IS-Chef Al-Baghdadi – der gefährlichste Terrorist der Welt

Abu Bakr Al-Baghdadi ist derzeit der wohl meistgesuchte ­Terrorist der Welt – und ein Phantom. Der selbsternannte Kalif führt den „Islamischen Staat“ (IS), doch nur wenig ist über den Befehls­haber der brutalen Terrororgani­sation bekannt. Mehrfach hieß es, Al-Bagh­dadi sei bei Luftangriffen schwer verletzt oder sogar getötet worden. Jedes Mal bestätigten sich diese Meldungen nicht.

Auch jüngste Medien­berichte, wonach der Terrorchef bei einem Bombenangriff verletzt worden sein soll, wurden später von Washington dementiert. Die USA und ihre Verbündeten fliegen seit dem vergangenen Sommer Luft­angriffe gegen die IS-Miliz, die ­große Gebiete in Syrien und im Irak unter ihre Kontrolle gebracht hat.

Nach dem Einmarsch der US-Armee in den Irak war Al-Baghdadi im Februar 2004 verhaftet und zehn Monate festgehalten worden. Nach seiner Freilassung führte er sein Studium an der Universität in Bagdad fort, legte 2007 seine Dissertation ab. Nach Erkenntnissen der irakischen ­Regierung und westlicher Geheimdienste ging er dann in den Untergrund und stieg rasch auf in der Terrororganisation, die sich damals noch Al-Kaida im Irak nannte. 2010 kürten ihn die Dschihadisten zu ihrem Emir, zum Chef der ­Terrororganisation. Im April 2013 rief er den „Islamischen Staat“ aus.

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