Online-Petition
Internet-Sperren: Jeder fünfte Gegner kommt aus NRW
05.05.2009 | 18:58 Uhr 2009-05-05T18:58:00+0200
Essen. Jeder fünfte Gegner der Sperrung von Kinderporno-Seiten kommt aus NRW. Seit Montag gibt es eine Online-Petition gegen die Gesetzespläne auf den Seiten des Bundestags. An nur einem Tag haben bereits mehr als 16.000 Menschen die Petition unterzeichnet.
Seit 24 Stunden können die Gegner der Sperrung von Kinderporno-Seiten gegen die Gesetzespläne stimmen. Mittlerweile ist die 16.000-Marke geknackt. An nur einem Tag haben so viele Menschen die Online-Petition gegen die Seitensperrung unterzeichnet. Jeder fünfte Unterstützer kommt dabei aus Nordrhein-Westfalen. Seit Montagmorgen ist auf der Internetseite des Bundestags eine elektronische Petition frei geschaltet, mit der die Unterzeichner erreichen wollen, dass das Gesetz zur Sperrung von Kinderporno-Seiten nicht verabschiedet wird. Von 16.000 Unterstützern am Dienstagmorgen waren mehr als 3000 aus Nordrhein-Westfalen (Stand: 10.30 Uhr).
Noch vor der Bundestagswahl soll das Parlament ein Gesetz beschließen, nach dem bis zu 97 Prozent der Internetanbieter verpflichtet werden können, beim Aufruf einer Kinderporno-Seite ein Stoppschild einzublenden. Die entsprechenden Internetadressen setzt das Bundeskriminalamt auf Sperrlisten und verteilt sie an die Anbieter.
Die Kritiker halten die geplante Sperrung allerdings für "unwirksam". Sie plädieren vielmehr dafür, die Server mit kinderpornographischen Inhalten abzuschalten und fragen sich, warum das Bundeskriminalamt in dieser Hinsicht bislang nicht aktiv geworden ist.
Beim Mikroblogging-Dienst Twitter über den Account @mitzeichner können Internetnutzer verfolgen, wie viele Unterstützer pro Minute hinzukommen. Aktuell sind es 14. Bis zum 16. Juni haben Kritiker der Gesetzespläne Zeit, die elektronische Petition zu unterzeichnen. Bis dahin braucht sie die Unterstützung von 50.000 Menschen oder mehr, damit der Petitionsausschuss öffentlich über sie berät. Momentan sind bereits 30 Prozent der nötigen Stimmen erreicht.
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01:46
Denkwürdiges Zitat:
Das Internet schändet keine Kinder!
Was ist mit den Hintermännern von Marc Dutroux?
Wo ist Maddie McCain?
01:43
Was ist mit den Produzenten von Kinderpornos, was ist mit den internationalen Kinderschändernetzwerken??
Von denen ist nie die Rede. Wie kommt das?
14:04
Die Hersteller von KP sollen ihre Einnahmen dem Staat schenken
12:20
@3 @4 Darueber hinaus kann ich JEDEN, der meine Webseite besucht, mit einer einzigen Zeile auf die STOPP Seite umleiten, und der KiPo Verdacht ist da. tr.im und tiny.url Links wuerde ich nicht mehr anklicken wollen.
Zu einer Webseite gehoert ein Server und eine Domain. Dieser Server hat einige eindeutige Adresse. Die Domain ist einer eindeutigen Person und einer Adresse zugeordnet. Die Adressen des Servers und der Domain sind einem bestimmten Provider zugeordnet.
Die Verantwortlichen ausfindig zu machen ist eine Sache von Minuten. Vielleicht versteckt sich der Betreiber hinter einem Decknamen, dann wird es schwieriger, aber der Provider KANN SICH NICHT VERSTECKEN.
Hier muss angesetzt werden! Vom Provider muss die Webseite unverzueglich vom Netz genommen werden, und wenn der sich weigert, wird der Provider vom Netz genommen.
Das ist IMO der einzig gangbare Weg, und nur so kann man die Verbreitung verhindern.
Der Zugriff auf die KiPo Seiten ist trotz der vorgesehenen Sperre weiterhin moeglich: man nutzt andere Nameserver, oder betreibt einen eigenen Nameserver.
Seit 1991 bin ich im Internet unterwegs, und habe ich noch keine KiPo Seite gefunden. Mich stoert die Sperre nicht, aber die vorgesehene Sperre ist auch technischer Sicht unsinn, weil zu leicht zu umgehen, und aus Sicht der Vereitelung ebenso unsinnig, Da diejenigen die das sehen wollen, weiterhin drauf zugreifen koennen, weil sie einfach einen anderen Nameserver benutzen werden!
10:48
nachtrag: evtl mögen Sie zu diesem Thema einen Podcast hören (aufgezeichnete Sendung, Audio) vom ChaosComputerClub?
http://chaosradio.ccc.de/cr145.html
10:25
@50
Versuch einer Erklärung Ihrer Frage. die leider etwas länger geworden ist; dennoch bitte ich Sie bei Fragen oder Verständnisproblemen einfach weiter nachzufragen:
Die vielfältigen Inhalte auf Servern/Webseiten lassen sich nur dann klassifizieren, wenn man Sie (manuell häufg) untersucht.
Das ist angesichts der Vielfalt von Seiten und Inhalten und ständigen Aktualiserungen schlichtweg unmöglich.
Das Internet ist so konstruiert, dass eine Datenkommunkation immer Ihr Ziel erreicht, auch wenn ein wichtiger Verbindungsknotenpunkt ausfällt (HIntergrund kalter Krieg).
Es reicht also nicht aus nur eine Sperrseite einzurichten, man erreicht das Ziel auf verschiedenen Wegen.
Im Regelfall sind solche Inhalte bereits via Vertrag und AGB nicht erlaubt mit einem Serveranbieter.
Diese Anbieter von technscher Grundausstattung zum Betrieb von Webseiten reagieren auf Verletzung Ihrer Bedingungen in der Regel sofort - sie verweigern also nicht eine Abschaltung solchen Materials und gehen auch elbständig in der Regel vor, wenn sie solches Material auf ihren Servern entdecken.
Es geht im aktuellen Fall aber noch ein wenig weiter: DIe Sperrlisten beinhalten ja gezielte Adressen und Inhalte, die aktualsiert werden.
Im Normalfall reicht eine Email an abuse@ANBIETERDOMAIN um darauf hinzuweisen und die Seite vom Netz zu nehmen. Dies ist ein Mechanismus, der vielfältig von Administratoren auch genutzt wird zur Information von Problemen und Ausfällen und der zeitnah überprüft wird
Dieser Sachverhalt wird hier in den Kommentaren ja auch belegt (Suchen Sie evtl mal nach dem Stichwort Dänemark obig; diese Seiten werden nach Bekanntmachung an den technischen Abieter/Hoster sofort entfernt).
Statt also die Adressen der Sperrliste zu nehmen und gezielt die Täter und deren Seiten aus dem Verkehr zu ziehen, entschied man sich hier den Zugang ein wenig zu erschweren.
Statt diesen einfachen Mechanismus der Emai/Information der Hoster zu nutzen, kommt nun eine Sperrseite, die leicht zu umgehen ist und die Inhalte bleiben im Netz, wo sie jeder versierte Surfer noch erreichen kann.
Das verstehen viele Kritiker insbesondere dann nicht, wenn wegen dieser Massnahme Grundrechte eingeengt werden sollen und stellen evtl. die Gesamtabsicht im Extremfall in Frage.
Ausreichend Experten haben den Verantwortlichen dies und viels andere erklärt, an Informationsknappheit kann es meiner meinung nach nicht gelegen haben.
So erklärt sich auch der hohe Andrang zur Mitzeichnung der Petition, in der Hoffnung dass eine alternative und wirkungsreiche Alternative dabei evtl herauskommt.
08:09
Warum löschen die Internetbetreiber nicht von sich aus diese Seiten? Lässt sich doch viel Geld mit diesen Seiten verdienen! Brauchen das doch nur in ihre Vertragsbedingungen mit auf zunehmen und sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Warum harkt das hier? Welcher Betreiber tut das?
18:22
Seiten sperren ist zensur. Zumal die Behörden sicherlich auch andere Möglichkeiten haben dürften, den Anbietern von Pronografie das Geschäft zu vermasseln. Denn wenn Sperrlisten aufgestellt werden, kennt man die Seiten.
Also kann man dann auch gegen die Verantwortlichen direkt vorgehen. Alles andere ist nur eine Vorstufe zu einer Zensur.
18:06
Was für ein scheiss Bericht von einer Zeitung, die ich gerne gelesen habe.
Das sind nicht Gegner der Sperrung von Kinderporno-Seiten, sondern Leute die sich mit der Materie auseinandergesetzt haben und weiterdenken.
Nicht einen Pedofilen würde diese äußerst dumme Maßnahme aufhalten. Die kennen alle Wege um unsere Inländischen DNS Server zu umgehen.
Das einzige was dieses Gesetz bringt ist der Anfang einer unkontrollierten Internet Zensur.
Ich denke, das dieses Gesetz auch nur zu diesem Zweck beschlossen werden soll. Ich bin mir sicher, das es hierbei gar nicht um die armen Kinder geht, die sind für die befürworter nur mittel zum Zweck.
Nicht ein Fachmann wird bestätigen das dies die richtige Vorgehensweise für die Verhinderung der Kinderpornografie ist.
Da gibt es einfachere Methoden, wie einfach den Hoster der Webseite anrufen und die Seiten löschen lassen.
Leute denkt mal nach wohin das führen soll!
17:52
@WAZ: Guter Beitrag.
Was mich zornig macht:
Nicht Internet-Kinderpornographie ist das Problem,
sondern Kinderschänder im richtigen Leben sind das Problem!
Internet-Kinderpornos, Schweinegrippe ...
Mehr als 2.000 Kinder verschwinden jährlich in Deutschland!! Das ist das Problem!
@Frau v.d. Leyen, wieviele Kinder sind es genau, die jährlich in Deutschland / der EU spurlos verschwinden? Ich setze voraus, daß sich an höherer Stelle irgendjemand dafür interessiert.
Wer denn?