Iran baut angeblich weitere Anlagen zur Uran-Anreicherung

Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA stellt ein Spezialistenteam zusammen, das das iranische Atomprogramm überwachen soll. Die Regierung um Ahmadinedschad leugnet einen Ausbau des Atomprogramms.
Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA stellt ein Spezialistenteam zusammen, das das iranische Atomprogramm überwachen soll. Die Regierung um Ahmadinedschad leugnet einen Ausbau des Atomprogramms.
Foto: ao
Der Iran hat nach Diplomaten-Angaben weitere Anlagen zur Uran-Anreicherung gebaut. Die Regierung in Teheran weist einen umfangreichen Ausbau ihres Atomprogramms zurück - verwehrt aber UN-Kontrolleure Zugang zu den unterirdischen Bunkeranlagen.

Wien.. Der Iran hat nach Angaben aus diplomatischen Kreisen vom Donnerstag weitere Anlagen zur Uran-Anreicherung in einen unterirdischen Bunker gebaut. Die neuen Maschinen in Fordow dürften einen umfangreichen Ausbau des Atomprogramms erlauben, das nach Ansicht des Westens zum Bau von Kernwaffen dienen könnte. Die Regierung in Teheran weist dies zurück, verweigert internationalen Kontrolleuren der Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) jedoch den Zugang zu ihren Einrichtungen. Am Freitag findet eine neue Gesprächsrunde zwischen dem Iran und der UN-Behörde statt.

Die IAEA stellt nach Angaben aus Diplomatenkreisen derweil ein Team von Spezialisten zusammen, die ausschließlich das iranische Atomprogramm untersuchen sollen. Darunter seien unter anderem Experten für Waffen, Strahlung und Auswertung von Geheimdienstinformationen. So solle gezielt ermittelt werden, ob der Iran tatsächlich Atomwaffen baue, hieß es.

IAEA stellt Experten-Team zusammen

Eine derartige Spezialeinheit, die nur auf ein Land angesetzt wird, ist ungewöhnlich und unterstreicht, welche Priorität die Atomenergiebehörde dem Iran und seinem mutmaßlichen Streben nach der Atombombe zuordnet. Der Iran hält nach wie vor an seiner Aussage fest, nicht am Bau von Atomwaffen interessiert zu sein. Die insgesamt vier Diplomaten, die ihre Informationen der Nachrichtenagentur AP anvertrauten, wollten nicht namentlich genannt werden.