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Terry Jones

Islam-Feind mit Kölner Vergangenheit

08.09.2010 | 18:45 Uhr
Islam-Feind mit Kölner Vergangenheit
Terry Jones bei einer Videobotschaft: Der Pastor will am 11. September den Koran auf einem Scheiterhaufen verbrennen. In Deutschland ist der umstrittene Prediger kein Unbekannter.

Essen. Die ganze Welt empört sich über ihn, ist in Aufruhr. Über Terry Jones, den 58-jährigen Pfarrer einer kleinen Pfingstler-Gemeinde in Gainesville, Florida. Weil er zum Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001 den Koran auf einem Scheiterhaufen verbrennen will.

In Deutschland ist Terry Jones beileibe kein Unbekannter. Anfang der 80er-Jahre kam er nach Köln, um von hier aus ganz Europa zu missionieren. 1000 Menschen scharte er in einer sektenartigen Gemeinde um sich, bis die 2008 mit ihm brach.

„Im Nachhinein muss man wohl sagen, dass er ein Mann mit übersteigertem Geltungsbedürfnis ist. Vermutlich ist er deshalb jetzt auf diese Idee gekommen“, sagt Thomas Müller von der Christlichen Gemeinde Köln. 20 Jahre erlebte Müller Terry Jones in Köln. Am Ende, so sagt der Mitarbeiter des Gemeindebüros, seien viele froh gewesen, dass er endlich weg war. Es habe viele Konflikte gegeben, wegen Jones Lehre, wegen seiner Art, die Gemeinde zu leiten und nicht zuletzt um Geld.

Es ging um Ausbeutung

Terry Jones, einst Hotelmanager in den USA und selbst ernannter Prediger, kam 1982 nach Köln, um dort im Auftrag des US-Unternehmers Donald Northrup eine Dependance der Gemeinde von Gainesville zu gründen. Bald scharte er 1000 Menschen um sich. Leute, die sich von seinen amerikanisch geprägten, lockeren Gottesdiensten angesprochen fühlten, die klare, einfache Antworten auf große Fragen suchten, wie Andrew Schäfer, der Sektenbeauftragte der Evangelischen Landeskirche Rheinland erklärt.

Doch kaum eine Gemeinde in Deutschland sei so konfliktbeladen gewesen wie diese. „Vor allem ging es um Ausbeutung. Viele arbeiteten fast ohne Lohn für die Gemeinde“, erklärt Thomas Müller. Jones jedenfalls baute innerhalb kurzer Zeit ein richtiges Wirtschaftsunternehmen mit eigenen Läden auf. In seinen Lisa-Jones-Läden, benannt nach seiner ersten Frau, verkaufte er Möbel, die aus Entrümpelungen stammten. Doch als der Vorstand der Gemeinde Jones 2008 entließ, war die Kasse der gut aufgestellten Gemeinde überraschend leer. „Es fehlte ein fünfstelliger Betrag, wir haben ihn später bei Jones eingefordert und auch bekommen“, sagt Gemeindemitglied Müller.

Merkmale einer Sekte

„Ich habe sogar von einem sechsstelligen Betrag gehört“, erklärt der Sektenbeauftragte Andrew Schäfer. In seinem Referat hätten viele Gemeindemitglieder Hilfe gesucht, nachdem die Ära Jones beendet worden sei. Viele der Verzweifelten vermittelte er an Lebensberatungsstellen.

Jones Kölner Gemeinde habe die Kriterien einer Sekte erfüllt. Sie habe in ihm einen guruhaften Führer gehabt, asymmetrische Beziehungsstrukturen, sich nach außen abgegrenzt und die Welt in Gut und Böse unterteilt. Mitglieder hätten für die Gemeinde ihre berufliche Existenz aufgegeben, sogar ihre zwischenmenschlichen Beziehungen. „Wer Kritik übte, wurde vereinzelt, reglementiert und verstoßen“, so Schäfer. Erst als ein Ehepaar das nicht stillschweigend hinnahm, habe der Vorstand sich gegen Jones aufgelehnt, ihn aus seinem Amt entlassen.

Im Februar 2008 kehrte Jones Köln den Rücken, jener Stadt, dessen Amtsgericht ihn schon wegen eines falschen Doktortitels verurteilt hatte. Zurück in Florida, reduziert auf gerade einmal 50 Anhänger, sucht Terry Jones nun offenbar erneut seine Größenfantasien auszuleben. Andrew Schäfer: „Das Thema ist nicht Islam und Christentum, es ist die Tragik eines gescheiterten christlichen Hasspredigers.“

Hayke Lanwert

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Kommentare
09.09.2010
11:40
Islam-Feind mit Kölner Vergangenheit
von Merkel | #9

Man sollte auch Die Bibel verbrennen es liest die doch keiner.

09.09.2010
03:26
Islam-Feind mit Kölner Vergangenheit
von SPD Zensurblaettchen Der Westen | #8

Die ganze Welt empört sich über ihn, ist in Aufruhr.

Bullshit. 99,99999% der Welt geht es am ***** vorbei, ob irgendwo auf der Welt dieses Koran-Pamphlet verbrannt iwrd, mir inklusive.

08.09.2010
20:36
Islam-Feind mit Kölner Vergangenheit
von Joe Hannes | #7

Die deutsche Kirche mag keine Konkurrenz.
Es geht um viel viel Geld. Das ist alles.
Willkommen im Mittelalter willkomen in Deutschland. Was nicht staatlich kirchlich ist ist eine Sekte. Punkt. Und dann wundert sich diese verstaubte deutsche tote Kirche wenn keiner mehr kommt...................
Ich finde es übrigens gut das er den Koran verbrennt. Steht doch sowieso nur Sche.. drin, oder ?.

08.09.2010
20:36
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von Joe Hannes | #6

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08.09.2010
20:36
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von Joe Hannes | #5

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08.09.2010
20:36
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von Joe Hannes | #4

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08.09.2010
20:36
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von Joe Hannes | #3

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08.09.2010
20:04
Islam-Feind mit Kölner Vergangenheit
von „Spätrömische Dekadenz | #2

Haben den alle Politiker und Kirchenvertreter
den verstand verloren ob es der Thilo Sarrazin SPD
oder dieser durchgeknallte Terry Jones ist wollen die das 3 Reich wiederbeleben.

08.09.2010
19:17
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von Cat12 | #1

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