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Syrien

Israel hat Angst vor Assads Chemiewaffen in Syrien

22.07.2012 | 17:18 Uhr
Bestens ausgerüstet: Soldaten der syrischen Armee skandieren auf Trucks ihre Unterstützung für Präsident Baschar Assad. Foto: dapd

Tel Aviv.   Israels Verteidigungsminister Ehud Barak erhielt vergangene Woche bei einem Truppenbesuch auf den Golanhöhen eine Demonstration dafür, wie nah der Bürgerkrieg im Nachbarland inzwischen gekommen ist. Gefechte ereigneten sich nur wenige hundert Meter entfernt. Tel Aviv ist alarmiert.

Jederzeit, so befürchtet ­Israels Führung, könnten die ­Unruhen in Syrien über die Grenzen schwappen und die eigene Sicherheit bedrohen. Nach dem tödlichen Anschlag in Damaskus am Mittwoch, bei dem fast die gesamte Führungsriege der regimetreuen Armee ums Leben kam, hat Israel begonnen, sich auf einen baldigen Niedergang des Assad-Regimes vorzu­bereiten. Jerusalem will für jede Eventualität in Syrien gerüstet sein.

Nicht nur Syriens Rebellen ­befürchten, dass Präsident Baschar Assad in einer Geste der Verzweiflung kurz vor seinem Ende den ­Befehl zum Einsatz chemischer ­Waffen geben könnte. Syrien verfügt über eines der größten Giftgasarsenale der Welt. Das könnte nach dem Sturz Assads auch seinen Weg in die Hände der libanesischen Hisbollahmiliz finden. Die schiitische Miliz besitzt angeblich mehr als 70.000 Raketen, die jeden Punkt in Israel ­erreichen können. Deswegen „beobachten wir die syrisch-libanesische Grenze sehr genau“, sagte Verteidigungsminister Ehud Barak.

USA gegen  Präventivschlag

Seit ­Wochen erwägt Israel, Syriens C-Waffendepots präventiv zu bombardieren. Die USA sollen sich ­dagegen ausgesprochen haben: Sie befürchten, ein israelischer Angriff könne Assad innenpolitisch stärken.

Barak gab Anweisung, sich auf einen Ansturm tausender syrischer Flüchtlinge vorzubereiten. Hochrangige Militärs befürchten, dass auf dem Golan, bislang Israels ruhigste Grenze, nach dem Zerfall des Regimes Anarchie entstehen könnte.

Schlacht um Damaskus und Aleppo

Aufständische und Armee rangen am Wochenende weiter erbittert um die Vorherrschaft in Damaskus und in der nordwestlichen Wirtschaftsmetropole Aleppo. Am Sonntag kündigten Rebellen eine „Befreiungsschlacht“ um Aleppo an. Tausende Syrer flohen in die Nachbarstaaten.

Video
Damaskus, 18.07.12: Während die diplomatischen Bemühungen weiterhin ergebnislos verlaufen, haben die Kämpfe in Syrien die Hauptstadt erreicht. Ein Sprecher der Freien Syrischen Armee erklärte, die Operation zur Befreiung von Damaskus habe begonnen.

Nach Angaben des UN-Hochkommissariats für Flüchtlinge (UNHCR) flohen binnen 48 Stunden bis zu 30.000 Menschen aus ­Damaskus. In der Türkei traf der 25. desertierte General der Armee ein.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon warf Assads Führung am Samstag bei einem Besuch in Kroatien vor, Zivilisten nicht zu schützen. Er sei „zutiefst erschüttert über die steigende Zahl von Toten und von Menschen, die gezwungen sind, aus ihren Häusern zu fliehen“.

Gil Yaron



Kommentare
23.07.2012
15:35
Israel hat Angst vor Assads Chemiewaffen in Syrien
von dirk7603 | #5

@Imaz - sie wissen doch, wir haben eine Schuld. Deswegen müssen wir unbedingt unseren Mund halten.

Also bitte keine unangenhemen Fragen mehr stellen. Und immer schön pro Israel, ansonsten wird ihr Kommentar zensiert.

22.07.2012
21:06
Israel hat Angst vor Assads Chemiewaffen in Syrien
von Imaz | #4

Man kann es langsam nicht mehr hören, diese Heuchelei über das kleine, ständig
von blutrünstigen Nachbarn bedrohte Israel.
An dieser waffenstarrenden Festung würde so manche Großmacht die Zähne
ausbeißen.
Was dieses "kleine, bedrohte Israel" unbeachtet, im Schatten der Syrienkrise sonst noch macht, sagt ein UN Inspektor in seinem Bericht.
Im ersten Halbjahr 2012 wurden im West-Jordanland ca. 600 Palästinenser, davon
über die Hälfte Kinder, von Israelis unter dem Schutz des Militärs vom eigenen
Grund und Boden vertrieben. Mehrere Hundert Häuser, Ställe und andere Gebäude
wurden zerstört.
Frage: WO BLEIBT DER AUFSCHREI IN DEN DEUTSCHEN MEDIEN?

1 Antwort
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Name von Moderation entfernt | #4-1

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22.07.2012
18:30
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22.07.2012
17:56
Israel hat Angst vor Assads Chemiewaffen in Syrien
von drengler2 | #2

Na bitte - da sind sie ja wieder die ominösen ABC-Waffen, die schon für den Irak-Krieg von 2003 als Begründung herhalten mussten und anschliessend - leider - nie gefunden werden konnten. Sie waren wahrscheinlich heimlich nach Syrien gebracht worden .......

Für wie bekloppt müssen uns eigentlich Usraelische Politiker und westliche Medien halten, wenn solche Meldungen - ernsthaft - verbreitet werden?

22.07.2012
17:54
Israel hat Angst vor Assads Chemiewaffen in Syrien
von holmark | #1

und was ist mit Israels Atomwaffen? Vlt. hat Israel auch schon chemische und biologische Waffen???

2 Antworten
Israel hat Angst vor Assads Chemiewaffen in Syrien
von Imaz | #1-1

Glaubt wirklich jemand, dass es irgendwelche Waffen auf der Welt gibt, über
welche die waffenstarrende Festung Israel NICHT verfügt?

Israel hat Angst vor Assads Chemiewaffen in Syrien
von Pit01 | #1-2

#1-1
Wenn ich in der Lage Israels wäre, dann hätte ich auch zur Selbstverteidigung alle notwendigen Waffen. Was ist daran falsch?

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