Israel und Palästinenser wollen direkt verhandeln
20.08.2010 | 16:06 Uhr 2010-08-20T16:06:00+0200Washington.Im September soll es direkte Nahost-Verhandlungen in den USA geben. Bei den Friedensgesprächen zwischen Israel und Palästinensern soll unter anderem um das von beiden Seiten als Hauptstadt reklamierte Jerusalem gehen.
Nach fast zweijähriger Pause wollen Israelis und Palästinenser wieder direkt über ein Friedensabkommen verhandeln. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und der palästinensische Präsident Mahmud Abbas werden sich am 2. September in Washington zu ersten formellen Direktgesprächen treffen, wie US-Außenministerin Hillary Clinton am Freitag bekanntgab. Dem Durchbruch gingen monatelange diplomatische Verhandlungen hinter den Kulissen voraus, in denen auch das sogenannte Nahost-Quartett eingebunden war, zu dem die USA, die EU, Russland und die UN gehören.
Nach Angaben aus EU-Kreisen sollen in den direkten Verhandlungen auch die strittigsten Themen auf den Tisch kommen: Der Endstatus eines eigenständigen Palästinas, seine Grenzen, die Aufteilung Jerusalems sowie die Zukunft der palästinensischen Flüchtlinge.
Gerechter und dauerhafter Frieden
„Es gab Schwierigkeiten in der Vergangenheit, und es wird auch in Zukunft Schwierigkeiten geben“, räumte Clinton ein. „Die Feinde des Friedens werden versuchen, uns zu besiegen und diese Gespräche zum Scheitern zu bringen.“ Doch sie bitte beide Seiten, auch in schwierigen Zeiten für einen „gerechten und dauerhaften Frieden in der Region zu arbeiten“.
Am Vorabend der Verhandlungen wird US-Präsident Barack Obama separate Gespräche mit Netanjahu und Abbas führen. Anschließend soll es ein gemeinsames Abendessen mit beiden Gästen geben. An dem Treffen werden auch der ägyptische Staatspräsiden Husni Mubarak und der jordanische König Abdullah teilnehmen. Beide Staaten haben bereits mit Israel Friedensabkommen geschlossen und werden bei den bevorstehenden Verhandlungen eine wichtige unterstützende Rolle spielen. Auch der frühere britische Premierminister Tony Blair, der Sondergesandte des Nahost-Quartetts, wird mit von der Partie sein.
Beobachter gehen davon aus, dass nach dem Auftakt in Washington die Gespräche in Ägypten fortgesetzt werden. Clinton erwartet nach eigenen Worten mühsame Verhandlungen und rief beide Seiten dazu auf, „mit Engagement, Treu und gutem Glauben“ für einen Erfolg zu arbeiten. Der US-Nahostsondergesandte George Mitchell kündigte an, sein Land werde ein „aktiver Teilnehmer“ sein und Vorschläge zur Überwindung von Gegensätzen machen.
Nach der Ankündigung in Washington erklärte das Büro Netanjahus: „Ein Abkommen zu erreichen ist eine große Herausforderung, es ist aber möglich.“ Die israelische Regierung gehe mit dem „echten Wunsch“ in die Verhandlungen, ein Friedensabkommen zwischen beiden Völkern zu erreichen, „das Israels nationale Sicherheitsinteressen schützt“. (afp)

16:12
@holmark
wo gibt es denn in Gaza Flüchtlingslager? Ich bin mehrfach da gewesen. Das sind ganz normale schmuddelige arabische Städte wie woanders auch.
15:37
...Melchisedech, der König von Salem.... Er war Priester des Höchsten Gottes......
d.h. Melchisedech ist der Hohe Priester, mit dem Titel König von Salem ist auch König von Jerusalem gemeint.
Anderseits wird in der Bibel das Wort Jerusalem
über 800 mal erwähnt, im Koran kein einziges Mal, mit anderen Worten es gibt kein religösen Bezug zu Jerusalem für Moslems.
Die Stadt wurde vielen Großmächten ihrer Zeit in Besitz genommen und wieder verlassen. Ägypter, Hethiter, Assyrer, Babylonier, Perser, Griechen, Römer, Briten.....
jeder könnte einen politischen Anspruch herleiten, sie alle haben es aber nicht getan, ganz im Gegenteil, die Perser haben sogar noch dazu gelegt, damit die Juden aus dem Zweistromland verschwinden, die Briten haben dafür gesorgt, das es einen israelischen Staat gibt.
Nur die Moslems, die mit ihrer millitärischen totalen Eroberungspolitik, beanspruchen seit 638 die Stadt aus ideologisch-religiös millitärischen Gründen für sich.
Man kann jetzt unendlich weiter streiten....
Real wirds auch deswegen kein Frieden geben, da die hamas und hisbollah immer noch die Juden lieber unter Wasser sehen wollen.....
Anstatt auf Jerusalem zu verzichten und ein pragmatische Politik zu betreiben, die einen unabhängigen Pali-Staat in der Westbank und im gaza-streifen vorsieht und irgendeine Pali-stadt als hauptstadt zu reklamieren, wird es immer DEN Grund geben, die ganze Sache zu torpedieren.
Der Bevölkerung, zu 3/4 Analphabeten, wird man mit religiösen Getöse, eine bescheuerte Rechtfertigung geben und aus Späßken mal wieder einen Heiligen Krieg ausrufen.
So wirds kommen. Da wette ich eine Kasten Brinkhoff Nr. 1 drauf.
;-)))
13:04
@10: Interessant. Der Baal-Kult vor 3.500 Jahren ist eine Rechtfertigung für die Unterdrückung und Vertreibung der Palästiner heute?
Nebenbei: Es ist nicht sicher, wie viel davon Realität und wie viel Greuelprograganda ist.
Und der Vergleich zwischen Baal und Allah ist einfach nur absurd. Dagegen gibt es interessante Parallelen zwischen Baal und dem dem rachsüchtigen, manisch depressiven Gott des Alten Testaments, der ganze Städte und Stämme vernichtet, wenn er schlechte Laune hat. Die Sintflut war ein groß angelegter Völkermord aus nichtigem Anlass
An der von dir genanten Stelle wird die Stadt Salem genannt. Ob die mit der später genannten Stadt Jerusalem identisch ist, ist für meine Argumentation egal. Es ging mir um die Behauptung religöser Fundamentalisten (sowie der israelischen Regierung), dass Jerussalem vor 3.000 Jahren von Juden gegründet wurde und deshalb die Palästinenser dort nichts zu suchen hätten.
10:29
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