Islam-Karikaturen - USA fürchten neue Eskalation der Gewalt
20.09.2012 | 11:01 Uhr 2012-09-20T11:01:07+0200
Paris/Washington. Die USA sorgen sich um weitere Vergeltungsschläge wegen der Mohammed-Karikaturen. Die französische Regierung geht bereits in Deckung - und schließt vorsichtshalber Botschaften, Konsulate und Schulen. Eine Aktion des Satire-Magazins "Titanic" könnte die Wut der Muslime auch auf Deutschland lenken.
Die USA befürchten Proteste als Vergeltung für die in einem französischen Satiremagazin veröffentlichten Mohammed-Karikaturen. Die Zeichnungen seien "zutiefst beleidigend" für manche Gläubige und hätten das Potenzial, einen Aufruhr zu entzünden, sagte der Sprecher von US-Präsident Barack Obama, Jay Carney, am Mittwochabend (Ortszeit) in Washington. Gegen das Magazin "Charlie Hebdo" wurde derweil eine Klage eingereicht . Das deutsche Magazin "Titanic" will trotz der anhaltenden Protestwelle in der muslimischen Welt Ende September ebenfalls eine Islam-Ausgabe herausbringen.
"Charlie Hebdo" hatte am Mittwoch eine Reihe von Zeichnungen gedruckt, die sich auf "The Innocence of Muslims" beziehen, jenen islamfeindlichen Schmähfilm , der zu weltweiter Gewalt und Protesten von Muslimen geführt hat. Die französische Staatsanwaltschaft teilte mit, wenige Stunden nach der Veröffentlichung der Karikaturen sei eine Klage eingereicht worden, machte aber keine Angaben zum Kläger. Überdies leitete sie Ermittlungen ein, weil die Internetseite des Magazins offenbar gehackt worden war. - Bereits im November des vergangenen Jahres war ein Brandanschlag auf die Redaktionsräume des französischen Magazins verübt worden , weil das Magazin in einer Ausgabe den Propheten Mohammed zu ihrem "Chefredakteur" ernannt hatte.
Frankreich will 20 Botschaften, Konsulate und Schulen schließen
Aus Angst vor Vergeltung für die Veröffentlichung der Karikaturen kündigte die Regierung in Paris an, weltweit rund 20 Botschaften, Konsulate und Schulen zu schließen . Außenminister Laurent Fabius kündigte am Mittwoch im Radiosender France Info an, dass die diplomatischen Vertretungen Frankreichs am kommenden Freitag geschlossen bleiben sollten, und auch Deutschland will die Sicherheitsvorkehrungen angesichts der Proteste verstärken.
Wie Außenamtssprecher Andreas Peschke in Berlin mitteilte, soll zu einzelnen deutschen Vertretungen zusätzliches Personal geschickt werden. Ob am Freitag die deutschen Botschaften in muslimischen Ländern ebenfalls geschlossen werden, ließ er allerdings offen.
"Titanic"-Aktion könnte die Wut auf Deutschland lenken
Die mögliche Veröffentlichung einer Islam-Ausgabe im deutschen Satire-Blatt "Titanic" könnte die Wut der Demonstranten auch wieder auf Deutschland lenken. Auf dem Entwurf des Titelblatts soll einem Bericht der "Financial Times Deutschland" zufolge Bettina Wulff in den Armen eines islamischen Kriegers mit Turban und Schwert zu sehen sein, der offenbar den Propheten Mohammed darstellen soll. "Der Westen in Aufruhr - Bettina Wulff dreht Mohammed-Film!" soll die Schlagzeile lauten.
"Titanic"-Chefredakteur Leo Fischer verteidigte auch die in der französischen Satirezeitung "Charlie Hebdo" erschienen Mohammed-Karikaturen und nannte sie eine richtige Reaktion auf die "wahnsinnigen Ausschreitungen". "Satire darf und muss alles", sagte Fischer.
"Oh, Amerika, du bist Gottes Feind."
In zahlreichen muslimisch geprägten Ländern in Afrika und Asien gab es am Mittwoch erneut massive Proteste. Zehntausende Menschen gingen in der libanesischen Hafenstadt Tyros auf die Straßen und riefen "Oh, Amerika, du bist Gottes Feind". Seit dem Beginn der Ausschreitungen am 11. September in mehr als 20 Ländern wurden durch Gewalt mindestens 30 Menschen getötet, darunter der US-Botschafter in Libyen. (dapd/tap)

16:39
Wir leben in einem Land in dem Religionsfreiheit genauso wie die freie Meinungsäusserung gelebt wird. Also akzeptieren wir neben den christlichen Kirchen andere Religionen sowie deren Moscheen oder Gebetstätten. Es gibt auch nicht viele Staaten die wie Deutschland die Integration fördern oder bedrohte Menschen aufnimmt. So sollte auch für andersgläubige Mitbürger Tolleranz und Besonnenheit kein Fremdwort sein - schließlich , wir bringen es ihnen ja auch entgegen. Wir brauchen in unserm Land keine radikalen religiösen Unruhestifter .
15:10
Die westliche Wertegemeinschaft sollte sich von den radikalen Islamisten nicht einschüchtern lassen. Wenn wir vor den Islamisten weiterhin kuschen, so wird der Tag kommen, wo gläubige Moslems sich provoziert fühlen, wenn wir in der Öffentlichkeit Schweinefleisch essen. Islamismus und Scharia sind mit Demokratie und Menschenrechte nicht kompatibel. Ich bin gegen Zensur und religiöse Denkverbote. Relevant ist, daß es in einer aufgeklärten Welt keinerlei strafrechtliche Handhabe wegen "verletzter religiöser Gefühle" geben darf! Religionen wollen Menschen in Unwissenheit halten, um sie besser beherrschen zu können.
Religionen sind die Bremsblöcke, welche fortwährend die geistige, moralische und ethische Entwicklung der Menschheit behindern. JEDE Religion trägt mehr oder weniger wahnhafte Züge in sich. Unsere Vorfahren haben sich die Freiheiten mühsam erkämpft - unsere Aufgabe ist es sie notfalls mit allen Mitteln zu verteidigen!
klasse
14:52
dieser "Kampf" von Anhängern bedeutungsloser Sekten!!!
Weder das Christentum, noch der Islam hat das Recht gegen Andersgläubige mit Gewalt vorzugehen. Beide Religionen eifern einem "Phänomen" nach, das wissenschaftlich nicht zu beweisen ist. Sie glauben eben....
Btw, ich bin immer mehr der Meinung, dass religiöse Fanatiker in unserem Land nix
verloren haben und dort ihre (Hass)predigten absondern sollen, wo sie gehört werden wollen und wo ihre Gewalt akzeptiert wird.
Und, Satire muss einen Platz bei uns haben dürfen. Wer so etwas nicht lesen will, soll wandern ....
13:21
always look on the bright side of life ...
13:14
Auge um Auge, das zieht immer. Wenn da Christen verfolgt werden, muss hier gegengehalten werden. So sind alle Kriege dieser Erde entstanden. Wird wahrscheinlich mal wieder Zeit, der letzte ist schon lange her, da wissen die heutigen Generationen nichts mehr von.
Satire muss erlaubt bleiben, klar. Satire muss sich aber nicht Gewalt auf Themen stürzen, bei denen klar ist, dass es Tote geben wird. Ein Stück Verantwortung dafür bleibt auch an den Redaktionen haften. Aber klar, da kann aus der Deckung des Kommentatoren schön lamentieren, es trifft ja mit Sicherheit Andere.
Und schon schließt sich der Kreis: auch um die Interessen der Satiriker zu schützen (bzw. Andere - unsere Sodlaten in Afghanistan z. B. - davor, Kollateralschaden der Satire zu werden), benötigen wir eine Bundeswehr, aber die darf ja nicht für sich werben, ist ja ungehörig.
Es schadet nicht zu versuchen, über die eigene Nasenspitze hinaus zu denken.
Könnte man ja fast als Aufruf zur Gewalt Deinerseits melden. Tu ich aber nicht, das muss schon allein zur Dokumentation erhalten bleiben. Schäm Dich
Bevor Sie gleich auf die Straße rennen, informieren Sie sich doch erst mal über den Unterschied zwischen Islam und Islamismus.
P.S. auch im Christentum gibt es Fundamentalisten.
http://de.wikipedia.org/wiki/Westboro_Baptist_Church
13:06
@bonafide - kein Alkohol? Das wäre mir aber neu. Harter Alkohol ist sehr wohl erlaubt - habe ich oft genug mitbekommen. Und der Islam ist eigentlich friedliebend. Es gibt aber Menschen die schaffen sich ihre eigene Wahrheit und Realtität.
Wenn eine Gesellschaft oder besser eine Splittergruppe nicht in der Lage ist die Dinge differenziert zu betrachten dann ist das so - eigenes Pech.
Wie ein Vorkommentator bereits schrieb - hier werden bildungsferne Schichten von einigen wenigen Fanatikern aufgestachelt. Sollten diese Karikaturen verboten werden, dann ist das wie bei einer Geiselnahme wo man andauernd sagt wir zahlen kein Lösegeld weil wir nicht Erpressbar sind, aber dann irgendwie doch immer etwas gezahlt wird.
Sollte es hart auf hart kommen, dann muss dieser Kampf aufgenommen werden.
13:04
Es wird Zeit das solche Satire zum Normalfall wird. Wokommen wir denn hin, wenn wir uns von Religionsheinis die Zensur diktieren lassen. Wo bleiben die Mohammed-Graffities in Deutschland???
12:53
Eigentlich sollten wir Christen auch mal auf die Strasse gehen,
In den islamischen Ländern werden Christen verfolgt, ermorder, vertrieben.
Kirchenneubauten werden verboten
Kirchen werden angesteckt
Ein Moslem hat kein Problem an die Wand zu sprühen "Jesus ist eine Hure".
Wo ist die vielerwähnte Toleranz dieser Religion?
Schade das man in den islamischen Ländern die Bürger so einfach aufstacheln kann.
Mit ewtas mehr Bildung wäre das nicht mehr möglich, Al- Kaida & Co müssten sich neue "dumme" suchen
So wie es aussieht ist der Islam eine freudlose Religion für ungebildete und Kulturlose Asketen.
Keine Satire, kein Humor, kein Alkohol (dafür aber Drogen), kein Tanz (man lese "Taliban köpft 18 Menschen wegen Tanzvergnüggen".
Wäre Sex auch noch verboten dann wäre der Islam kein wirkliches Problem mehr
bonafide, ich kann mich nur anschliessen!
Bevor Sie gleich auf die Straße rennen, informieren Sie sich doch erst mal über den Unterschied zwischen Islam und Islamismus.
P.S. auch im Christentum gibt es Fundamentalisten.
http://de.wikipedia.org/wiki/Westboro_Baptist_Church
12:00
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12:00
Wenn zwei das gleiche tun
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1734732/Salafisten-Prediger-schuert-Wut?bc=sts%3Bsta#/beitrag/video/1734732/Salafisten-Prediger-schuert-Wut
Aber darüber wird hier nie berichtet. Hier heißt es immer nur "Unsere bösen Satireblättchen". Mir ist aufgefallen, dass unser öffentlich rechtliches Fernsehen oft liberaler ist als so manches Schriftmedium.