Das aktuelle Wetter NRW 12°C
Politik

Iranische Stiftung erhöht Kopfgeld für Tötung von Salman Rushdie

16.09.2012 | 13:17 Uhr

Inmitten der gewaltsamen Proteste in muslimischen Ländern gegen einen als islamfeindlich empfundenen Film hat eine iranische Stiftung Medienberichten zufolge das Kopfgeld für die Tötung von Salman Rushdie erhöht. Der indisch-britische Schriftsteller hatte 1988 den Roman "Die satanischen Verse" veröffentlicht und damit Proteste von Muslimen ausgelöst.

Teheran (dapd). Inmitten der gewaltsamen Proteste in muslimischen Ländern gegen einen als islamfeindlich empfundenen Film hat eine iranische Stiftung Medienberichten zufolge das Kopfgeld für die Tötung von Salman Rushdie erhöht. Der indisch-britische Schriftsteller hatte 1988 den Roman "Die satanischen Verse" veröffentlicht und damit Proteste von Muslimen ausgelöst, die das Buch als Beleidigung des Propheten Mohammed empfanden. In Pakistan und Indien wurden bei den Ausschreitungen etliche Menschen getötet.

Der iranischen Tageszeitung "Dschomhoori Eslami" und anderen Medien zufolge erhöhte die 15 Chordad Foundation das für die Tötung von Rushdie ausgelobte Kopfgeld von 2,8 Millionen Dollar auf 3,3 Millionen Dollar (umgerechnet 2,5 Millionen Euro). Wer die vom mittlerweile verstorbenen iranischen Ajatollah Ruhollah Chomeini 1989 ausgesprochene Todes-Fatwa ausführe, erhalte von der Stiftung die millionenschwere Belohnung, hieß es. Ursprünglich lag das auf Rushdie ausgelobte Kopfgeld bei einer Million Dollar, es wurde aber mehrfach aufgestockt.

Am Dienstag begann in Ägypten und Libyen eine Protestwelle wegen eines in den USA produzierten islamfeindlichen Films, die danach auf weitere muslimische Länder übergriff. Auch in westlichen Staaten demonstrierten Muslime gegen den Film.

© 2012 AP. All rights reserved

dapd

Facebook
Kommentare
Umfrage
Samstag ist Feiertag, die Geschäfte haben geschlossen - dafür sind am Sonntag in vielen Städten die Geschäfte geöffnet . Was halten Sie von verkaufsoffenen Sonntagen?

Samstag ist Feiertag, die Geschäfte haben geschlossen - dafür sind am Sonntag in vielen Städten die Geschäfte geöffnet. Was halten Sie von verkaufsoffenen Sonntagen?

 
Aus dem Ressort
Putins fliegende Museen steigen zu Machtdemonstrationen auf
Russland
Die Nato ist beunruhigt über außergewöhnlich umfangreiche Manöver der russischen Luftwaffe über den europäischen Meeren. Seit Dienstagnachmittag seien mehrere Langstreckenbomber und andere Militärflugzeuge an den Nato-Grenzen identifiziert worden. Auch deutsche Kampfjets stiegen auf.
Kobanes Kurden erhalten Verstärkung und hoffen auf die Wende
Syrien
Die kurdischen Verteidiger von Kobane wittern Morgenluft. Endlich traf die langersehnte Verstärkung ein. Die Türkei erlaubte, wohl auf massiven Druck der USA, den Truppen, die Grenze nach Syrien zu überschreiten. Steht nach Ankunft der Peshmerga eine Wende im Kampf gegen IS-Terroristen bevor?
Wut in der GDL - Weselsky "will nur sein Ego befriedigen"
Streik
Nicht alle Mitglieder der Lokführer-Gewerkschaft GDL wollen der harten Linie ihres Chefs Claus Weselsky folgen. In der Gewerkschaft herrsche ein Klima der Angst, sagen sie und fordern den streitbaren Gewerkschaftsboss auf, von seiner kompromisslosen Haltung im Tarifkonflikt mit der Bahn abzurücken.
Gesundheitsministerin streicht Beamten die Grippe-Impfung
Sparzwang
Das Spargebot der Landesregierung macht auch vor den eigenen Mitarbeitern nicht halt: Im NRW-Gesundheitsministerium fällt dieses Jahr die betriebliche Grippeschutzimpfung aus. Den Mitarbeitern wird empfohlen, sich beim Arzt impfen zu lassen. Der eingesparte Betrag hält sich in Grenzen.
In Nigeria entführter Deutscher ist wieder frei
Befreiung
Der deutsche Mitarbeiter eines Bauunternehmens ist wieder frei. Der Mann war in Nigeria von Bewaffneten entführt, ein zweiter Mann erschossen worden. Zwischenzeitlich hatte es geheißen, die Kidnapper verlangten Lösegeld. Zu Einzelheiten um die Befreiung hielt sich das Unternehmen nun bedeckt.