordanland, Jordanien, die Türkei, Syrien, den Libanon und Kuwait besuchen. Dort soll er am kommenden Montag an einem Gipfeltreffen der Arabischen Liga teilnehmen.
Die israelische Offensive im Gazastreifen dauert seit dem 27. Dezember an. Bei dem Militäreinsatz wurden nach Angaben palästinensischer Rettungskräfte mehr als 900 Palästinenser getötet, etwa 4100 wurden verletzt. (afp)

13:45
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12:21
@ A.S.
Das Vorgehen der Israelis mit dem Endkampf um Berlin zu rechtfertigen kann nur in einer Krankheit begründet sein .
03:38
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02:12
Golda Meir vor 35 Jahren:
Die Araber werden erst dann Frieden schließen, wenn sie ihre Kinder mehr lieben, als sie uns Juden hassen
02:11
Israel...unser letztes Bollwerk gegen den radikalen Islamismus....ich hoffe nur, dass es nach diesem Krieg in Gaza nicht in ganz Europa los geht
19:19
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17:20
B,B.
der Vergleich mit dem Hitlerfaschismus ist passend.
Gleiche Ideologie.
Gleicher Fanatismus.
Gleiche Kindeserziehung zum Hass gegen Juden.
Gleiche Kraftsprache und Göbbel-Rhetorik.
Skrupellos, Korrupiert, gewaltbereit, verlogen
genauso verheizen sie ihre Frauen, Kinder, selbst vor geistig Behinderten machen sie nicht halt nur um auch nur einen Juden umbringen zu können.
Wer Raketen in Moscheen, Schulen und Dienstgebäuden versteckt und seine Kommadozentrale im Keller des größten krankenhauses hat, benutzt, Hilfelose und Unschludige als Schutzschilde und nimmt hemmungslos deren Tod in Kauf.
Selbst die härtesten Nazis haben im Endkampf nicht ihre Frauen und eigenen Kinder so geopfert.
Der Vergleich mit Berlin braucht auch keiner zu scheuen, die Russen wurden nicht als Befreier, sondern als Rächer in weiten Teilen der deutschen bevölkerung gesehen.
Damals ( wie heute, der Terror der Araber) wurden die grauenhaften Taten der SS und der Wehrmacht, vor allem in Belo-Russland, geleugnet.
Für Israel geht es um die eigene Existenz und das Lebensrecht jeden einzelnen Juden, den die Anhänger der hamas niemals zustimmen werden.
Deshalb kann und muß Israel, wenn es dauerhaften Frieden haben will, diese Mörderbande mit Stumpf und Stil ausrotten.
16:15
Proisraelische Kundgebung am Samstag auch in Essen. 11.oo Uhr Willy-Brandt-Platz!
Infos hier:
http://www.kundgebung-essen.blogspot.com/
15:06
Hier wird die erste Straße freigemacht und mit Toten gepflastert und das Westjordanland wird folgen!
15:06
Ich finde die Vergangenheit (..45) schrecklich und es sollte weder vergessen noch verschwiegen werden, was damals all den Unschuldigen zugestoßen ist!!!.., ABER das Thema hat hier nun wirklich nichts mehr verloren. Denn nach dem Kommentar von #3 A.S. hört es sich an, als ob dies eine Legitimation sei Krieg zu führen und sich prinzipiell als Opfer zu betrachten. Alle Opfer (auf beiden Seiten) sind zu gleichen Teilen zu bemitleiden. Schuld an der ganzen Sache sind doch die Führungsköpfe welche diesen Streit hinter dem Schreibtisch austragen...